„Fuckparade“ passiert die Rigaer Straße ohne Zoff

Gegen Gentrifizierung, die Verdrängung von Clubs und Subkultur: Tausende Menschen haben am Samstag an der „Fuckparade“ in Berlin teilgenommen. Die Strecke der Demo, die vor fast 20 Jahren als „Hateparade“ ins Leben gerufen wurde, führte dabei in diesem Jahr an einem Ort mit Konfliktpotenzial vorbei: an der Rigaer Straße.

„Musik kennt keine Grenzen! Aber wir“ – unter diesem Motto sind am Samstag mehrere Tausend Menschen durch Berlin gezogen, um gegen Gentrifizierung sowie die Verdrängung von Clubs und der Subkultur zu protestieren.

Um 15 Uhr an der Proskauer Ecke Rigaer Straße gestartet, zogen die Demonstranten am Nachmittag vorbei am Forckenbeckplatz in Richtung Karl-Marx-Allee. Von dort aus ging es über den Stralauer Platz zur Lichtenberger Straße und schließlich über die Holzmarktstraße, Stralauer Platz und Mühlenstraße bis zum Matrix Club an der Warschauer Straße.

Wie Polizeisprecherin Kerstin Ziesmer am Sonntag rbb|24 sagte, verlief die Demonstration, die bis ca. 22 Uhr dauerte, ohne größere Zwischenfälle. Es habe Beschwerden wegen zu lauter Musik gegeben, berichtete Ziesmer. Polizisten überprüften demnach die Personalien von 25 Teilnehmern. In 27 Fällen seien Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, laut Ziesmer größtenteils wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.