Kalayci: „Ich bin entsetzt – Party und Pandemie passt überhaupt nicht“

Auch wir von Definizium Records sagen, bringt andere nicht in Gefahr nur weil ihr Party machen wollt. Wenn ihr in der Clubszene was bewegen wollt, dann anders aber nicht so.

Seit Jahren haben wir mit der Kultur in der Stadt Berlin zu kämpfen.

Sei es Demos, Open Airs oder gar das Recht Drogen zu Konsumieren aber mit ach und krach geht das nicht.

Wir von Definizium Records möchten auch das die Clubs in Berlin ohne Risiko wieder öffnen können doch das Risiko der ansteckung und der Gefährdung des Personals ist in einer Pandemie unverantwortlich. Nun mehr müsste der Berliner Senat da mal mehr die Kassen locker machen.

Monate ziehen ins Land und auch in Berlin wird der Clubton immer lauter.

Wo sich die einen Verantwortlich gegenüber der langen Schliesungen der Clubs zeigen, zeigen wiederum andere keine Toleranz gegenüber denjenigen die Gesund nächstes Jahr oder auch dieses noch mit ihren Freunden feiern wollen.

Der Zwang nach Halli Galli ist in der Berliner City an diesem Wochenende völlig aus dem Rahmen gelaufen. Mit einem Zitat des Veranstalters: Die Veranstalter hätten „zweifellos gute Intentionen“ gehabt, hieß es im Statement der Clubcommission. „Boote mit Beschallung und Redebeiträgen auf dem Wasser – und das lange Spreeufer sollte dazu dienen, dass die Teilnehmer*Innen ausreichend Abstand halten können.“ Leider sei der Plan nicht aufgegangen und es seien deutlich mehr Menschen gewesen als erwartet.

Pläne machen für Open Airs in Zeiten von Pandemien unverantwortlich

Es sind genug Demos und auch andere Events in der Stadt gewesen und sehr wenige sind mit vernunft zuhause geblieben. Wenn man eine Demo oder Open Air machen kann man doch nicht sagen, Leider sei der Plan nicht aufgegangen und es seien deutlich mehr Menschen gewesen als erwartet.

2009 Definizium Records startet unter dem Namen Electronautic

Leider sei der Plan nicht aufgegangen und es seien deutlich mehr Menschen gewesen als erwartet. Das hätte mich mal gefreut bei meinen Events sagen zu können, den immer wenn wir Party gemacht haben und immer noch machen, hatten wir nie den Fall, kein Wunder sowas würde es nur in Masen bei uns geben und nicht an Orten mit Massen.

Kalayci: „Ich bin entsetzt – Party und Pandemie passt überhaupt nicht“

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat die Bootsdemonstration am Pfingstsonntag scharf kritisiert. „Ich bin entsetzt über die Bilder vom Wochenende in Berlin. Party und Pandemie passt überhaupt nicht“, teilte die SPD-Politikerin am Dienstag mit.

 „Ich habe Verständnis für die schwierige wirtschaftliche Lage der Clubs. Dafür gibt es finanzielle Hilfen. Aber das, was am Wochenende auf dem Landwehrkanal passierte, ist in Pandemiezeiten grob fahrlässig“, sagte Kalayci.

„Ich habe es am Anfang der Pandemie gesagt und sage es heute, es ist nicht die Zeit für Partys. Das Virus ist nach wie vor da und eine Gefahr für die Gesundheit aller Menschen“, so die Gesundheitssenatorin.

Partyszene und Clubs in Berlin Hotspots bei Coronavirus-Ausbreitung

Sie appelliere deshalb an die Vernunft der Club- und Partyfreunde. Die Partyszene und die Clubs seien in Berlin die Hotspots zu Beginn der Ausbreitung des Coronavirus gewesen. „Es war richtig und wichtig diese frühzeitig zu schließen, um die schnelle und unkontrollierte Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Das ist uns in Berlin gelungen.“

Am Pfingstsonntag waren bei der Versammlung „Für die Kultur – Alle in einem Boot“ bis zu 400 Boote von der Spree über den Landwehrkanal nach Kreuzberg gezogen. Die Veranstalter wollten nach eigenen Angaben auf die Bedrohung der Clubkultur aufmerksam machen, nachdem die Clubs seit Wochen nicht mehr öffnen dürfen.

Laut der Polizei hielten sich dabei bis zu 1500 Menschen jeweils auf dem Wasser und an Land auf. Im Polizeibericht hieß es, der Veranstalter habe die Versammlung „aufgrund der nicht eingehaltenen Abstände zueinander und von Beschwerden über zu laute Musik“ abgebrochen.

Ein Verfahren wurde nicht eingeleitet, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte.

Leute von Bootsdemo sollen Kontakte reduzieren

Nach der Bootsdemo hat die Berliner Clubcommission die Teilnehmer aufgerufen, vorübergehend weniger Menschen zu treffen. „Um das Risiko einer Ausbreitung einer möglichen Infektion zu unterbinden, bitten wir alle Teilnehmer*Innen der Demo ihre sozialen Kontakte in den nächsten 14 Tagen auf ein Minimum einzuschränken – insbesondere beim Umgang mit älteren oder kranken Menschen“, teilte das Gremium in sozialen Medien mit.

Die Veranstalter hätten „zweifellos gute Intentionen“ gehabt, hieß es im Statement der Clubcommission. „Boote mit Beschallung und Redebeiträgen auf dem Wasser – und das lange Spreeufer sollte dazu dienen, dass die Teilnehmer*Innen ausreichend Abstand halten können.“ Leider sei der Plan nicht aufgegangen und es seien deutlich mehr Menschen gewesen als erwartet.

FDP: An der Party zeigt sich die Schwäche des Senates

Florian Kluckert, gesundheitspolitischer Sprecher der Berliner FDP-Fraktion, sagte, die Veranstaltung zeige, dass die Politik wohl kaum verantworten könne, Clubs wieder zu öffnen, solange die Besucher zu Eigenverantwortung weder bereit noch in der Lage seien.

„An der Party zeigt sich aber auch deutlich die Schwäche des Senates, der Verordnungen erlässt, an die sich viele dann nicht halten und auch keine Konsequenzen zu befürchten haben.“

Seit Dienstag gelten weitere Lockerungen bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. So dürfen beispielsweise Kneipen und Bars wieder öffnen, genau wie Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros, Fitnessstudios und Tanzschulen.

„Ich appelliere an alle Berlinerinnen und Berliner: Riskieren wir nicht die erreichte Eindämmung des Virus“, sagte Kalayci. „Riskieren wir nicht aufs Gefährlichste unsere Gesundheit und letztlich unsere Freiheiten, halten wir uns alle an Abstands- und Hygieneregeln und tragen Mund-Nasen-Schutz.“