Unfassbar aber Wahr – Tierversuchslabor LPT darf unter Auflagen weitermachen

Das im Februar nach scharfer Kritik geschlossene Tierversuchslabor Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) in Hamburg-Neugraben darf unter Auflagen Ende August wieder öffnen. Das Labor muss künftig genau nachweisen, wie es den Versuchstieren geht. Außerdem sollen die Kontrollen verschärft werden, wie die Justiz- und Verbraucherschutzbehörde mitteilte. Die Auflagen betreffen auch personelle Veränderungen und die Sachkunde des Personals.

Tierschützer wollen schwarze Liste erstellen

Die „Soko Tierschutz“, die nach eigenen Angaben die Missstände bei LPT im Oktober 2019 mit aufgedeckt hatte, sprach von einem Skandal. Der Verein will jetzt vor allem darauf aufmerksam machen, wer weiter mit LPT zusammenarbeitet. Dafür wollen die Tierschützer bundesweit Fragebögen an Unternehmen und Universitäten schicken und anhand der Antworten eine schwarze Liste erstellen, sagte Sprecher Friedrich Mülln NDR 90,3. Auch Firmen in Hamburg haben demnach in der Vergangenheit Studien bei LPT in Auftrag gegeben.

Labor war im Februar geschlossen worden

Dem Labor am Hauptsitz der Firma in Hamburg-Neugraben hatten die Behörden im Februar mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis entzogen, Tiere zu halten. Zuvor war bereits der LPT-Standort Mienenbüttel im Landkreis Harburg dicht gemacht worden. Dort hatte der Landkreis Mitte Januar die Erlaubnis zur Tierhaltung widerrufen. Tierschützer hatten im Oktober des vergangenen Jahres aufgedeckt, dass in dem Labor im Neu Wulmstorfer Ortsteil Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt wurden. Tausende Menschen waren daraufhin zu Demonstrationen gegen Tierversuche auf die Straße gegangen.

Feedback von Facebookern

Besser die machen die Versuche hier in Deutschland unter strengen Auflagen statt irgendwo in Timbuktu wo es null Gesetze zum Tierschutz gibt – so oder so werden diese Versuche an den Tieren durchgeführt.

Ich viel fast vom Stuhl – Tierversuche auf kosten der Menschen dürfen wir nicht Tolerieren.