Postbote und Paketboten

Hermes-Bote schleudert Lieferung auf Balkon – Paketdienst will reagieren

Ein Paketbote von Hermes wurde beim rücksichtslosen Umgang mit einem Paket gefilmt. Er hat es auf sehr ungewöhnliche Art beim Empfänger zugestellt.

Hermes-Paketbote bei rücksichtsloser Aktion gefilmt

Update vom 27. Januar 2019: Ein Hermes-Paketbote ist dabei gefilmt worden, wie er auf höchst ungewöhnliche Weise ein Paket zugestellt hat:  In dem Video ist zu sehen, wie der Bote die Lieferung mit einem beherzten Wurf auf einen Balkon wirft. Beziehungsweise es versucht, denn die ersten Versuche scheitern. Das Paket knallt zuerst gegen die Ballustrade, dann landet es auf dem Gehweg. Der dritte Versuch endet erfolgreich: Zustellung erfolgt. Das Video wurde ins Netz gestellt und sorgt seither für Aufregung. Zum einen bei Hermes, die inzwischen auf der Suche nach dem Paketboten sind: 

Unzufriedenheit mit DHL, Hermes und anderen Diensten – das bemängeln die Kunden

Die News vom 21. Januar 2019: Bonn – Verspätete Pakete, falsch zugestellte Briefe oder lange Wartezeiten am Schalter – immer mehr Bürger machen ihrem Ärger über die Deutsche Post und deren Wettbewerber Luft. Die Zahl der Beschwerden bei der Bundesnetzagentur habe sich in diesem Jahr auf 11.830 fast verdoppelt, teilte die Bonner Regulierungsbehörde am Freitag mit. 2017 waren es noch 6100 gewesen, 2016 nur rund 3900.

Die Kritik zielt vor allem auf den Marktführer Deutsche Post DHL, aber auch auf Konkurrenten wie die Paketdienstleister Hermes oder DPD. Die Bundesnetzagentur betonte, gemessen am Gesamtvolumen seien es allerdings noch relativ wenige Beschwerden. Es gebe zwar kein flächendeckendes Problem, aber regionale und zeitweilige Defizite. Zuvor hatte die Rheinische Post darüber berichtet.

Noch nie haben sich so viele Verbraucher bei der Bundesnetzagentur beschwert wie in diesem Jahr. „Dies zeigt, dass die Bundesnetzagentur als Ansprechpartner für Verbraucherfragen wahrgenommen wird“, sagte Behördenchef Jochen Homann. Und es ist auch ein Grund für den Anstieg: Inzwischen wissen mehr Bürger von der Möglichkeit zur Beschwerde. Früher hat sich manch einer also auch schon über falsch zugestellte Post geärgert, dies aber nicht gemeldet.

Hälfte der Beschwerden betrifft Briefe – lange Schlangen nerven ebenfalls

Die Hälfte der Beschwerden bezieht sich auf Briefe, ein Drittel auf Pakete. Beim Rest geht es etwa um lange Schlangen in Postfilialen oder um unpassende Öffnungszeiten. Im Paketgeschäft hat die Deutsche Post DHL etwa 44 Prozent des Gesamtmarktes in Deutschland, die übrigen Anteile entfallen auf Rivalen wie Hermes, DPD und GLS. Der Marktanteil entspricht in etwa auch dem Anteil an den Beschwerden.

Verbraucher können bei der Bundesnetzagentur auch Schlichtungsanträge einreichen – wenn etwa ein Produkt in einem Paket kaputt ankam. Die Behörde agiert dann als Schlichter zwischen Verbraucher und Postdienstleister. Die Zahl solcher Anträge stieg nur leicht, um 74 auf 1075. Allzu rosig sind die Erfolgsaussichten solcher Anträge nicht, weil sich viele Firmen den Schlichtungen verweigern.

Postnutzerverband sagt: „Zuverlässigkeit der Sendungen hat abgenommen“

Der Postnutzerverband DVPT (Deutscher Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation) ist nicht überrascht über den deutlichen Anstieg. „Die Qualität hat sich verschlechtert und die Zuverlässigkeit der Sendungen abgenommen“, sagte Vorstand Klaus Gettwart. Im internationalen Vergleich zählten die Post- und Paketdienste in Deutschland zu den besten, die Tendenz zeige aber nach unten.

So gebe es nun weniger Briefkästen mit immer früheren Leerungen sowie verkürzte Öffnungszeiten der Filialen. Im Paketbereich sei der Wettbewerbs- und Zeitdruck gestiegen, wodurch sich die Leistung verschlechtert habe – immer wieder landeten Pakete nicht dort, wo sie hin sollten. Gettwart moniert, dass die Deutsche Post die Schnelligkeit ihrer Briefsendungen selbst überwacht, anstatt dies unabhängigen Dritten zu überlassen. Im März will der DVPT eine unabhängige Laufzeitmessung von Geschäftsbriefen vornehmen, um die Schnelligkeit und Sicherheit der Sendungen selbst zu ermitteln.

Gewerkschaften kritisieren Arbeitgeber der Paketboten: „Würden die Zusteller besser bezahlt“…

Die Gewerkschaft Verdi sieht teils schlechte Arbeitsverhältnisse als einen Grund für den Anstieg der Beschwerden. Paketdienste wie Hermes, DPD und GLS arbeiten mit Subunternehmern zusammen, die laut Verdi nicht tarifgebunden sind. „Würden die Zusteller besser bezahlt und hätten einen geringeren Zeitdruck, würde sich die Qualität der Dienstleistung verbessern“, sagte die Gewerkschafterin Sigrun Rauch. Zuletzt hatte es auch Beschwerden wegen fragwürdigen Praktiken bei der Vergabe von langfristigen Arbeitsverträgen bei der Post gegeben.

Ein Sprecher der Deutschen Post DHL erklärte, man nehme die Beschwerden ernst. Zudem verwies er darauf, dass der Anteil am Gesamtvolumen noch immer sehr gering sei – 2017 habe man rund 20 Milliarden Pakete und Briefe ausgeliefert. Es könne auch zu Problemen kommen – etwa wegen kurzfristiger Erkrankungen, Witterungseinbrüchen oder menschlicher Fehler. Die Beschäftigten machten aber eine „überwiegend hervorragende Arbeit“.

Ein Hermes-Sprecher sagte, es gebe zwar auch in seinem Haus mehr Beschwerden. Aber das Paketvolumen sei noch deutlicher gestiegen. Der Anteil der Beschwerden sei also sehr gering geblieben. DPD teilte mit, die Empfänger der Pakete seien in der Regel sehr zufrieden.

Paketboom reißt nicht ab – genau wie der Ärger über DHL, Hermes und Co.

Unterdessen meldeten die Firmen eine Fortsetzung des Paketbooms – die Zahl der Online-Bestellungen steigt, zumal die Kunden wegen der guten Konjunktur im Schnitt mehr Geld in der Tasche haben.

Am vergangenen Dienstag habe die Deutsche Post DHL fast 11 Millionen Sendungen entgegengenommen – so viele wie nie zuvor an einem Tag. Im Weihnachtsgeschäft 2017 hatte der Tages-Spitzenwert noch bei 10,5 Millionen gelegen. Das Unternehmen rechnet damit, dass der Paketmarkt bis 2020 jährlich um etwa 5 bis 7 Prozent wächst. In den ersten neun Monaten 2018 waren bei der Deutschen Post DHL 1,047 Milliarden Pakete aufgegeben worden – ein Plus von 8,4 Prozent.

Die Wettbewerber Hermes und GLS gaben keine Deutschland-Zahlen bekannt, bestätigten aber ebenfalls ein kräftiges Wachstum. Beim Konkurrenten DPD lag das Mengenplus im Gesamtjahr 2018 nur bei 2 Prozent, für 2019 werden 3 Prozent erwartet.

Unlängst wurde sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Opfer von Mängeln bei der Paketzustellung – ein DHL-Paket kam bei ihm nicht an. Der Grund sorgte für Kopfschütteln.

Beschwerden über Willkür und Aggressivität

Während ein Großteil der Sendungen nach Auskunft des Unternehmens reibungslos bei den Empfängern ankommt, häuften sich zuletzt Fälle, in denen Boten die Auslieferung an einzelne Kunden eigenständig verweigerten und stattdessen falsche Daten ins System eintrugen, um ihr Vorgehen zu vertuschen.

Tiere

2018, 2019 ist das Jahr der Ferkelkastration
ohne Betäubung oder geht das schon länger ???

Das Tierschutzgesetz soll Tiere schützen. Leider gilt das bisher nicht für rund 20 Millionen männliche Ferkel, die in Deutschland jährlich betäubungslos kastriert werden. Der Grund, warum männliche Ferkel überhaupt kastriert werden, ist der für manche Menschen unangenehme Geruch und Geschmack („Ebergeruch“), den das Fleisch von Ebern bzw. unkastrierten männlichen Mastschweinen haben kann.

Die Hoden von Ebern produzieren männliche Geschlechtshormone und geschlechtsspezifische Ebergeruchsstoffe. Diese werden über das Blut in den ganzen Körper, auch in das Muskelfleisch, verteilt. Wird das Fleisch erhitzt, kann dies zu unangenehmen Geruchs- und Geschmacksveränderungen führen. Die ersten Praxisversuche zeigen, dass der Anteil der betroffenen Tiere bei ungefähr fünf Prozent der Jungeber liegt.

Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration verschoben

Das deutsche Tierschutzgesetz schreibt in Paragraph 5 vor, dass ein schmerzhafter Eingriff bei einem Wirbeltier nicht ohne Betäubung durchgeführt werden darf. Es lässt allerdings die Ausnahme zu, dass Ferkel bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden dürfen (Tierschutzgesetz, Paragraph 5, vierter Abschnitt „Eingriff an Tieren“). Nachdem das Tierschutzgesetz 2013 geändert wurde, war die betäubungslose Kastration nur noch bis 31.12.2018 erlaubt. Mit Mehrheit der Abgeordneten der CDU, CSU, SPD und der AfD wurde aber am 30.11.2018 im Deutschen Bundestag entschieden, die Qualen der betäubungslosen Ferkelkastration um weitere zwei Jahre zu verlängern. Dieser Beschluss ist Verrat an den Ferkeln und am Staatsziel Tierschutz – die Branche bewegt sich nicht und die Regierungskoalition verlängert daher einfach das Leid der Ferkel, weil nun die Zeit für Anpassungen im Ferkelsystem angeblich nicht mehr reicht.

Lokalanästhesie als „vierter“ Weg vom Tisch

Obwohl tierschutzgerechte und praktikable Alternativen seit Längerem zur Verfügung stehen und die Branche lange genug Zeit hatte, sich auf das Verbot einzustellen, hatte sie versucht, die Kastration unter Lokalanästhesie durchzudrücken. Immerhin konnten sie diese Lösung nicht durchsetzen. Aus Tierschutzsicht ist dieses Verfahren keine tierschutzgerechte Alternative zur Kastration ohne Betäubung. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Injektion von Lokalanästhetika einen zusätzlichen Stress- und Schmerzfaktor vor der Kastration darstellt und die Betäubung ungenügend ist, um den Kastrationsschmerz vollständig auszuschalten.

Alternativen sind verfügbar

Mit der Ebermast, der Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration) und der Kastration unter Vollnarkose und mit Schmerzmedikation gibt es drei Methoden, die bereits praxistauglich sind.

Für die Tiere wäre es das Beste, vollständig auf die Kastration zu verzichten, also unkastrierte Eber zu mästen. Eber haben zwar etwas höhere Ansprüche an Haltung und Management, die Ebermast ist aber die kostengünstigste und arbeitswirtschaftlichste Variante. Leider gibt es jedoch von Vermarktung und Lebensmitteleinzelhandel noch zu wenige Abnahmegerantien für die Landwirte.

Eine weitere Alternative, um auf die Kastration zu verzichten, ist die Impfung gegen Ebergeruch. Hierbei wird die Hormonproduktion der Eber nach dem Wirkprinzip einer Impfung unterdrückt. Die Methode wird bereits in vielen Ländern erfolgreich durchgeführt und ist mit einer zweimaligen Injektion unter die Haut im Vergleich zur Kastration eine sehr tierschonende Variante. Doch auch dieser Methode gegenüber herrscht in der deutschen Branche eine nicht nachvollziehbare Skepsis, weswegen sie bisher nur von wenigen Landwirten umgesetzt wird.

Aus Tierschutzsicht kann als Übergangslösung auch die chirurgische Kastration unter effektiver Vollnarkose und Schmerzmittelgabe eingesetzt werden. Gerade im Hinblick auf die noch bestehenden Vermarktungsschwierigkeiten bei den kastrationsfreien Alternativen ist dies eine wichtige Alternative. NEULAND-Betriebe kastrieren bereits seit 2008 alle männlichen Ferkel unter Vollnarkose mit dem Inhalationsgas Isofluran und mit begleitender Schmerzmittelgabe, welches ein effektives und tierschonendes Verfahren darstellt. Mittelfristig sollte aufgrund möglicher Nebenwirkungen und Wundheilungsstörungen jedoch komplett auf den chirurgischen Eingriff verzichtet werden.

Flüchtlinge

Uno warnt vor FremdenfeindlichkeitVenezolanische Flüchtlinge werden bedroht und angegriffen

Mehr als eine Million Venezolaner sind bislang vor wirtschaftlichem Elend und Machtkämpfen aus ihrem Heimatland geflohen. Jetzt stoßen sie zunehmend auf Ablehnung, beklagt die Uno

In Venezuela tobt ein Machtkampf zwischen dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó und Staatschef Nicolás Maduro, die wirtschaftliche Lage des Landes ist seit Langem desolat. Vor der politischen und ökonomischen Krise sind Hunderttausende geflohen, in den Nachbarländern schlägt ihnen nun offenbar verstärkt Hass entgegen.

Uno-Hilfsorganisationen haben Gewalt gegen venezolanische Flüchtlinge am Montag entschieden verurteilt. In den vergangenen Tagen seien Venezolaner in Nachbarländern teils bedroht und angegriffen worden. „Hass, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit sind extrem besorgniserregend“, sagte Eduardo Stein, Sonderbeauftragter des Flüchtlingshilfswerks UNHCR und der Organisation für Migration (IOM) für Migranten aus Venezuela.

Die desolate Lage in dem Land habe die größte Völkerbewegung der jüngeren Geschichte Lateinamerikas ausgelöst: Allein im vergangenen Jahr baten mehr als 230.000 Venezolaner im Ausland um Asyl. Eine Million Menschen leben zudem aufgrund anderer Vereinbarungen außerhalb ihres Heimatlandes, etwa mit vorübergehenden Aufenthaltsgenehmigungen oder Arbeitsvisa.

EU erhöht Druck auf Maduro

Bislang hätten die Nachbarstaaten große Solidarität gezeigt, sagte UNHCR-Sonderbeauftragter Stein. Er rief Medien und Nutzer sozialer Medien auf, negative Einstellungen anzuprangern und nicht noch zu verstärken. UNHCR und IOM seien im Einsatz, um Migranten sowie die Gemeinden, die sie aufnähmen, zu unterstützen. Misswirtschaft hat das erdölreiche Land in eine tiefe Krise gestürzt. Nach IOM-Angaben sind seit 2016 mehr als zwei Millionen Venezolaner geflüchtet.

Den Parlamentspräsidenten und selbst ernannten Staatschef Guaidó erkennen bislang die USA und einige Nachbarstaaten als Präsidenten an. Sie verlangen vom bisherigen Staatschef Maduro, er solle die Macht abgeben. Auch Deutschland hat sich inzwischen für einen geordneten demokratischen Übergang in Venezuela ausgesprochen, allerdings ohne formelle Anerkennung Guaidós. Die Bundesrepublik und weitere EU-Staaten haben Maduro eine Frist von acht Tagen gesetzt, um Neuwahlen auszurufen. Andernfalls wollen auch sie Guaidó anerkennen. Maduro wies das Ultimatum bei CNN Türk inzwischen als „Frechheit“ zurück.

Wichtig wird sein, auf welche Seite sich das Militär schlägt. Es hält zwar bislang Maduro die Treue. Jenseits der Generalität gibt es aber auch Sympathien für den Oppositionellen Guaidó. Der umwirbt das Militär, richtet sich dabei aber vor allem an einfache Soldaten. Auf Twitter veröffentlichte er das vom Parlament verabschiedete Amnestiegesetz, das Militärs Straffreiheit zusichert, wenn sie sich an der Wiederherstellung der demokratischen Ordnung beteiligen.

Definizium Records sagt das muss aufhören

Satire Sendungen wie die Heute Show oder gar Extra drei Präsentieren auf Satirische Art und Weise problematische Situationen wie Flüchtlinge und Ferkelkastration, Obdachlosigkeit und Politik. Aber anstelle immer zu Lachen und am Ende die Sache ernst zu nehmen, fällt es vielen schwer. Zeigt man ihnen Bilder von schlimmen Situationen, wie einem Ferkel was ohne Betäubung Kastriert wird oder gar Obdachlose den es Beschissen geht, ist man für einen Moment betroffen, denkt vielleicht auch ein wenig darüber nach, lässt es aber dennoch sehr schnell fallen, da es wichtigeres im Leben, wie den Job oder gar die eigene Familie ist, die Vor geht. An Weitergetragenden Informationen und verständniss mangelt es in der Bevölkerung, warum hat man keine Zeit dafür mehr.

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