Ich habe Recht – Darum sehen andere es nicht ein

Sie diskutieren mit den Kollegen über ein Thema, eine Entscheidung oder ein Problem – aus tiefster Überzeugung wissen Sie Ich habe Recht! Darüber können Sie sich jedoch nicht freuen, denn die anderen glauben Ihnen einfach nicht. Stattdessen kommen weitere Rechtfertigungen und Argumente, um deren Unrecht in vermeintlich besseres Licht zu rücken. Einfach frustrierend! Viele kennen das Problem, Recht zu haben, aber es nicht zu bekommen. Nur wie damit umgehen? Wir erklären, warum es nicht immer eindeutig ist, wer recht hat und was Sie tun können, um sich durchzusetzen, wenn Sie wissen Ich habe Recht…

Definizium Records sagt das muss aufhören

Satire Sendungen wie die Heute Show oder gar Extra drei Präsentieren auf Satirische Art und Weise problematische Situationen wie Flüchtlinge und Ferkelkastration, Obdachlosigkeit und Politik. Aber anstelle immer zu Lachen und am Ende die Sache ernst zu nehmen, fällt es vielen schwer. Zeigt man ihnen Bilder von schlimmen Situationen, wie einem Ferkel was ohne Betäubung Kastriert wird oder gar Obdachlose den es Beschissen geht, ist man für einen Moment betroffen, denkt vielleicht auch ein wenig darüber nach, lässt es aber dennoch sehr schnell fallen, da es wichtigeres im Leben, wie den Job oder gar die eigene Familie ist, die Vor geht. An Weitergetragenden Informationen und verständniss mangelt es in der Bevölkerung, warum hat man keine Zeit dafür mehr.

Tiere

2018, 2019 ist das Jahr der Ferkelkastration
ohne Betäubung oder geht das schon länger ???

Das Tierschutzgesetz soll Tiere schützen. Leider gilt das bisher nicht für rund 20 Millionen männliche Ferkel, die in Deutschland jährlich betäubungslos kastriert werden. Der Grund, warum männliche Ferkel überhaupt kastriert werden, ist der für manche Menschen unangenehme Geruch und Geschmack („Ebergeruch“), den das Fleisch von Ebern bzw. unkastrierten männlichen Mastschweinen haben kann.

Die Hoden von Ebern produzieren männliche Geschlechtshormone und geschlechtsspezifische Ebergeruchsstoffe. Diese werden über das Blut in den ganzen Körper, auch in das Muskelfleisch, verteilt. Wird das Fleisch erhitzt, kann dies zu unangenehmen Geruchs- und Geschmacksveränderungen führen. Die ersten Praxisversuche zeigen, dass der Anteil der betroffenen Tiere bei ungefähr fünf Prozent der Jungeber liegt.

Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration verschoben

Das deutsche Tierschutzgesetz schreibt in Paragraph 5 vor, dass ein schmerzhafter Eingriff bei einem Wirbeltier nicht ohne Betäubung durchgeführt werden darf. Es lässt allerdings die Ausnahme zu, dass Ferkel bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden dürfen (Tierschutzgesetz, Paragraph 5, vierter Abschnitt „Eingriff an Tieren“). Nachdem das Tierschutzgesetz 2013 geändert wurde, war die betäubungslose Kastration nur noch bis 31.12.2018 erlaubt. Mit Mehrheit der Abgeordneten der CDU, CSU, SPD und der AfD wurde aber am 30.11.2018 im Deutschen Bundestag entschieden, die Qualen der betäubungslosen Ferkelkastration um weitere zwei Jahre zu verlängern. Dieser Beschluss ist Verrat an den Ferkeln und am Staatsziel Tierschutz – die Branche bewegt sich nicht und die Regierungskoalition verlängert daher einfach das Leid der Ferkel, weil nun die Zeit für Anpassungen im Ferkelsystem angeblich nicht mehr reicht.

Lokalanästhesie als „vierter“ Weg vom Tisch

Obwohl tierschutzgerechte und praktikable Alternativen seit Längerem zur Verfügung stehen und die Branche lange genug Zeit hatte, sich auf das Verbot einzustellen, hatte sie versucht, die Kastration unter Lokalanästhesie durchzudrücken. Immerhin konnten sie diese Lösung nicht durchsetzen. Aus Tierschutzsicht ist dieses Verfahren keine tierschutzgerechte Alternative zur Kastration ohne Betäubung. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Injektion von Lokalanästhetika einen zusätzlichen Stress- und Schmerzfaktor vor der Kastration darstellt und die Betäubung ungenügend ist, um den Kastrationsschmerz vollständig auszuschalten.

Alternativen sind verfügbar

Mit der Ebermast, der Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration) und der Kastration unter Vollnarkose und mit Schmerzmedikation gibt es drei Methoden, die bereits praxistauglich sind.

Für die Tiere wäre es das Beste, vollständig auf die Kastration zu verzichten, also unkastrierte Eber zu mästen. Eber haben zwar etwas höhere Ansprüche an Haltung und Management, die Ebermast ist aber die kostengünstigste und arbeitswirtschaftlichste Variante. Leider gibt es jedoch von Vermarktung und Lebensmitteleinzelhandel noch zu wenige Abnahmegerantien für die Landwirte.

Eine weitere Alternative, um auf die Kastration zu verzichten, ist die Impfung gegen Ebergeruch. Hierbei wird die Hormonproduktion der Eber nach dem Wirkprinzip einer Impfung unterdrückt. Die Methode wird bereits in vielen Ländern erfolgreich durchgeführt und ist mit einer zweimaligen Injektion unter die Haut im Vergleich zur Kastration eine sehr tierschonende Variante. Doch auch dieser Methode gegenüber herrscht in der deutschen Branche eine nicht nachvollziehbare Skepsis, weswegen sie bisher nur von wenigen Landwirten umgesetzt wird.

Aus Tierschutzsicht kann als Übergangslösung auch die chirurgische Kastration unter effektiver Vollnarkose und Schmerzmittelgabe eingesetzt werden. Gerade im Hinblick auf die noch bestehenden Vermarktungsschwierigkeiten bei den kastrationsfreien Alternativen ist dies eine wichtige Alternative. NEULAND-Betriebe kastrieren bereits seit 2008 alle männlichen Ferkel unter Vollnarkose mit dem Inhalationsgas Isofluran und mit begleitender Schmerzmittelgabe, welches ein effektives und tierschonendes Verfahren darstellt. Mittelfristig sollte aufgrund möglicher Nebenwirkungen und Wundheilungsstörungen jedoch komplett auf den chirurgischen Eingriff verzichtet werden.

Flüchtlinge

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