Arabische Krieger berauschten sich mit Haschisch

Eines der größten Mysterien der arabischen Geschichte ist eine blutrünstige Guerilla, die ein Faible für Marihuana haben soll. Timing: Der erste Wendepunkt des Jahrtausends. Die frühen Nachfolgekriege des Islam sind in vollem Gange. Die arabische Welt hat sich gerade in Sunniten und Schiiten gespalten.

Dann tauchte eine dritte, kleinere Gruppe auf, ein rotes Tuch für etablierte, brutale Entschlossenheit und zu jedem Trick bereit: die Nizari. An einem Herbsttag im Jahr 1090 stand ihr Anführer Hassan Shabah mit dreihundert seiner Anhänger vor dem Tor der angeblich uneinnehmbaren Festung Alamut, dem „Eagle’s Nest“. Die legendären Partisanen hatten den Mut, die friedliche Kapitulation der Bewohner zu fordern. du lachst ihn aus.

Drei Tage später besetzte er das Schloss. Zwei Jahre später besitzt er Dutzende von Burgen zwischen Täbris und Damaskus, und er hat jetzt den Ruf eines Supersoldaten, um den sich Legenden und Horrorgeschichten ranken. Seine Nizari-Kämpfer werden von ihrem Gegner Hashishyyin abfällig als „Marihuana-Esser“ bezeichnet. Denn sie sollen sich vor jedem Kampf mit Marihuana berauschen. In den europäischen Geschichtsbüchern werden sie „Attentäter“ genannt. Hierher kommt das Wort Mord in der Romantik.

Cannabis in kleinen Kuchen mit Feigen, Ingwer und Honig

Cannabisprodukte waren in der Anfangszeit ein wichtiges Handelsgut im Osten. Mekka ist die Handelsstadt des modernen Saudi-Arabiens und bildet die Kreuzung zweier alter Handelsrouten. Diese „Gewürzroute“ führt von Ost nach West mit Parfums, Farbstoffen, Elfenbein und Haschisch aus Indien spätestens seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. über Muscat, die Hauptstadt des heutigen Sultanats Oman. Haschisch bedeutet auf Arabisch Gras. Damals wurde nicht geraucht. Stattdessen ist die häufigste Zubereitungsform ein kleiner Kuchen, der Majun, gebacken mit Hanfknospen, gehackten Datteln, getrockneten Feigen, Ingwer, Honig und Zimt.

Im Gegensatz zu Alkohol (ein zeremonielles Getränk für Christen und Juden) verboten die muslimischen Herrscher vereinter Stämme ab dem siebten Jahrhundert Marihuana nicht. Damit lassen sich gute Geschäfte machen, im Jemen zum Beispiel boomt Cannabis. In aufbereiteter Form ist es wertvoll und leicht zu transportieren. Die als „Duftstraße“ bekannte Nord-Süd-Handelsroute führte durch Mekka nach Europa.