Auslese und Züchtung der verschiedenen Sorten von Hanf und Flachs

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Kultivierter Flachs kann nicht wild wachsen, dagegen werden heute noch gelegentlich wilde oder verwilderte Formen von Hanf an nährstoffreichen, brachliegenden Standorten gefunden, und schon im Jahr 1788 berichtete der Kameralist Johann Samuel Halle aus dem nördlichen Deutschland von wildem Hanf, der an Wegrändern wuchs.

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Auf «sehr thätigen» Böden, also besonders fruchtbaren Böden, konnte meist die gewünschte Feinheit des Flachses nicht erzielt werden,weil die Pflanze «zu stark wird»

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Heute werden dagegen leichte, gutdurchlüftete Böden empfohlen, und die Flachssorten sind relativ unempfindlichauf Trockenheit. Je nach Sortenwahl brauchte der angebaute Flachs 9–14 Wochen bis zurReife. Die Sorte «Sonnenlein» war in 9–10 Wochen schon zur Ernte reif, während die Vegetationszeit von «Dreschlein» Schliesslein) 4–5 Wochen längerdauerte.

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Den gleichen Autoren zufolge lieferte Sonnenlein die bessere Faserqualität als Dreschlein, dafür reagierte letzterer weniger empfindlich auf ungünstige Witterung und konnte auch «in den Gegenden, die sich für den Flachsbau weniger eignen» noch angebaut werden. Die Kapseln des Sonnenleins (vermutlich Springlein) sprangen beim Dörren von selbst auf, dafür war der Leinsamenertrag beim Dreschlein, der einen zusätzlichen Arbeitsgangerforderte, durchschnittlich etwas höher.

Für den Anbau von Hanf (Cannabis sativa L.) eigneten sich Flusstäler und Bachniederungen mit nährstoffreichen Böden besonders gut. Bei eher sandigen Böden musste mit vermehrter Düngung nachgeholfen werden, und zudem bevorzugte Hanf kalkreiche Böden.

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Hanf benötigte mehr Sonnenwärme und im Durchschnitt eine etwas längere Vegetationszeit als Flachs. Gleichermassen schädigte zuviel Dünger die Faserqualität, «man bekommt Hanf-Stengel so dik als ein Stuhl-Bein» Als der beste Dünger für das Hanfland wurde der Dung von Tauben und Schweinen nebst Russ und Asche empfohlen. In der hier zitierten, gedruckten Anbauempfehlung aus dem Jahr 1770 hieß es außerdem, dass «der schönste» und mit «bestem Erfolg» gepflanzte Hanf «in unserm Land» im zürcherischen Weinland wuchs. Nach etwa 10 Wochen konnte der früher reife, pollenproduzierende, männliche Hanf (auch Fimmel, Femel, Hanfhenne, Sommerhanf, tauber Hanf genannt) ausgerauft, das heisst mitsamt der Wurzel ausgezogen werden.

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Die weibliche Hanfpflanze (auch Mäschel, Hanfhahn, Späthanf) konnte bis zur vollständigen Samenreife erst ungefähr vier Wochen später geerntet werden. Um das Ausziehen des Hanfs zu erleichtern, wurden die Äcker meist lang und schmal angelegt.