Das Betäubungsmittelrezept, kurz BtM-Rezept, ist ein spezielles Formular, das der Verschreibung von Betäubungsmitteln dient. Die Bundesopiumstelle für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)stellt Betäubungsmittelrezepte, nach Antrag, für berechtigte Ärzte und Ärztinnen aus. Um eine eindeutige Zuordnung zum verschreibenden Arzt zu gewährleisten, ist jedes Betäubungsmittelrezept mit einer individuellen Codierzeile versehen. Diese setzt sich aus einer Rezeptnummer, einem technischen Datum, sowie einer personengebundenen und für den ausgabeberechtigten Arzt erstellten BtM-Nummer zusammen.

Informationen zum BtM-Rezept

Im Unterschied zu herkömmlichen Kassenrezepten besteht ein Betäubungsmittelrezept aus drei Teilen:

  • Teil I (Durchschlag) muss zur Dokumentation in der abgebenden Apotheke bleiben und für drei Jahre ab Abgabedatum aufbewahrt werden.
  • Teil II (Deckblatt) ist, wie gewöhnliche Rezepte, für die Abrechnung mit dem Kostenträger/der Krankenkasse bestimmt.
  • Teil III (zweiter Durchschlag) muss der verschreibende Arzt in ausgefüllter Form zur Dokumentation für drei Jahre ab Ausstellungsdatum aufbewahren.

Betäubungsmittelrezepte dienen der Verschreibung von Betäubungsmitteln, wie cannabinoiden Arzneimitteln, Morphin, Fentanyl und anderen. Es dürfen lediglich die in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes gelisteten Stoffe in Form von Fertigarzneimitteln zu therapeutischen und diagnostischen Zwecken verschrieben werden. Betäubungsmittelrezepte werden durch berechtigte Ärzte sowohl an Menschen als auch an Tiere und für den Sprechstundenbedarf abgegeben.

Jedes Betäubungsmittelrezept muss mit Abgabemenge und Dosierungshinweis für die entsprechende Substanz versehen sein. Die Kennzeichnung der Packungsgröße ist nicht ausreichend. Außerdem muss der verschreibende Arzt das Betäubungsmittelrezept persönlich unterschreiben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rezepten ist die ungekürzte Unterschrift zwingend. Grundsätzlich ist ein Betäubungsmittelrezept auf eine Gültigkeitsdauer von sieben Tagen ab Ausstellungsdatum beschränkt.

Unterschied zum Betäubungsmittelanforderungsschein

BtM-Anforderungsscheine werden für den stationären Bedarf und Gebrauch ausgestellt. Weiterhin werden sie auch für Rettungsdienste, den Notfallvorrat in Hospizen und für die ambulante Palliativversorgung vergeben. Sie unterscheiden sich zum Betäubungsmittelrezept also hinsichtlich der Bedarfsgruppen.

Das ärztliche Leitungspersonal eines Krankenhauses fordert die BtM-Anforderungsscheine an. Anschließend können sie von Patienten in krankenhauseigenen oder krankenhausversorgenden Apotheken eingelöst werden.

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