Cannabis und Führerschein

Ohne Legalisierung Cannabis und Führerschein

Der Führerscheinentzug ist mittlerweile für viele Cannabiskonsumenten eine größere Gefahr als die Strafverfolgung. Auch wer nicht berauscht am Straßenverkehr teilgenommen hat, läuft Gefahr, den Führerschein zu verlieren.

Der langfristige Verlust des Führerscheins zerstört Existenzen und Steuerzahler werden zu Sozialhilfeempfängern gemacht – auch wenn keine Verkehrsgefährdung vorgelegen hat!

Dadurch wird nicht die Gefährdung der Verkehrssicherheit bestraft, sondern der reine Cannabiskonsum.

Rechtliches

Dieser Verdacht gilt grundsätzlich auch für Fahrerlaubnisinhaber, die Cannabis aus medizinischen Gründen nach der geänderten Gesetzeslage seit dem 10.03.2017 auf ärztliches Rezept konsumieren können.

Grundsätzlich gilt, dass Fahrerlaubnisinhaber, die Cannabis konsumiert haben oder konsumieren, gegenüber Konsumenten alkoholischer Getränke deutlich benachteiligt sind. Ein besonders hohes Maß an Rechtsunsicherheit besteht insbesondere im Bereich des Fahreignungsrechts auf Grundlage der Fahrerlaubnisverordnung, wenn es um Fahrerlaubnisinhaber geht, die Cannabis aus medizinischen Zwecken konsumieren.

Mit der Legalisierung Cannabis und Führerschein

Die Toleranzgrenze für den Cannabiskonsum im Straßenverkehr liegt derzeit bei 1,0 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum. Null wäre nicht möglich, da die Person dann klinisch tot wäre.

Zudem ist der Konsum von Cannabis im Urin noch mehrere Wochen nachweisbar. Um den Führerschein zu bekommen ist es aber wichtig, dauerhaft drogenfrei zu sein. Wenn du deinen Führerschein schon hast, gilt natürlich das Gleiche.

Wer seinen Führerschein schon hat und mit Drogen erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe und dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Den Führerschein gibt es dann nur über die bereits beschriebene MPU zurück. Außerdem verlängert sich die Probezeit um zwei Jahre. Denke also daran, dass man den Führerschein auch ganz ohne Verkehrskontrolle verlieren kann – oder ihn gar nicht erst machen darf.

Schätzungen zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, in einen Autounfall verwickelt zu werden, 1,5 bis 2-mal so groß, wenn die Fahrerin oder der Fahrer vor kurzem Cannabis konsumiert hat. Doch nicht nur hinterm Steuer kann es brenzlig werden, auch Zweiradfahrer setzen sich und anderen Gefahren aus, wenn sie nach dem Kiffen am Straßenverkehr teilnehmen.

Wie es laut StVO dann geregelt wird könnte

Der allgemeine Besitz steht dann nicht mehr unter Strafe – genauso wie man jetzt einen Kasten Bier im Auto transportieren kann.

Die Gremien des Führerscheintags sind sich einig: der Grenzwert für Cannabis im Blut, der zu einem Verstoss gegen die Straßenverkehrsordnung führt, ist bisher viel zu niedrig angesetzt. Im Falle einer umfassenden Reform kann auch der Grenzwert angehoben werden. Die Grenzwertkommission des Führerscheintages dokumentierte einen Grenzwerk von 5ng/ml.