Polizei im Dauereinsatz Silvester 2019

Berlin –

Nach der Party kommt das Erwachen – und zwar im Jahr 2020. Mit großem Feuerwerk und viel Knallerei hat die Hauptstadt den Jahreswechsel gefeiert. Hunderttausende Gäste kamen nach Angaben der Veranstalter zu Deutschlands größter Silvesterparty vor dem Brandenburger Tor.

Neben der großen Sause im Herzen der Stadt standen in diesem Jahr auch die neu eingerichteten Böller-Verbotszonen am Alexanderplatz und in Schöneberg rund um die Pallasstraße im Fokus der Polizei. Polizeisprecher Thilo Cablitz zog auch nach Mitternacht eine positive Bilanz für die beiden Bereiche. „Unsere Maßnahmen haben da gegriffen.“

Das Berliner Unfallkrankenhaus hat in der Silvesternacht 15 Menschen mit schweren Verletzungen durch Böller oder Raketen behandelt. Dazu zählten in mehreren Fällen schwerste Verbrennungen, wie eine Kliniksprecherin am Neujahrsmorgen sagte. Mehrfach waren durch Explosionen Finger abgetrennt worden, in einem Fall die ganze Hand. Unter den Schwerverletzten waren auch vier Kinder unter zehn Jahren. Alle Operationssäle des Unfallkrankenhauses waren den Angaben zufolge belegt. Insgesamt 13 der 15 Schwerverletzten wurden noch in der Nacht operiert. Vor allem die Hand-, die plastischen und die Unfallchirurgen seien rund um die Uhr beschäftigt gewesen, so die Sprecherin. Das Krankenhaus erwarte an Neujahr noch einmal etwa die gleiche Anzahl an Verletzten. Es sei zu befürchten, dass viele noch nicht gezündete Feuerwerkskörper eingesammelt werden und dann explodieren. Das Risiko sei in diesem Jahr höher als sonst, weil es nicht geregnet habe, warnte die Sprecherin. Außerdem sei damit zu rechnen, dass viele, die in der Nacht verletzt wurden, erst im Lauf des Tages in die Klinik kämen.

Auch auf der Autobahn 100 warfen Unbekannte mit Böllern. „Zwischen Oberlandstraße und Tempelhofer Damm befinden sich Personen an/auf der Autobahn“, twitterte die Polizei am Abend. In Neukölln schossen junge Männer schwere Böller mit einer Steinschleuder quer über die befahrene Sonnenallee. Andere feuerten mit Schreckschusspistolen in die Luft.

Mehr als 1500 Einsätze der Berliner Feuerwehr in der Neujahrsnacht

Die Berliner Feuerwehr ist in der Silvesternacht 1523 Mal im Einsatz gewesen. Das war deutlich häufiger als im Jahr zuvor mit 1385 Einsätzen. Zwischen 19.00 und 6.00 Uhr wurden die Feuerwehrleute allein 617 Mal zu Bränden gerufen, wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen auf Twitter mitteilte. Auch diese Zahl lag deutlich höher als in der Silvesternacht 2018/19 mit 432 Bränden. Rettungskräfte halfen in 940 Fällen, 894 waren es im Jahr davor. Hinzu kamen 100 sonstige Einsätze. Laut Feuerwehr gab es 24 Übergriffe auf Einsatzkräfte, das waren weniger als Silvester vor einem Jahr, als 49 Übergriffe gezählt wurden.

In Moabit wurde eine Frau durch einen Feuerwerkskörper im Gesicht verletzt. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, hörte die Frau nichts mehr und erlitt leichte Verbrennungen. In Mariendorf wurden laut Polizei außerdem Rettungsdienstmitarbeiter mit Böllern beworfen.

Zuvor waren bereits Angriffe auf Feuerwehrleute in Kreuzberg gemeldet worden. Hier wurde auch ein Bus der BVG beschossen – eine Frontscheibe wurde dabei demoliert. Im Wedding sprühten mehrere Menschen Reizgas auf der Straße, in Neukölln wurden Mülltonnen und brennende Autoreifen auf die Straße geworfen. Die ganze Nacht über wurde die Polizei in der Hauptstadt zu etlichen Einsätzen wegen Böllerwürfen, Körperverletzungen und anderen Straftaten gerufen.

Flucht in den Tod

Der Silvester-Horror für die Tiere

Seit Tagen wird über die ausufernde Böllerei an Silvester disktutiert, nach Ausschreitungen in den vergangenen Jahren gibt es dieses Jahr mehrere Verbotszonen, in denen das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu Festnahmen durch die Polizei führen kann. Für Haus-, Wild- und Zootiere sind diese ortsgebundenen Verbote jedoch völlig nutzlos. Für sie ist die Silvesternacht die schlimmste Nacht des Jahres. Und endet oftmals tödlich.

„Vögel zeigen panische Reaktionen, werden von ihren Schlafplätzen aufgescheucht und unter Umständen bis zu 14 Tage lang vertrieben“, heißt es beim Berliner Naturschutzbund NABU. So würden „Vögel, die vom Feuerwerk aufgeschreckt werden, bis zu 1000 Meter hoch fliegen, während sie sonst nur selten Höhen über 100 Meter erreichen“. Dabei verlieren die Tiere „Energie, die sie im Winter dringend benötigen“. Und die sie im Winter nur schwer wieder auffüllen können.

„Gerade im Winter müssen unsere heimischen Wildtiere gut mit ihren Kräften haushalten, da sie nur begrenzte Energie- und Nahrungsreserven zur Verfügung haben“, heißt es bei der Tierschutz-Oragnisation PETA. Und weiter: „Ein hoher Energieverlust durch Störungen oder panisches Flüchten kann lebensbedrohliche Folgen haben.“ Die Tiere verhungern schlichtweg. Zudem werden nach NABU-Angaben „auch Familienverbände durch die Flucht auseinander gerissen. Manche Vögel kehren nie wieder an ihre Schlafplätze zurück“.

Verbrennungen und Schockzustände

Zudem verlieren viele Vögel auf der Flucht vor den für sie lebensgefährlichen Feuerwerkskörpern aufgrund des Stresses, der vielen Lichtblitze und den Rauchschwaden die Orientierung und fliegen gegen Häuser, Kirchtürme oder Masten. Nicht selten werden die Tiere dabei so schwer verletzt, dass sie zu Boden stürzen und hier qualvoll verenden.

Auch für Säugetiere wie Fuchs, Igel oder Biber ist die Silvesterknallerei der Horror. Regelmäßig würden an Neujahr „tote und verletzte Tiere gefunden, so zum Beispiel ein Biber in Königs Wusterhausen, der nach einer heftigen, durch einen Knallkörper verursachten, Druckwelle ertrunken ist“, so der NABU. Zudem würden nach Silvester immer wieder „Verbrennungen, Schockzustände, geschädigte Hörorgane und andere Verletzungen“ bei Tieren festgestellt.

„Wie Ausbruch eines Weltkrieges“

„Für die Tiere ist ein Feuerwerk wie der vermeintliche Ausbruch eines Weltkrieges“, der Zeitung Kreisbote. Wie der Hund, der sich im letzten Eck verschanzen und abwarteen würde, bis der Krach vorbei ist, würden sich beispielsweise Rehe geeignete Verstecke suchen. Eine Suche, die kostbare und überlebenswichtige Energie kostet. „Das macht das Überleben für die Tiere schwierig“, sagt Pöllmann. Hinzu komme noch, dass die Futtersuche für Wildtiere im Winter deutlich schwieriger sei.

Der Tierarzt und zugleich Direktor des Landauer Zoos, Dr. Jens-Ove Heckel, warnte bereits in der Vergangenheit davor, dass die Silvesternacht für Wildtiere „das reinste Horrorkabinett“ sei. Er und sein Team sehen „Silvester jedes Jahr mit Schrecken entgegen“. Er sei jedes Mal „froh und erleichtert“, wenn er am Neujahrsmorgen in den Zoo komme und kein Tier Schaden genommen habe.

Berlins Zoo-Direktor: Böllergeld sinnvoller investieren

Auch der Berliner Zoo teilte mit, dass „Giraffen, Elefanten und Co. keine Freunde des lauten Silvester-Brauchs“ seien. Der Großteil der Tiere verbringe zwar die Silvesternacht gut geschützt in seinen vertrauten Stallungen, doch wenn rund um den Zoo und den Tierpark lautstark gefeiert werde, würden auch sie nicht verschont bleiben. Gerade die Knallkörper, die schon vor der erlaubten Uhrzeit gezündet werden, registrieren die Tiere nach Zoo-Angaben. Antilopen und Giraffen zucken bei besonders lauten Böllern regelrecht zusammen.

Daher würden „die Mitarbeiter von Zoo und Tierpark auch in der diesjährigen Silvesternacht wieder ganz besonders aufmerksam auf ihre Schützlinge achten.“

„Ich möchte an all die feiernden Menschen in der Stadt appellieren, auf sich und ihre Umwelt Acht zu geben. So können alle Bewohner dieser Stadt – ob Mensch, ob Tier – entspannt in das neue Jahr rutschen“, so Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Er appelliert an die Berliner: „Investieren Sie Ihr Geld lieber sinnvoller. Auch das Haustier Ihres Nachbarn wird es Ihnen danken.“ 

Abgebranntes Affenhaus im Krefelder Zoo

Krefeld In der Silvesternacht ist das Affenhaus im Krefelder Zoo abgebrannt, mehr als 30 Tiere starben dabei. Zwei Schimpansen überlebten jedoch „wie durch ein Wunder“.

Ein vermeintliches Glückssymbol hat nach jetzigem Stand der Ermittlungen für den „schwärzesten Tag in der Geschichte des Krefelders Zoos“ gesorgt. Ein oder mehrere Himmelslaternen sollen kurz nach Mitternacht das Feuer im Affenhaus des Zoos verursacht haben. Das erklärten die Brandermittler am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Nach Angaben des Zoos starben bei dem Unglück mehr als 30 Tiere. Die Feuerwehrleute entdeckten während der Löscharbeiten zwei Schimpansen, die leicht verletzt gerettet werden konnten. Zur Höhe des Schadens konnten noch keine Angaben gemacht werden, der Neubau eines Affenhauses erfordere einen zweistelligen Millionenbetrag, sagte Zoo-Direktor Wolfgang Dreßen.

Die Feuerwehr war kurz nach Mitternacht alarmiert worden und laut Einsatzleiter fünf Minuten später am Zoo. Zu diesem Zeitpunkt habe das Haus bereits komplett gebrannt, die Rettungskräfte gingen davon aus, dass kein Tier das Feuer überleben werde. Parallel zu den Löscharbeiten sicherten sie die benachbarten Gebäude, den Gorilla-Garten und das Känguru-Gehege. Als sie während des Einsatzes Tiergeräusche hörten, entschieden die Rettungskräfte in das stark einsturzgefährdete Gebäude zu gehen. Dort entdeckten sie die Schimpansen. Die beiden Menschenaffen wurde narkotisiert und in ein anderes Gehege gebracht.

Die Kriminalpolizei ging am Mittwoch mit großer Sicherheit davon aus, dass so genannte Himmelslaternen das Feuer ausgelöst haben. Augenzeugen hatten berichtet, die Flugkörper gesehen und beobachtet zu haben, dass mindestens eine dieser Fackeln auf dem Dach des Affenhauses gelandet war. Himmelslaternen sind Zylinder aus weißem Seidenpapier, die mit einer Kerze oder einer Brennpaste steigen gelassen werden können und auf die man traditionell gute Wünsche schreibt. Himmelslaternen sind verboten, laut der Ermittler aber übers Internet bestellbar.

Die Polizei geht davon aus, dass diese Leuchtkörper auf Krefelder Stadtgebiet gestartet worden sind. Sie bittet Zeugen, sich unter Telefon 02151 6340 oder per E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de zu melden. Außerdem appelliert sie an diejenigen, die die Laternen gestartet haben, sich an die Polizei zu wenden. Diesem Aufruf wurde offenbar Folge geleistet, denn am Nachmittag meldeten sich mehrere Personen, die als mögliche Verursacher des Brandes in Betracht kommen. Die Ergebnisse der Untersuchung werden für Donnerstag erwartet.

Ironie einer Katze

Wilde Katzen sind die Gefahr Nummer eins – und sie sind überall

Mit den europäischen Einwanderern kamen einst auch Tiere nach Australien. Insbesondere Katzen haben den heimischen Arten grossen Schaden zugefügt. Bis 2020 sollen nun zwei Millionen von ihnen sterben.

Auf ihren Schiffen brachten die europäischen Siedler im 18. Jahrhundert zahlreiche Tiere mit: Schweine, Pferde, Hasen, Füchse und Katzen. Letztere trugen nach Angaben des Umweltministeriums dazu bei, dass 27 Säugetierarten ausstarben und weitere 124 Spezies bedroht sind.

Nach Ankunft der ersten Siedler im Jahr 1788 gingen dem Kontinent 34 einheimische Arten für immer verloren – das sei die höchste Rate weltweit, sagt die Wissenschafterin Sarah Legge von der Australian National University in Canberra.

Hundert gefährdete Arten

Neben den etwa 3,9 Millionen Hauskatzen leben 2 bis 6,3 Millionen verwilderte Katzen auf dem Kontinent. 2015 zog die australische Regierung die Notbremse. Sie erklärte wilde Katzen zu einer Plage und ergriff drastische Massnahmen: Bis 2020 sollen 2 Millionen wildlebender Katzen getötet werden. Das Ziel: mehr als hundert bereits gefährlich dezimierte und nur in Australien vorkommende Arten vor dem Aussterben zu retten, darunter Vögel, Frösche, Grashüpfer, Schildkröten, Käfer und Krustentiere. Seitdem rücken den ungeliebten Vierbeinern Rangers in den Nationalparks mit Giftködern und Fallen zu Leibe, während Jäger oder Farmer auf ihrem eigenen Land zum Gewehr greifen.

«Wilde Katzen sind die Gefahr Nummer eins – und sie sind überall», sagt Andrew Cox, Mitglied der staatlich geleiteten Arbeitsgruppe National Feral Cats Taskforce, die die Massnahmen gegen die Katzen leitet. «Wenn man die Katzen nicht kontrolliert, wird man alle kleinen und mittelgrossen australischen Säugetiere verlieren.»

Eine Million tote Vögel täglich

Mehr als eine Million heimischer Vögel fallen pro Tag Katzen zum Opfer, wie eine im Fachmagazin «Biological Conservation» 2017 veröffentliche Studie herausfand. «Bei Reptilien ist die Zahl noch höher – rund 650 Millionen sterben pro Jahr durch Katzen», sagt Legge.

Diese Zahlen basieren auf einer Studie, die das Magazin «Wildlife Research» 2018 veröffentlichte. Dafür hatten Forscher die Nahrung von 10 000 Katzen landesweit untersucht. Im Magen eines einzigen Tieres fanden sie dabei die Rekordzahl von 40 Eidechsen. In einem jüngst erschienenen Buch bilanziert Mitautorin Legge die Zahl der von Haus- und wildlebenden Katzen getöteten Reptilien, Vögel und Säuger auf jährlich 2 Milliarden.

Dabei treten Katzen nicht nur als Raubtiere auf, die ihre Opfer fressen, wie Legge weiss. Als Wirtstiere für Parasiten verbreiten sie auch Krankheiten wie etwa die Toxoplasmose. Und sie selbst haben Down Under nicht viele natürliche Feinde – lediglich Dingos, Füchse und Keilschwanzadler.

Nachdem die ersten Siedler Ende des 18. Jahrhunderts in Australien angekommen waren, verbreiteten sich die Katzen binnen hundert Jahren fast auf dem ganzen Kontinent. Zu ihren Opfern gehören heimische Arten wie Kaninchenratten oder Hüpfmäuse, die mittlerweile ausgestorben sind. Auch der Schweinsfuss-Nasenbeutler ging dem fünften Kontinent für immer verloren.

Tierschützer haben ein Einsehen

Seit die Jagd auf wilde Katzen eröffnet wurde, hat Australiens Regierung nur einmal eine Zwischenbilanz veröffentlicht. Danach wurden im Jahr 2016, dem ersten Jahr der Offensive, geschätzte 211 000 der Tiere getötet.

Widerstand gegen die Aktion gibt es selbst von Tierschützern wenig. Die Tierrechtsorganisation Peta sehe die Notwendigkeit, die Population der verwilderten Katzen zu steuern, sagte Sprecherin Aleesha Naxakis.

Die Methoden sollten allerdings sorgfältig gewählt werden. «Ob Katze oder Känguru – alle Tiere haben den gleichen Wunsch, ohne Schmerzen zu leben und zu sein. Wir schulden es ihnen, humane Lösungen zu finden, um ihre Zahl zu reduzieren.» Sie plädiert für Sterilisierungskampagnen als wirksame Lösung.

50 Tiere aus Horror-Zoo in Gaza gerettet

4. Dezember 2019 Tierleid im Gazastreifen hat ein Ende

Danke an RTL und 4 Pfoten für die mitbericht Erstattung Live vor Ort und die Rettung der Tiere.

RTL hat die Rettungsmission im Gazastreifen begleitet

Der marode Zoo von Rafah im Gazastreifen machte schon häufiger Schlagzeilen: Erst erfroren dort Löwen-Welpen, dann wurde eine Löwin verstümmelt. Die Tierschutz-Organisation „Vier Pfoten“ hat die Tiere jetzt dort rausgeholt. Eine heikle Mission im Pulverfass Nahost – und die musste wegen der anhaltenden Unruhen auch mehrmals verschoben werden. RTL Nahost-Korrespondentin Raschel Blufarb war dabei. Die dramatischen Bilder der Rettungsaktion zeigen wir im Video.

Tierschützer kümmern sich um die Tiere im Zoo von Rafah

Das jahrelange Leiden der Tiere hat nun ein Ende. Der Besitzer des Zoos von Rafah und die Behörden haben nach zähen Verhandlungen endlich eingewilligt, die Tiere an „Vier Pfoten“ zu übergeben. RTL-Reporterin Raschel Blufarb hat die Mission der Tierschützer begleitet: „Es stinkt hier wirklich unerträglich, es sind heute 30 Grad. Es fehlt das Geld für alles: Die Käfige werden nicht sauber gemacht und vor allen Dingen gibt es keine Nahrung und keine Medizin.“

Jetzt war ein Team über mehrere Tage vor Ort, um die verwahrlosten Tiere zu untersuchen und in ihre Transportkäfige zu verladen. „Es ist keine leichte Aufgabe hier für die Crew von vier Pfoten. Hier wird die ganze Nacht gearbeitet. Die ersten Löwen sind betäubt worden, jetzt werden die Kisten noch beschriftet und um vier Uhr in der Früh geht’s weiter“, so Blufarb aus dem Zoo von Rafah.

Den Tieren steht jetzt ein langer Weg bevor: Sie werden mit Lastwagen rund 300 Kilometer von Gaza über Israel nach Jordanien gebracht.

„Der schlimmste Zoo der Welt“

Der mit 20 Jahren älteste Zoo im Gazastreifen an der Grenze zu Ägypten ist berüchtigt: 50 Tiere lebten hier auf viel zu engem Raum, darunter Löwen, eine Hyäne, Affen, Wölfe, Stachelschweine, Füchse, Hunde und Katzen. Der Besitzer hatte kein Geld für Futter oder Impfungen, viele Tiere starben schon bei Raketenangriffen und Kriegsgefechten.

„Die meisten Tiere sind traumatisiert. Besonders in den letzten Tagen, wo hier Granaten explodiert sind“, sagt Amir Khalil, Tierarzt und Leiter der Mission.

Feuerwehrleute sterben bei Löscharbeiten

Stand: 20.12.2019

Noch immer kämpfen die Einsatzkräfte in Australien gegen die Buschfeuer, extreme Hitze erschwert ihnen die Arbeit. Zwei Feuerwehrmänner kamen ums Leben. Unterdessen wächst die Kritik am australischen Premier Morrison.

Beim Kampf gegen die verheerenden Buschfeuer in Australien sind zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Die beiden waren nahe der Stadt Buxton mit ihrem Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt, wie die Feuerwehr im betroffenen Bundesstaat New South Wales (RFS) mitteilte.

Mindestens acht Tote

Bei dem Unfall seien drei weitere Einsatzkräfte verletzt worden. Damit stieg die Zahl der Opfer, die im Zusammenhang mit den seit Oktober wütenden Bränden ums Leben kamen, auf mindestens acht.

Die Feuerwehrleute waren auf dem Weg zu einem Brand, der rund 90 Kilometer südwestlich der Metropole Sydney außer Kontrolle geraten war. Dort kämpften Einsatzkräfte gegen 60 Meter hohe Feuerfronten. Der Sauerstoff in der Luft sei knapp geworden, so die Feuerwehr. Dazu seien Böen mit Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern gekommen.

Am Donnerstag hatte der bevölkerungsreichste Bundesstaat New South Wales an der Ostküste einen siebentägigen Notstand ausgerufen. Mehr als 1700 Feuerwehrleute kämpfen gegen rund 100 Brände. Erschwert wird der Kampf gegen die Flammen durch Rekordhitze und eine große Trockenheit.

Australien leidet seit etwa zwei bis drei Jahren unter starker Dürre, die ausgetrocknete Vegetation entzündet sich also besonders leicht. In den vergangenen Tagen wurden Temperaturen bis zu 42 Grad gemessen. Auch in den kommenden Tagen werden Rekordwerte erwartet.

Premierminister Morrison sorgt für Ärger

Unterdessen gerät der australische Premierminister Scott Morrison immer mehr unter Druck. So entschuldigte sich Morrison für eine Reise auf die Insel Hawaii, zu der er in der vergangenen Woche aufgebrochen war. „Ich bedauere zutiefst, dass der Urlaub mit meiner Familie in dieser Zeit bei vielen von den schrecklichen Buschfeuern betroffenen Australiern Ärger verursacht hat“, teilte er mit. Er werde nun so schnell wie möglich nach Sydney zurückreisen. Seine Frau und seine beiden Töchter würden auf Hawaii bleiben.

Seit Oktober haben Buschbrände in Australien nach Angaben der Behörden mehrere Millionen Hektar Land vernichtet. Mehr als 1000 Häuser wurden zerstört. Ein besonders bedrohliches Großfeuer ist auf etwa 70 Kilometer an Sydney herangerückt. In der Millionenmetropole leiden die Menschen unter den Rauchschwaden.

Australien steht in Flammen

Australien brennt

Seit Wochen wüten Feuer im Osten Australiens, Millionen Hektar Land sind verbrannt. Einsatzkräfte versuchen mit allen Mitteln, die Brände einzudämmen. 

Seit Oktober wüten in Australien Waldbrände – mehrere Menschen sind getötet worden, mehr als 1.000 Häuser zerstört. Die Behörden im besonders betroffenen und bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales sprechen von katastrophalen Wetterbedingungen und haben den Notstand ausgerufen. Nun können sie Einsatzkräfte schneller mobilisieren, weitere Finanzmittel freigeben, weitere Evakuierungen anordnen und die Strom- und Gasversorgung unterbrechen. Die Löscharbeiten werden unterdessen durch starke Winde und hohe Temperaturen erschwert. So wurden für Teile von New South Wales Temperaturen von etwa 45 Grad vorhergesagt, in der Hauptstadt Sydney ab Samstag bis zu 46 Grad.

Jeden Cent den ihr in euren Taschen habt bitte gebt es an Australien mehr muss man nicht sagen.

Tierisch verrückt Warnwesten für Hühner

Wenn der Fuchs plötzlich mit einem Sacko durch den Wald maschiert wundert es bald keinen mehr.

Bei meiner Recherche durch Internet sah ich eine Idee die sowohl lustig als aus sinnvoll ist.

Warnweste für Hühner

Die Firma Omlets hat Warnwesten speziell für Hühner entworfen. Die Warnwesten halten Ihre gefiederten Freunde warm, trocken und sauber zugleich, wenn sie sich auf der Baustelle (Ihrem Garten) herumtreiben. Frisch gerettete Batteriehühner, deren Federkleid etwas zu dünn ist oder Hennen, die sich kürzlich gemausert haben, werden die zusätzliche Wärme der Westen zu schätzen wissen.

Es ist weitgehend bekannt, dass das vielbeschäftigte Huhn von heute mehrmals täglich Straßen zu überqueren hat. Warum genau es dazu neigt, können wir leider auch nicht sagen – aber wenn die Henne dabei eine Warnweste trägt, erfüllt sie wenigstens alle Sicherheitsvorschriften. Zukünftig werden Ihre Hühner in jeder Straßenlage sicher sein!

Verrückt wie auch gleichzeitig Genial

Greenpeace-Aktion! Verwirrung um verschwundenes „C“ an CDU-Zentrale

Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten am Donnerstag Greenpeace habe der CDU das „C“ gestohlen, um aus dem verbliebenen „DU“ einen Klima-Appell an die Partei zu richten. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak kontert, das „C“ sei beim Parteitag in Leipzig. Aber was stimmt denn nun?

Ein hohes C (ca. 2 Meter) sorgt für Verwirrung. Geklaut, gefälscht, von verkleideten Umweltschützern oder echten Messebauern abmontiert?

Das Rätsel beginnt Donnerstag-Vormittag in Tiergarten. Zwei Männer in Monteur-Kleidung tragen ein großes rotes C aus der Parteizentrale der CDU. Es ist das C aus dem Logo an der Glasfassade. D und U bleiben stehen.

Dann seilen sich Männer vom Dach des markanten Baus an der Klingelhöferstraße ab, entrollen ein Banner: DU „sollst das Klima schützen“ lautet die Botschaft jetzt. Kurz darauf behauptet Greenpeace: Wir haben den Buchstaben C am Konrad-Adenauer-Haus „sichergestellt“. Die Aktion sei ein Protest gegen die „desaströse Klimapolitik“ der Partei.

Wer steckt dahinter und wo ist das „C“ nun?

Inzwischen sind auch Polizisten eingetroffen. Seelenruhig beobachten sie, wie Greenpeace-Aktivisten mit (gefälschten) roten C‘s vor der Zentrale auf- und abmarschieren. Kurz nach Beginn der Aktion bestätigt eine Polizeisprecherin „das Fehlen des C“, den Diebstahl des Buchstaben allerdings nicht.

Dabei lautet ein ungeschriebenes Gesetz: DU sollst kein C klauen. Wie schafften die Demonstranten es trotzdem, wie kamen sie hinter die Glasfassade, wo das Logo befestigt ist, warum hielt sie niemand auf?

Wer ist Deutschlands neue Drogenbeauftragte?

Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU)

Wer gehofft hatte, das Büro der Drogenbeauftragten werde mit dem Abgang von Marlene Mortler von jemandem besetzt, die/der drogenpolitische Fachkompetenz aufweist, sieht sich ob der gestrigen Ernennung von Daniela Ludwig (CSU) enttäuscht. Ludwig ist gelernte Juristin. Sie hatte ihren Fokus bislang auf die Verkehrspolitik gerichtet und sich in der aktuellen Legislaturperiode genau einmal zu Cannabis geäußert. In einer Radiosendung in ihrer Heimat Rosenheim hatte sich Ludwig der ablehnenden Haltung  des AfD-Kandidaten mit einem kurzen Satz angeschlossen, der vorher zu Cannabis befragt worden war. Alle anderen Befragten hatten der Frage weitaus mehr Zeit gewidmet.

Man muss schon lange suchen, um ein wenig mehr zu Ludwigs Position gegenüber Hanf zu finden. Doch was man dann findet, erschreckt. Ludwig vertritt im Jahr 2015 noch immer die Theorie von Cannabis als Einstiegsdroge, was aufgrund des aktuellen Forschungsstand nicht einmal ihre Vorgängerinnen gewagt hatten.

“ […]. Darüber hinaus gilt Cannabis auch weiterhin als Einstiegsdroge für viele Kinder und Jugendliche, die später auf weitere, härtere Drogen umsteigen.Ich glaube, dass der Gesetzentwurf der Grünen und die Legalisierung von Cannabis der falsche Weg ist. Der erleichterte Zugang zu der Droge und die damit verbundene Verharmlosung von Cannabis sendet genau das falsche Signal an die Jugendlichen. Ich sehe nicht, wie durch den Gesetzentwurf der Jugendschutz gestärkt werden soll – schließlich bleibt Cannabis für die unter 18-jährigen auch weiterhin verboten. Insofern bin ich der Ansicht, dass wir mit der geltenden Rechtslage ein klares Zeichen gegen den Drogenkonsum setzen. Nichtdestotrotz müssen wir natürlich auch weiterhin das Suchthilfesystem und gezielte Informationsangebote zur Prävention aufrecht erhalten. Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass der Gesetzentwurf sich nicht mit Cannabis als Medizin beschäftigt. Hier ist es das Ziel der Bundesregierung, die Versorgung mit cannabishaltigen Fertigarzneimitteln zu verbessern und Patientinnen und Patienten Zugang zu diesen zu ermöglichen,“

kommentiert Ludwig 2015 das Cannabis-Kontrollgesetz der Grünen.

Zahnloser Tiger

Man wird sich also darauf einstellen müssen, dass die Politik von Parteifreundin Mortler konsequent fortgesetzt wird. Das wirft die Frage auf, ob die Position der Drogenbeauftragte nicht eigentlich darin besteht, die Drogenpolitik der Bundesregierung wie eine Art Pressesprecherin anzupreisen, ohne diese kritisch hinterfragen zu können. Wehr-,  Datenschutz- , Frauen-, oder auch Missbrauchsbeauftragte kritisieren die Politik der Bundesregierung einmal im Jahr und fordern den Bundestag auf, Missstände zu ändern. Eine Drogenbeauftragte tut so etwas nicht.

Obwohl der Konsum aller illegalen Drogen seit Einführung des Postens im Jahr 1992 steigt und besonders die Neuen psychoaktiven Substanzen (NPS oder auch Legal Highs) gezeigt haben, dass das Betäubungsmittelgesetz in der derzeitigen Form nicht geeignet ist, diese Probleme zu lösen, hatte es bislang nur eine Drogenbeauftragte gewagt, den Kurs der Regierung anzuzweifeln und diese zum Umdenken aufzufordern. Die hieß Christa Nickels (Grüne) und ist noch während ihrer Amtszeit zurückgetreten, nachdem sie ihre Forderungen nach einer liberalen Cannabispolitik nicht einmal ansatzweise durchsetzen konnte. Doch für eine kritische Drogenbeauftragte müsste der Bundestag tätig werden und der Position, die einst vom Kabinett geschaffen und bis heute von ihm besetzt wird, eine ähnliche rechtliche Grundlage verschaffen wie der/dem Datenschutz- und anderen Beauftragten. Es bleibt zu hoffen, dass der stetige Zustrom an Legalisierungs-Unterstützenden, genau wie bei Marlene Mortler, aufgrund der fehlenden Dialogbereitschaft der Drogenbeauftragten mit den Betroffenen auch weiterhin immens wachsen wird. Eine erste „Duftnote“ hat sie jedenfalls bereits hinterlassen: Auf den Hinweis eines Twitternutzers, dass es für Drogenbeauftragte wichtig sei, dass sie sich mit Drogen auskennen, antwortete Ludwig: „Und als Justizministerin mit Mord oder wie?“