CBD als Medizin

CBD haltige Medikamente werden in zwei Gruppen aufteilen. Zum einen in die Präparate, die neben CBD auch einen signifikant hohen Anteil an THC enthalten. Diese unterliegen in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetzund können daher nur per Rezept vom Arzt verschrieben werden. Dazu zählen u.a. Sativex zur Behandlung von spastischen Muskellähmungen bei Epilepsie.

Das CBD ohne THC gilt als 

Zur zweiten Gruppe gehören die Präparate, z.Bsp. CBD-haltige Hanföle, die einen  THC Wert (unter 0,2%) beinhalten. Diese fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und können daher ohne Rezept erworben werden. Diese dürfen allerdings nicht als Medizin, sondern nur als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetik verkauft werden.

Weißfleckenkrankheit Vitiligo

Cannabinoide und Autoimmunerkrankungen

Das Immunsystem ist eines der komplexesten Systeme des Menschen. Es besteht aus verschiedenen biologischen Prozessen und einer Menge von Blutzellen, wie Leukozyten (weißen Blutkörperchen), Immunglobulinen, Lymphozyten (Lymph-Zellen), Makrophagen, neutrophilen Granulozyten und vielen weiteren. Dieses System ist dafür verantwortlich den Körper vor Krankheitserregern zu schützen. Wenn unser Immunsystem ausfällt oder verspätet einsetzt, können sich Krankheitserreger leicht entwickeln und anpassen, und sich dabei in unserem Körper verteilen, wobei sie unsere Zellen infizieren oder zerstören.

Autoimmunerkrankungen können sich auf jeden Teil unseres Körpers auswirken und sind dadurch gekennzeichnet, dass das Immunsystem gesunde Zellen angreift und sie infiziert oder zerstört, was enorme Folgen für unseren Körper hat. Die Ursachen, die zu der Entwicklung einer Autoimmunerkrankung führen, sind unbekannt, aber es wird angenommen, dass die Erkrankungen genetisch bedingt sind oder auf Veränderungen, welche das Immunsystem stören oder verwirren, zurückzuführen sind.

Die Wirkung von Cannabinoiden auf Autoimmunerkrankungen

Die Cannabinoid-Rezeptoren (CB 1 und CB 2) sind in fast allen Bereichen unseres Körpers präsent. Der CB1 Rezeptor wurde unter anderem im Gehirn, der Lunge, der Muskulatur, den Fortpflanzungsorgane, dem Hypothalamus, dem Kleinhirn, dem Hippocampus, den Tonsillen, dem Rückenmark, dem intestinalen Gastronomietrakt und dem Gefäßsystem gefunden. Der  CB2 Rezeptor wurde in der Milz, den Knochen, der Haut und den Gliazellen gefunden. Des Weiteren hat man herausgefunden, dass beide Empfänger, CB 1 und CB 2, sowohl im Immunsystem als auch in der Leber, dem zerebralen Knochenmark, der Pankreas und dem Hirnstamm vorliegen.

Über den Einfluss von Cannabinoiden auf die immunologische Funktion wurde im Laufe der letzten 25 Jahren viel geforscht. Einige experimentelle Modelle wurden durchgeführt: Tiere in Laboratorien wurden zum Beispiel Marihuana-Rauch ausgesetzt oder ihnen wurden Cannabinoide injiziert. Zudem wurde in In-Vitro-Modellen die Wirkung von diversen Cannabinoiden auf Immunzell-Kulturen untersucht. Weitgehend zeigen diese Studien, dass Cannabinoide die Funktion von Lymphozyten T und B, sowie NK-Zellen (natürliche Killerzellen) und Makrophagen modulieren.

Neben den Studien, die die Wirkungen der Cannabinoide auf Immunzellen untersuchen, zeigten andere Berichte, dass sie dabei helfen, die Wirtsresistenz zu modulieren und in diesem Zusammenhang besonders die sekundäre Immunantwort auf verschiedene Krankheitserreger (Herpes, Retrovirus, Staphylokokken, Listeria Treponema und Legionellen). Die dritte wichtige Verbindung zwischen dem Immunsystem und den Cannabinoiden ist die Wirkung auf das Netzwerk der Zytokine. Die In-Vivo und In-Vitro-Experimente zeigten, dass Cannabinoide die Produktion und Funktion von bestimmten Zytokinen (sog. „Akute-Phase-Proteine“) regeln und einen Einfluss auf die Aktivität von Zellen wie Makrophagen und T-Helferzellen, Th1 und Th2, haben.

CBD ist ein entzündunghemmender Stoff und unterstützt so den Körper bei seiner Zellerneuerung.

Das CBD – Öl kann zu verschiedenen therapeutischen Zwecken verwendet werden.

CBD als Nahrungsergänzungmittel unterstützt Erfahrungsgemäß bei:

  • bei Magen- oder Verdauungsbeschwerden / für guten Schlaf / gegen leichten Schmerzen
  • bei Anspannung, Stress, Beklemmung
  • bei Chemotherapie und danach, Harmonisierung und Erneuerung der Körperfunktionen
  • Epilepsie
  • Hemmung von Entzündungen
  • antibakteriell
  • angstlösend
  • entkrampfend
  • antipsychotisch
  • unterstützend bei Drogenentzug

Hier noch mal zum Thema CBD und Medikamente

Wann sollte man CBD nicht nehmen


BUCHTIPP:

Hier noch von uns für die die sich damit beschäftigen möchten, ein fetter Buchtipp

Erhältlich beim Nachtschatten Verlag

http://nachtschatten.ch/products/product_1653.html

CBD für die Westentasche: Dieses Smart-Book widmet sich dem nicht psychoaktiven Cannabinoid CBD (Cannabidiol) und informiert zuverlässig über
den vielfältigen medizinischen Nutzen und die mögliche Anwendung dieses vielversprechenden Cannabiswirkstoffs. Mit Texten zum Status quo der Forschung, zum heilkundlichen Potenzial, zu Wechsel- und Nebenwirkungen, Dosierung und Einnahmeformen sowie zur Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zahlreiche weitere Infos und eine umfassende Bibliographie runden das Büchlein ab, das einen verkürzten und aktualisierten Auszug aus dem Buch CANNABIDIOL CBD widergibt.

Dr. Franjo Grotenhermen ist Arzt und Experte für Cannabis- und Cannabinoidmedizin.

Erscheinungsjahr: 2017
2. Auflage

ISBN: 978-3-03788-537-6
104 Seiten, Format DIN A6,
Broschur (Reihe Smart Books)

Was es sonst noch so über CBD zu wissen gibt 

CBD in der Kosmetik

CBD in Lebensmitteln

CBD als Nahrungsergänzungsmittel 

Die aktuelle Gesetzeslage für CBD

 

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