Die Cannabis Pflanze ist bekannt für ihr Potenzial die traditionellen Medikamente zu ergänzen. Es wurde auch gezeigt, dass der Konsum von medizinischem Cannabis die Dosis von anderen Medikamenten reduzieren kann, welche nach längerem Konsum die Gesundheit der Patienten beeinträchtigen können. Trotzdem ist es immer noch nicht bewiesen und daher schwer zu sagen, ob sie einige Medikamente komplett ersetzen können. Aus diesem Grund konzentrieren sich mehrere Untersuchungen darauf, welche Medikamente durch medizinischem Marihuana substituiert werden können; Das ist abhängig von der zu behandelnden Krankheit.

Im Jahr 2016 veröffentlichte die University of British Columbia, Kanada eine Studie zur Analyse der Pathologien von Patienten, die therapeutisches Cannabis verwendet haben. Die Ergebnisse zeigten, dass 63% der Patienten Cannabis als Ersatz für andere verschreibungspflichtige Medikamente verwendet haben. Insbesondere haben 30% von ihnen pharmazeutische Opiate durch Cannabis ersetzt, 16% verwendet es als Ersatz für Benzodiazepine und 12% konsumierten Cannabis als Ersatz für Antidepressiva. Die verbleibenden 42% ersetzten andere Medikamente.

Es ist interessant, dass medizinische Cannabis Opiate ersetzen können, da diese häufig verwendet werden, um Patienten mit chronischen Schmerzen zu behandeln, obwohl es wenig Hinweise darauf gibt, dass sie bei der Behandlung dieser Art von Langzeiterkrankungen wirksam sind. Forscher der University of Michigan, (Vorherige Studien assoziieren die Änderung der medizinischen Gesetze in Beziehung Cannabis mit der abnehmenden Opioid-Überdosierung in den Staat), beschlossen, mehr als 200 Ärzte fragen, ob sie jemals ihre Routinen geändert haben und eine verschriebene Art von Medikamenten durch eine andere Art zu ersetzen.

Daten von November 2013 bis Februar 2015 enthalten Änderungen in der Opioid-Nutzung, Lebensqualität, verwendete Medikament-Klassen und Nebenwirkungen der medizinischen Cannabis Gebrauchs. Unter den Teilnehmern wurde der medizinische Cannabis-Gebrauch mit einer 64% igen Abnahme der Opioid-Verwendung, einer Abnahme der Drogen-Nebenwirkungen und einer besseren Lebensqualität (45%) verbunden.

Nach der Analyse all dieser Informationen haben die Forscher vorgeschlagen, dass viele Patienten mit chronischen Schmerzen diese mit medizinischem Cannabis behandeln, da sie die Vorteile von Cannabis für therapeutische Zwecke als größer ansehen, als die Vorteile von anderen Medikamenten. Die Patienten fanden auch, dass die Nebenwirkungen milder sind als bei jeder Art von Opioid oder Medikament.

Alle Daten führten zu einem weiteren Test, der vor kurzem veröffentlicht wurde. Die Studie untersuchte, ob die Eigenschaften von medizinischem Cannabis Opioide ersetzen könnten und ob es auf andere psychoaktive Substanzen angewendet werden könnte. Mitglieder der New England Apothekenausgabe haben eine Online-Umfrage über ihre Krankengeschichte und ihre Erfahrungen mit medizinischem Cannabis abgeschlossen. 76,7% von ihnen gaben an, dass sie ihre Verwendung von Opioiden reduziert haben, seit sie mit therapeutischem Cannabis begannen. In Bezug auf andere Stoffe reduzierten 37,6% den Konsum von Antidepressiva und 42% reduzierten ihren Alkoholkonsum. Zusammenfassend berichteten die meisten Patienten über weniger Opiate und Medikamente wie Antidepressiva oder Alkohol zur Behandlung von Angst, Migräne und Schlafprobleme nach Beginn der therapeutischen Cannabis-Therapien.

Während es Anzeichen gibt, dass medizinisches Cannabis herkömmliche Medikamente ersetzen könnte, weisen diese Studien auf die verschiedenen Medikamente hin, welche durch therapeutisches Cannabis ersetzt werden können. Angesichts dessen, dass es keine einheitlichen Richtlinien zur Extraktion der Cannabinoide aus der Pflanze gibt, sind weitere Studien notwendig um herauszufinden, welche Medikamente durch medizinisches Cannabis ersetzt werden können.

Lucas, P., & Walsh, Z. (2017). Medical cannabis access, use, and substitution for prescription opioids and other substances: A survey of authorized medical cannabis patients. International Journal of Drug Policy, 42, 30-35.

Boehnke, K. F., Litinas, E., & Clauw, D. J. (2016). Medical cannabis use is associated with decreased opiate medication use in a retrospective cross-sectional survey of patients with chronic pain. The Journal of Pain, 17(6), 739-744.

Piper, B. J., DeKeuster, R. M., Beals, M. L., Cobb, C. M., Burchman, C. A., Perkinson, L., & Abess, A. T. (2017). Substitution of medical cannabis for pharmaceutical agents for pain, anxiety, and sleep. Journal of Psychopharmacology, 0269881117699616

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