CBD ist nicht gleich CBD

Cannabidiol (CBD) ist einer der wichtigsten heilenden Stoffe in der Hanfpflanze mit einer stark entzündungshemmenden Wirkung ohne psychotropischen (narkotischen) Effekt.

Es kann auch gegen Krämpfe, Beklemmung, Schlaflosigkeit, neuropathische Schmerzen sowie Geschwüre wirken

Cannabidiol hat unterschiedliche Heilwirkungen in Abhängigkeit davon, ob es sich um aus Pflanzen gewonnenes CBD mit einem natürlichen Verhältnis der anderen Cannabinoide handelt, oder um sog. gereinigtes, bzw. synthetisches Cannabidiol mit geringfügigem oder Null-Gehalt an THC.

Normalerweise gewinnt man Cannabidiol durch die Extraktion aus Industriehanf, welcher für gewöhnlich einen CBD-Gehalt von ca. 4 % und einer THC-Konzentration von weniger als 0,2 % hat. Hier liegt jedoch der Hund begraben, denn zu erreichen, dass in einem Extrakt sowohl ein hoher CBD-Gehalt als auch ein legaler THC-Gehalt vorliegt, ist in Anbetracht der Konzentrationen dieser Cannabinoide in landwirtschaftlich gezüchteten Kulturen praktisch unmöglich.

Und deshalb wurden Methoden entwickelt, wie aus solchem Hanf mittels Bereinigung, d.h. Entfernen des THC aus dem Extrakt, welches aus Industriehanf hergestellt wurde, Medikamente mit einem legalen THC-Gehalt hergestellt werden können.

Jedoch entspricht solches „sauberes“ CBD zwar den strengsten Gesetzen, aber seine heilenden Eigenschaften sind stark beschnitten. Natur und gesunder Verstand, weint über die menschliche Stupidität!
Eine unlängst durchgeführte Studie, an der sich auch der bekannte tschechische Wissenschaftler Lumír Ondřej Hanuš von der Hebräischen Universität in Jerusalem beteiligte, verglich die Wirkungen von natürlichem und gereinigtem Cannabidiol auf Entzündungen und Schmerz.

Die Studie stellte fest, dass diese zwei auf den ersten Blick identischen Stoffe sich sehr unterschiedlich verhalten. Der Versuch wurde an Mäusen mit entzündeter Pfote durchgeführt, aber ein ähnliches Ergebnis wurde in der Praxis auch an menschlichen Patienten beobachtet.

Bei der Gabe von gereinigtem CBD entsprach die Reaktion direkt der sich steigernden Dosierung, aber ab dem Erreichen einer gewissen Dosis hatte ihre Erhöhung keine bessere Wirkung mehr, diese wurde im Gegenteil schwächer.

Dieser Effekt wurde bereits in der Vergangenheit beobachtet und bewirkte, dass Cannabidiol nicht für die Behandlung von Entzündungen empfohlen wird – die Versuche wurden nämlich mit isoliertem oder synthetisch hergestelltem CBD durchgeführt. Graphisch ausgedrückt entstand bei diesem Versuch eine Glockenkurve, nach welcher die gesamte Studie benannt wurde (Overcoming the Bell Shaped ‐ Dose‐Response of Cannabidiol by Using Cannabis Extract Enriched in Cannabidiol).

Ein komplett anderes Ergebnis erhielten die Wissenschaftler jedoch, als sie für die Behandlung von Entzündungen ein Pflanzenextrakt aus der israelischen Sorte Avidekel benutzen, welche 18 % CBD und 1% THC enthält. Die Verabreichung dieses Extrakts löste eine ansteigende Reaktion aus, welche direkt proportional zur erhöhten Dosis während der gesamten Länge des Versuchs verlief (24 Stunden). Es hat sich so gezeigt, dass dieses Pflanzenextrakt mit dem gesamten Cannabinoid-Spektrum, im Unterschied zum gereinigten CBD, für die klinische Behandlung von
Entzündungen geeignet ist.

Die Forscher bewiesen also, dass im Extrakt der Hanfpflanze Substanzen
vorkommen, die einen Einfluss auf das Verhalten des Cannabidiols haben
und dessen Wirkung verbessern.

Von Hanf ist schon lange bekannt, dass die in ihm enthaltenen Substanzen eine Synergie bilden und gegenseitig ihre Wirkung verstärken und modulieren, im Vergleich zur Wirkung in isoliertem Zustand.

Wichtige Effekte und medizinische Wirkungen von Cannabidiol sind:

Analgetisch, antiepileptisch, antipsychotisch, antidepressiv, anorektisch,
antiarrhythmisch, anxiolytisch, antiphlogistisch, neuroprotektiv, antikanzerogen,
apoptose-inhibierend.

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