CBD und Medikamente wann du CBD nicht nehmen solltest

Kontraindikationen zu Cannabidol

Einige Personen scheinen Allergisch auf Cannabis in verschiendenen Formen zu regieren. Einige reagieren auf die frischen Blätter (O’Campo 2015), einige auf den Rauch, andere auf Cannabinoide oder Terpene. Hier sind einige bekannte und wichtige Kontraindikationen zu Cannabidiol (CBD):

Die meisten Medikamente werden in der Leber metabolisiert. Vor allem im Spiel sind die P450 Cytochrome, Enzyme, die für die Metabolisierung der meisten Medikamente gegen Epilepsie zuständig sind. Einige dieser Medikamente sind starke Hemmer dieser Enzyme und kann die Nebeneffekte anderer Antiepilepsiemedikamente hemmen. Patienten mit genetischen Variationen des P450 Enzyms, die die Enzymtätigkeit beeinflussen, haben auch immer wieder Komplikationen mit bestimmten Medikamenten. Insbesondere scheint CBD ein potenter Hemmer der CYP3A Isoformen zu sein, die in der Metabolisierung von Clobazam involviert sind.

Die meisten Patienten mit Dravet-Syndrom haben Mutationen des SCN1A Genes, zuständig für Natriumkanäle. GW Pharma hat Arbeiten veröffentlicht, die bei CBD einen Mangel von Affinität zu den Natriumkanälen aufzeigt. Es gibt Literaturhinweise, dass CBD in die Regulation von Kalzium per PPARgamma eingreift.

Es gibt auch einen berichteten Fall einer Sevofluran Kontraindikation bei CBD. Patienten die eine Sevofluranbasierte Anästhesie bekommen, erreichen nach etwa 25 Minuten nach dem das Gas abgezogen ist das Bewusst sein. In diesem Fall war der Patient auf CBD und erreichte, unverletzt, erst nach etwa 6 Stunden das Bewusstsein. Sevoflurane wird auch oft zusammen mit Stickstoffmonoxid (NO) gegeben, welches auch im PPARgamma Pfad ist. Die Dosis von CBD, auf der der Patient war, ist leider unbekannt, da es selbstappliziert wurde. Das Kind, dem es passiert ist, wurde fast inturbiert. Ein Arzt, der sich mit CBD auskannte, wusste aber es wäre ein Fehler und dass es einfach etwas mehr Zeit benötigt.

Das Dravet Syndrom ist nicht auf das SCN1A Gen beschränkt, 10-12% können Mutationen anderer Gene sein.

Bestimmte Stoffe in unserer Nahrung können die Cytochrome beeinflussen. Bergamottin im Grapefruit-Saft kann manche Enzyme hemmen, was zu längeren Effekten bei antiepileptischen Medikamenten führen kann. Sie werden über die gleichen Enzyme verstoffwechselt. [Schaue nach einem Hinweis auf Grapefruit-Saft auf deinen Medikamenten]

CBD ist ein starker Hemmer der Enyzme CYP3A4 and CYP2D6

CBD kann die Serumkonzentration von Macrolides, Kalziumkanalblockern, Benzodiazepinen, Cyclosporin, Sildenafil (und andere PDE5 Hemmer), Antihistamine, Haloperidol, Antiretroviralmedikamente und einigen Statinen (Atorvastatin und simvastatin, aber nicht Pravastatin oder Rosuvastatin) erhöhen.

CYP2D6 metabolisiert viele Antidepressiva, daher kann CBD die Serumkonzentration von SSRIs, Trizyklischen Antidepressiva, Antipsychotika, Betablocker und Opiaten (inklusive Codein und Oxycodon) erhöhen.

Wechselwirkung (zB. Mit Antidepressiva oder anderen Medikamenten)

Da Cannabidiol auch über die Leber abgebaut wird (allerdings ist es notwendig darauf hinzuweisen, dass die Leber davon nicht geschädigt wird), kann es die Aktivität von Enzymen, die auch für den Abbau diverser Medikamente genutzt werden, hemmen. Im Konkreten wird hier von Dr. Grotenhermen auf folgende Medikamente verwiesen: 
Pantoprazol 
Clobazam (Frisium) 
Omeprazol 
Risperidon (Risperdal)

Grundsätzlich handelt es sich um keine problematische Wechselwirkung, der gegenseitige Einfluss besteht vor allem darin, dass Medikamente langsamer abgebaut und stärker wirken können bei der gleichzeitigen Einnahme mit CBD. Daneben gibt es auch das ein oder andere Medikament das umgekehrt Einfluss auf CBD nimmt und dessen Abbaugeschwindigkeit erhöht oder verringert. 
Hier werden Medikamente wie Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir und Clarithromycin als den Abbau verlangsamend erwähnt und Phenobarbital, Rifampicin, Carbamazepin und Phenytoin als Beschleuniger.

Auch hier ist die Wechselwirkung nicht problematisch, nichtsdestoweniger sollte man – zumindest bei der Einnahme großer Mengen, im Idealfall aber auch schon bei kleineren.

Hier unbedingt den Kontakt mit einem Arzt suchen um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden

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