Clubkultur in der Stadt

Das Jahr 2009 ist gekommen und die Clubs sind mit Künstler und Bookern am zerplatzen.

Wenig Platz für Newcomer, und somit blieb nur noch eine Möglichkeit, kostenlose Open Airs.

Elf Jahre später steht alles still, als ob einer auf die Stoptaste gedrückt hätte. Wir schreiben das Jahr 2020 wo Tausende von Club schliessen müssen aufgrund der Corona Pandemie. Existenzen sind bedroht und Hilfe kommt für viele zu Spät.

Die ersten Berliner Clubs haben vor einer Woche ihre Außenbereiche geöffnet. Das Publikum erfreut sich, weniger die noch immer ins Virtuelle umgezogenen Künstler.

Das 30-Millionen-Paket, das der Berliner Senat gerade für private Kultureinrichtungen bereitgestellt hat, klingt erst mal nach viel Geld. Allerdings müssen sich das Clubs, Theater, Kinos und Museen teilen, und es wird außerdem nur an Betriebe mit mindestens zehn Angestellten ausgezahlt. Da fallen in der Branche, die naturgemäß viele Teilzeitkräfte, Minijobber und Freischaffende beschäftigt, selbst etablierte Clubs wie das Gretchen durchs Raster.

Zwar war im März lobenswert schnell die gestaffelte Soforthilfe für kleine Betriebe beschlossen worden. Aber: „Dezember bis Februar sind sehr umsatzschwache Monate“, sagt Johannes Braun. „Da läufst du ins Minus, und das musst du dann eben in März und April wieder reinholen. Wo das nun wegfiel, saßen viele von uns jetzt eben auch noch auf diesen Verbindlichkeiten und mussten die Soforthilfe dafür investieren.“ Wie wichtig die Clubszene jenseits ihrer Bedeutung fürs Stadtmarketing oder städtische Steuereinnahmen – und natürlich auch für die Künstler – ist, lässt sich nicht zuletzt an der Resonanz auf deren Eigeninitiative ablesen.