Corona und die Hanfwirtschaft

Die Corona-Pandemie hat unter anderem erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Einzelhandel. Aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive war bereits früh klar, dass der Trend zum Onlinehandel sowie die Position marktmächtiger Plattformunternehmen gestärkt werden.

Insgesamt lagen die E-Commerce-Umsätze im März um fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der deutsche Bundesverband E-Commerce und Versandhandel am Montag mitteilte. „E-Commerce ist heute ein normaler Einkaufskanal. „

Die Behauptung, der Online-Handel werde pauschal als Gewinner aus der Corona-Pandemie hervorgehen, sei «schlicht falsch». Drastische Umsatzeinbrüche gab es nach der Umfrage des Verbandes im März vor allem im Online-Handel mit Mode, Schuhen, Elektronikartikeln, Computern und Büchern.

Doch was passiert mit der Hanfbranche ?

Im Hanfbusiness sind viele Arbeiter die Tag täglich damit zubringen nicht nur das Hanf auf die Felder zu bringen und zu ernten. Das ganze muss noch Verarbeitet werden. Sei es speziell für den Hausbau oder ganz klassisch für Textilien. Doch was steckt alles für eine Arbeit hinter Hanf.

Wo kommt der Hanf her ?

Herkunft der Hanfpflanze Die Cannabis sativa L. – so der lateinische Name der Hanfpflanze – stammt ursprünglich aus Asien, wo sie als besonders alte Kulturpflanze gilt. Durch das in der Pflanze enthaltene Cannabinoid THC kann die Psyche durch rauschartige Zustände beeinflusst werden.

Wie wird Nutzhanf geerntet und verarbeitet?

Die Ernte von Faserhanf erfolgt mit Spezialmaschinen oder für die Hanfernte angepasster Erntetechnik zur Zeit der Vollblüte der männlichen Blüten und erstreckt sich je nach Sorte und Anbaubedingungen von Ende Juli bis Ende September, für Baumaterial bis in den Dezember.

„Es gibt nicht die eine Faser oder die eine Technik, die alle Probleme löst“, gerade beim Thema Hanf ist die verarbeitung im Bereich Textil sehr aufwendig da es keine speziellen maschinen dafür gibt.

Was macht man alles aus Hanf ?

In den Regalen von Supermärkten und Drogerien finden sich zum Beispiel Hanfmilch, Hanföl, Hanftee, Hanfsamen und Hanfmehl, und selbst Kosmetikprodukten wie Lippenbalsam oder Flüssigseife wird Hanf zugefügt. Vor allem die Samen der Pflanze und das daraus gepresste Öl gelten als äußerst gesund.

Wie gewinnt man Hanffasern?

Die Hanfernte zur Fasergewinnung erfolgt im Regelfall zur Blütezeit der männlichen Pflanzen. Die Hanffasern werden durch Brechen und Walzen der Stängel vom Rest der Pflanze getrennt, dieser Prozess wird als Faseraufschluss bezeichnet. Dabei wird das Hanfstroh in Fasern und Schäben getrennt. Hanf kann zum Hausbau, Stallbau wie auch für Gartenhütten genutzt werden.

Was wird aus Hanffasern hergestellt?

Aus Hanffasern können Kleidungsstücke aus Hanffaser hergestellt werden. Schnitte, Formen und Farben gibt es in unzähligen Varianten. Aber Hanftextilien aus 100% Hanf gibt es nur selten vor allem wenn sie aus regionalem Anbau und verarbeitung kommen.

Naturkleidung wie Hanf

Junge Labels, die Wert auf nachhaltige, regionale Mode setzen, experimentieren darum oft mit neuen Materialien wie Hanf. Kleidungsstücke, die daraus entstehen, stellen wichtige Innovationen für die Textilbranche dar.

Der Markt für Hanf Mode wird weiter wachsen – und dennoch ein Unterthema innerhalb nachhaltiger Mode bleiben. Denn zugleich regional, vegan, sozial und ökologisch zu produzieren, ästhetisch sowie qualitativ zu überzeugen und wirtschaftlich Erfolg zu haben, bleibt eine Herausforderung.

Folgen durch Corona für die Hanfbranche?

Die Folgen für die Hanfbranche sind nicht mehr Weg zu denken. Der Online Handel für sämtliche Hanfprodukte sinkt eher als dass er steigt. Es wird mehr gekifft als man sich Lebensmittel, Kleidung oder anderes kauft. Nicht wegzudenken was das für 100.000 Bürger und Bürgerinnnen heisst, die sich in der Hanfbranche alleine im deutschen Einzelhandel bewegen…