Bei der Bezeichnung von Medikamenten zur Anwendung auf der Haut ist es sinnvoll, zwischen den Begriffen Creme und Salbe zu unterscheiden.

„Die beiden Begriffe sind aus pharmazeutischer Sicht keine Synonyme, sondern bezeichnen definierte Grundlagen mit unterschiedlichen Eigenschaften“.

Cremes bestehen aus Öl und Wasser. Je nachdem, welche Komponente davon im Vordergrund steht, haben sie unterschiedliche Eigenschaften.

Wasserbasierte Cremes werden als Öl-in-Wasser- oder O/W-Cremes bezeichnet, fettbasierte hingegen als Wasser-in-Öl- oder W/O-Cremes.

Eine O/W-Creme ist kühlend, eine W/O-Creme hingegen nicht.

Salben enthalten nach pharmazeutischer Definition kein Wasser, können aber je nach Zusammensetzung Wasser aufnehmen.

Alle Grundlagen haben auch ohne Wirkstoff eine Eigenwirkung auf Hauterkrankungen.

Der Arzt wählt die Grundlage deshalb nach dem individuellen Hautzustand des Patienten aus.

Wenn der Arzt eine akut entzündliche Hautpartie behandeln will, wird er in der Regel eine wasserreiche, kühlende Creme verordnen.

Aber Creme ist nicht gleich Creme, selbst wenn der zugesetzte Wirkstoff identisch ist.

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