Einen Schritt weiter

Schwerbehinderung

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Kanada: Das Land legalisiert Cannabis

Der Cannabisverkauf wird in Kanada am 17. Oktober legal. Das erklärte Premierminister Justin Trudeau am 20. Juni. Damit ist das Land die erste größere Wirtschaftsnation, die den Freizeitkonsum legalisiert. Der Senat stimmte am 19. Juni dafür, den Cannabiskonsum für Erwachsene zu erlauben.

Der Starttermin stellt eine Verzögerung durch die Regierung dar. Diese hatte früher erklärt, dass der Freizeitkonsum innerhalb von 8 oder 12 Wochen nach Verabschiedung des Gesetzes erlaubt sein werde. Kanadas 10 Provinzen hatten sich jedoch in Ottawa darüber beschwert, dass der Zeitplan zu straff für sie sei, um ein Netzwerk für die Verteilung und den Verkauf aufzubauen. „Wir haben den Provinzen zugehört, die um mehr Zeit zur Umsetzung gebeten hatten“, erklärte Trudeau gegenüber den Parlamentariern.

Portugal: Das Parlament nimmt eine Gesetzesvorlage für die medizinische Verwendung von cannabisbasierten Medikamenten an

Portugal entkriminalisierte im Jahr 2001 alle Drogen, um der Heroinepidemie Herr zu werden. Nun hat das Parlament eine Gesetzesvorlage für die medizinische Verwendung von Cannabis angenommen. Nur eine Partei, die Mitte-Rechts-Partei CDS-PP, hat sich bei der Abstimmung im Parlament enthalten. Es legalisiert Cannabis-basierte Medikamente für die Behandlung chronischer Schmerzen, posttraumatischer Belastungsstörung, Nebenwirkungen einer Krebstherapie und einiger anderer Erkrankungen.

Die Gesetzesvorlage geht nun zur Unterzeichnung an Präsident Marcelo Rebelo de Souza, damit sie Gesetz werden kann. Alle Medikamente werden eine Lizenz von der Regulationsbehörde Infarmed benötigen. Diese hatte im vergangenen Jahr eine Plantage für medizinisches Cannabis in Zentralportugal genehmigt, in der Pflanzen mit einem hohen Gehalt des psychoaktiven Bestandteils THC für den Export angebaut werden.

Wissenschaft/Mensch: Die äußerliche Anwendung von CBD verbessert Symptome einer schweren Hauterkrankung bei Kindern

Drei Kinder mit Epidermolysis bullosa profitierten von einer Behandlung mit CBD. Die Epidermolysis bullosa ist eine seltene mit Blasenbildung einhergehende Hauterkrankung, die schwer zu behandeln ist, da die Hautempfindlichkeit und wiederholte Wundheilung Juckreiz, Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und wiederholte Entzündungen verursachen. Forscher der medizinischen Fakultät der Stanford Universität und der Klinik für Dermatologie der Universität von West Virginia berichteten über die topische Verwendung von CBD bei einem 6 Monate alten Jungen, einem 3 Jahre alten Mädchen und einem 10 Jahre alten Jungen.

Alle 3 erlebten einen “dramatischen Nutzen“, inklusive einer schnelleren Wundheilung, weniger Blasenbildung und einer Verbesserung der Schmerzen durch die Cannabidiol-Anwendung. Bei einem Patienten konnten orale Opioide vollständig ausgeschlichen werden.

Großbritannien: Die Regierung signalisiert Veränderungen zur medizinischen Verwendung von Cannabis

Die britische Regierung wird sich mögliche Veränderungen der Regelungen zur Verwendung von cannabisbasierten Medikamenten anschauen. Dies erklärte ein Minister am 18. Juni, nachdem ein Junge mit Epilepsie, dessen Medikament beschlagnahmt worden war, ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Innenminister Sajid Javid setzte am 16. Juni außerordentliche Befugnisse ein, um die Freigabe eines medizinischen Cannabisöls zu bewirken, das Billy Caldwell (12 Jahre) durch Zollbeamte am Flughafen London Heathrow weggenommen worden war.

Billys Mutter, Charlotte Caldwell, hatte die Behörden angefleht, das Medikament zurückzugeben, weil ihr Sohn ohne das Präparat an lebensbedrohlichen Anfällen leidet. „Dieser Fall hat ein Licht auf die Verwendung von Cannabismedikamenten in diesem Land geworfen und der Regierung die Notwendigkeit klargemacht, dass dieses Thema und unser Umgang mit diesen Themen weiter untersucht werden müssen“, erklärte Nick Hurd, ein parlamentarischer Staatssekretär, der zuständig für Polizeiarbeit ist. „Als ersten Schritt kann ich heute ankündigen, dass die Regierung ein Expertenkomitee aus Klinikern einsetzen wird, um die Minister hinsichtlich jeder individuellen Anwendung zur Verschreibung cannabisbasierter Medikamente zu beraten“, erklärte er dem Parlament.

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