EU verbietet Elfenbeinhandel

Schätzungsweise 20.000 bis 30.000 Afrikanische Elefanten werden jedes Jahr für ihr Elfenbein getötet.

Schätzungsweise 20.000 bis 30.000 Afrikanische Elefanten werden jedes Jahr für ihr Elfenbein getötet. Der Handel mit Elfenbein ist in der Europäischen Union künftig weitgehend verboten. Am Donnerstag nahm die zuständige Europäische Kommission ein Gesetzespaket mit Maßnahmen an, die Importe, Exporte und EU-internen Handel mit dem weißen Gold sehr stark einschränken. Ausnahmen für rohes Elfenbein soll es demnach nur für Reparaturen antiker Artefakte geben.

Verarbeitetes Elfenbein darf nur noch gehandelt werden, wenn die Objekte älter als von 1947 sind und ein entsprechendes Zertifikat besitzen. «Tausende Elefanten werden jedes Jahr getötet, und ihr Elfenbein wird oft international verkauft. Die Kommission schrieb in ihrer Mitteilung, dass schätzungsweise 20.000 bis 30.000 Afrikanische Elefanten jedes Jahr für ihr Elfenbein getötet würden.

Kritik an Schlupflöchern

International ist der kommerzielle Handel mit Elfenbein eigentlich bereits seit 1989 über das Washingtoner Artenschutzübereinkommen Cites verboten. Unter anderem lasse sich das genaue Alter von Elfenbein in der Praxis kaum bestimmen.

Wie viele Elefanten gibt es noch in Afrika ?

Der Bestand afrikanischer Elefanten ist zwischen 1900 und 2016 stark zurückgegangen. Im Jahr 1900 lebten geschätzt 10 Millionen wilde Elefanten in Afrika. Für das Jahr 2016 wird von einem Bestand von gerade einmal 350.000 Tieren ausgegangen. Eine Ursache für den Rückgang ist die illegale Jagd, aber Klimaereignisse wie eine große Dürre in Ostafrika 2009 haben ebenfalls dazu beigetragen. Im Vergleich gibt es rund 1,3 Millionen Gnus und gut 300.000 Zebras und Gazellen.