Exotische Haustiere

Tierschützer fordern bessere Regeln zum Halten exotischer Tiere

Tausende Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen halten exotische Tiere, wie giftige Riesenschlangen oder Löwen, die teilweise nicht beim Amt gemeldet sind. Allerdings sind exotische Tiere nicht unbedingt als Haustiere geeignet. Halter solcher Tiere müssen einiges beachten. Wilde Tiere können im Privatbesitz kaum ein artgerechtes Leben führen.

Für exotische Tiere gibt es eine Meldepflicht. Ob diese wilden Tiere hier in Deutschland in Privatbesitz ein artgerechtes Leben führen können, das wagt Petra Dornbusch zu bezweifeln. Ihr Bundesland ist im letzten Jahr mehrfach durch Sorge-Nachrichten um exotische Tiere aufgefallen, etwa durch eine entwischte Riesenschlange oder den verschwundenen weißen Löwen Mojo. Für exotische Tiere gebe es eine Meldepflicht, betont Dornbusch.

Wenn der Nachbar schneller ist, könne das zu einem Bußgeld führen, gibt Dornbusch zu bedenken.

Forderung nach Listung erlaubter Tiere

Tierschutzorganisationen fordern die neue Bundesregierung auf, eine Positivliste zu erstellen, auf der alle Tiere verzeichnet sind, die in Deutschland als Haustiere gehalten werden dürfen. Da sich das Gefahrtiergesetz allerdings in der Regel nur auf wild lebende Tierarten bezieht, zweifelt Petra Dornbusch die Sinnhaftigkeit einer solchen Verordnung an. Eine Vielzahl an Menschen werden durch Hunde oder Pferde verletzt und die dürfen trotzdem als Haustiere gehalten werden.

Unwissenheit über exotische Tiere

Wer sich eine Landschildkröte zulegt, müsse einen Generationenvertrag mit den Enkeln abschließen, denn die Tiere könnten bis zu 70 Jahre alt werden, sagt Dornbusch. « Riesenschlangen werden auch einige Meter und die brauchen nachher sehr, sehr große Terrarien», erklärt Dornbusch. « Dornbusch wünscht sich, dass sich mehr Menschen für Tiere entscheiden, deren Artenbestand als sicher gilt.

Geschützte Tiere halten

Tiere, die geschützt sind, dürfen nur unter strengen Auflagen gekauft und gehalten werden. Andere dürfen Sie nur aus Nachzuchten erwerben, müssen einen Herkunftsnachweis vorlegen und die artgerechte Haltung garantieren. Schlangen oder Spinnen dagegen kann der Vermieter unter Umständen verbieten, weil sie bei manchen Menschen Ekel oder Furcht auslösen. Auch Tiere, die stark riechen, Lärm machen oder giftig sind, darf der Vermieter Ihnen mit Verweis auf die Nachbarn verbieten – selbst wenn Sie sie rein rechtlich als Privatperson halten dürften.