Fetisch Messe Berlin

Das alltägliche Fetisch

Handy, Shopping, Ordnung alles kann ein Fetisch sein nicht nur Optik und Schmerz. Im Vorfeld der Marx-Jubiläen stehen MarxistInnen und Marx-Beschäftigte im Kampf gegen Windmühlen. Unbeirrt soll an dieser Stelle eine weitere kleine Blüte der Marx-Rezeption in den Medien besprochen werden. Der Kolumnist erkennt darin eine Art Fetisch, der Dingen eine außerhalb ihrer selbst stehende obskure Eigenschaft zuschreibt.

Nach Marx, so glaubt der NZZ-Autor, ist es die Verselbständigung der Dinge, die dazu führe, «dass Menschen im Kapitalismus letztlich von den Produkten ihrer eigenen Arbeit beherrscht werden.» Fetisch sei, so versteht er Karl Marx, wenn Produkte mit eigenem Leben ausgestattet sind. Der Marx’sche Fetischcharakter hat gar nicht so viel mit der landläufigen Bestimmung dessen zu tun, was Fetisch ist. Man kommt mit dem Marx’schen Fetischbegriff nicht zu demselben Ergebnis, wie der NZZ-Autor. Vielmehr bezeichnet Marx als Fetisch die falsche Vorstellung eines vom Menschen unabhängig existierenden ökonomischen Werts und ökonomischer Gesetze, denen wir uns alle unterwerfen, obwohl wir sie selbst produziert haben.

Nicht das von Marx.

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