Sind Frauen die besseren Bodyguards ?

Können Frauen Personenschützerin sein auch für reiche Kunden.

Herausforderung für Sicherheitskräfte 

Das schwache Geschlecht kann ganz schön stark sein.
privat und in ihrem Beruf als Personenschützerin. Eine der wenigen in Deutschland. Mit Einsätzen in Europa und der Welt. Immer einen Schritt der Gefahr voraus. Was wiederum eine wichtige Stärke in ihrem Business ist. Doch davon später.

Eigentlich wollte die gebürtige Lübeckerin Polizistin werden. „Uniformen waren immer meine Leidenschaft und der Schutz“, erinnert sich die 44-Jährige. Doch in der Ausbildung bei der Polizei kamen Zweifel. „Der Beruf ist nicht flexibel genug für mich“, erklärt sie. Als ihr ein Ausbilder der GSG 9 den Tipp gab, dass Frauen in der zivilen Sicherheit rar und sehr gefragt seien, verließ sie die Polizei und ließ sich von 1995 bis 1997 zur Personenschützerin ausbilden. Danach arbeitete sie freiberuflich weiter — finanziell abgesichert durch die Arbeit in ihrem Reisebüro. Ihr erster Einsatz war bei einer Galerie-Eröffnung mit hochrangigen Persönlichkeiten aus der Wirtschaft in Berlin „Ich war sehr nervös, wollte aber auch zeigen, was ich kann. Und es ging alles gut.“ Weitere Anfragen folgten, sie akquirierte Mitarbeiterinnen, gründete schließlich 2003 ihr eigenes Sicherheits- und Beratungsunternehmen „Lloyd Security“ im schleswig-holsteinischen Ratzeburg. Heute sind hier knapp hundert Mitarbeiter beschäftigt. In der Abteilung „Ladyguard“ sind es 28 Frauen.

Bodyguards kennt jeder — meist von der Leinwand. 

Urteil: „Dass sich Personenschützer und Kunde verlieben, passiert immer wieder.

Dann muss man den Job abgeben.

Und wie ist es mit Vorurteilen gegenüber Personenschützerinnen?

Wir müssen halt wie ein Kerl unsere Frau stehen.

“ Weitere Qualifikationen: hohe Sensibilität, starke Nerven, gute Selbsteinschätzung, Fitness, Schnellig- und Wendigkeit.

Höchstalter oder Mindestgröße sind für sie denn auch kein Thema.

Die Ausbildung  dauert mehrere Wochen, umfasst Kampfsportarten, Taktiktraining, Recht, die Ausbildung an der Waffe.

Außerdem werden die Fertigkeiten alle zwei Monate überprüft.

Die schwächere Physis wird durch Charme, Intuition und Instinkt ausgeglichen, durch gute, minutiöse Planung und Vorausschau.

„Es gilt, sich in den möglichen Störer hineinzudenken, wahrzunehmen, was er will, möglichst, bevor er selbst es weiß“.

Damit Unvorhergesehenes und Gefahrensituationen gar nicht erst eintreten.

„Nur dann ist Personenschutz gut.“

Eine Stärke:

Kunden sind Familien, Industrielle und deren Gattinnen.

Sie schützen Kinder auf Abifeiern, Frauen beim Shoppen, begleiten Stars  zu Privat-Feiern oder -Konzerten, sind bei wertvollen Gemälde- oder Juwelentransporten dabei.

Rückzug ist manchmal besser:

Keine wünscht sich, dass sie den Holster lösen muss. Wir wollen nicht den Heldentod sterben.“

 
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