Laut einer Studie erhalten männliche Gründer bei identischen Inhalten und Präsentationen mit einer 40 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit eine Wagnisfinanzierung (VC) als Frauen. 

Dabei kommt man zu dem Schluss, dass Frauen die besseren Gründer sind.

Schließlich sind sie sind oftmals strukturierter, halten länger durch und haben den höheren IQ.

Mehr als zwei Drittel aller Mütter arbeiten in Teilzeit.

Das ist eine Falle, aus der sie meistens nicht wieder herauskommen.

Viele Frauen sind dadurch von Armut im Alter oder schon jetzt bedroht.

Mit einem neuen Gesetz, dem Rückkehrrecht, soll diese Falle entschärft werden. Arbeitnehmer*innen sollen ihre Vollzeitstelle zwischen einem und fünf Jahre lang reduzieren können, mit dem Anspruch, danach wieder in Vollzeit zu arbeiten.

Das ist auch für Väter interessant.

Denn viele Männer wünschen sich mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.

Was hierzulande noch immer weit entfernt ist, ist in Spanien nun Wirklichkeit:

Spaniens neues Parlament hat 11 Frauen und 6 Männer.

Die neue Regierung von Regierungschef Sanchez zeigt sich fortschrittlich und will eine europafreundlichen Kurs verfolgen und sich für die Gleichberechtigung einsetzen.

Das heißt, dass in Schlüsselressort wie Finanzen, Wirtschaft, Arbeit und Soziales oder Verteidigung künftig Frauen das Sagen haben. Auch das zweitwichtigste Amt der stellvertretenden Ministerpräsidentin wird mit Carmen Calvo (PSOE) von einer Frau begleitet, die außerdem Ministerin für Gleichstellung ist.

Seit Jahren wird über die relativ geringe Zahl weiblicher Führungskräfte diskutiert.

Zu Recht: Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass Frauen zwar fast 45 Prozent aller Beschäftigten stellen, aber nur 29 Prozent der Führungskräfte.

Die Studie macht allerdings auch deutlich, dass dies vor allem am niedrigen Anteil weiblicher Bewerber liegt.

Nur 32 Prozent der Bewerbungen um Führungspositionen kommen von Frauen.

Das ergeben die Daten des IW-Personalpanels, einer Befragung von rund 1.200 Personalverantwortlichen und Geschäftsführern.

Der Frauenanteil in Führungspositionen entspricht demnach fast ihrem Anteil an allen Bewerbern um diese Stellen.

In der Metall- und Elektro-Industrie ist er sogar leicht höher.

In mehr als vier von zehn Unternehmen wird gerade einmal jede zehnte Bewerbung um eine leitende Funktion von einer Frau eingereicht.

„Der geringe Anteil von weiblichen Bewerbern um Führungspositionen macht deutlich, dass politische Quotenregelungen in diesem Bereich am Ziel vorbeigehen“, sagt IW-Arbeitsmarktexperte Oliver Stettes.

„Stattdessen sollte man das Augenmerk darauf legen, Hindernisse zu beseitigen, die Frauen möglicherweise von einer Bewerbung abhalten.“ In erster Linie gehe es dabei um eine bessere und flächendeckende Kinderbetreuung, von der Frauen nach wie vor besonders profitieren würden.

Zudem können flexible Arbeitszeitmodelle dabei helfen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.

Auch wenn in der Regel die zeitlichen Anforderungen mit zunehmender Verantwortung steigen, werden in manchen Firmen Führungspositionen auch in Teilzeit ausgeübt.

Nach den Daten des IW-Personalpanels trifft dies auf ein Fünftel der Unternehmen zu.

„Um das Potenzial möglicher Führungskräfte voll auszuschöpfen, sind kreative Lösungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiger Ansatz.

Durch die Zuwanderung wächst auch das Angebot an Haushaltsdienstleistungen, beispielsweise im Bereich der Hauswirtschaft, der Kinderbetreuung oder der häuslichen Altenpflege.

Eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt: Ein Anstieg des Anteils der Migrantinnen an der Bevölkerung in einer Region erhöht bei den einheimischen Frauen die Wahrscheinlichkeit, mehr Stunden erwerbstätig zu sein.

Ein Anstieg im Anteil der Migrantinnen an der Bevölkerung in einer Region um zehn Prozent, zum Beispiel von drei Prozent auf 3,3 Prozent, führt laut der Studie zu einer Erhöhung des Angebots von Haushaltsdienstleistungen um 18 Prozent.

„Eine bessere Verfügbarkeit von Haushaltsdienstleistungen kann einheimische Frauen entlasten und damit einen möglichen Konflikt bei der Entscheidung zwischen Familie und Beruf entschärfen“, heißt es in der Studie.

Filmschaffende Frauen

Filmschaffende Frauen aller Gewerke schließen sich der Initiative der Regisseurinnen an:

Aus Pro Quote Regie wird Pro Quote Film. Bereits mehr als 1200 Unterstützerinnen aus der Branche haben die Forderung nach einer 50% Quote für die Vergabe von Aufträgen, Fördergeldern und Rollen unterzeichnet. 

Die #metoo-Debatte zeigt: Unausgewogene Geschlechterverhältnisse vor und hinter der Kamera vergiften die Branche und befördern den Machtmissbrauch“, heißt es darin.

Dem neuen Bündnis haben sich unter anderem die Drehbuchautorin Dorothee Schön, die Schauspielerin Jasmin Tabatabai und die Regisseurin Connie Walther angeschlossen.

Frauen in Führungsposition

Geht es um Frauen in Führungsposition liegt Sachsen-Anhalt bundesweit an der Spitze.

Über ein Drittel der Frauen arbeiten hier in der Chef-Etage.

Nach Zahlen der Arbeitsagentur sind rund 14.700 Frauen in Leitungspositionen. Das ist ein Anteil von 35,6 Prozent, der damit über dem bundesweiten Durchschnitt von 26,6 Prozent liegt.
Je nach Branche unterscheidet sich der Anteil von Frauen mit Chefposition stark.

So sind im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bereich Erziehung und Unterricht mehr als 60 Prozent der Führungsposten von Frauen besetzt.

In der Baubranche sind es hingegen nur sieben Prozent.
Der hohe Anteil an Führungsfrauen ist für Kai Senius, Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, kein Grund sich zurückzulehnen und zu feiern.

Denn der Anteil bleibe seit Jahren nahezu gleich.

 Um Familie und Karriere besser vereinbaren zu können, fordert Senius flexiblere Arbeitszeitmodelle und Kita-Öffnungszeiten.

Dies müsse auch für Männer gelten, da die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kein Frauenthema bleiben dürfe.

Die Chefin des Weltwirtschaftsforums für Frauen, Irene Natividad, ruft den Frauen zu, gemeinsam für ihre Rechte aufzutreten.

Die US-Amerikanerin Irene Natividad ist Präsidentin des Global Summit of Women, das als Weltwirtschaftsforum für Frauen bezeichnet wird. Jedes Jahr kommen mehr als 1000 hochrangige Frauen aus Politik und Wirtschaft zu dem Gipfel.

Kürzlich war Natividad Teilnehmerin am „Salzburger Trilog“, bei dem jedes Jahr auf Einladung der Bertelsmann-Stiftung ein kleiner Kreis internationaler Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur wechselnde Zukunftsfragen diskutiert.

Heuer ging es darum, wie Globalisierung besser gestaltet werden könnte.

Ein Thema, das auch Frauen stark betrifft. Natividad ist unter anderem Vorsitzende von Corporate Women Directors International. Das Netzwerk führt Forschung über Frauen in Aufsichtsräten durch und bringt weltweit Chefinnen zusammen.

Geflüchteten Frauen

Geflüchteten Frauen und Müttern soll künftig der Einstieg ins Berufsleben erleichtert werden. Das Bundesfamilienministerium und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag geben Tipps, wie Unternehmen das Potential der Frauen besser erschließen können. Sich in eine fremde Gesellschaft einzufügen ist für Geflüchtete nicht leicht. Arbeit zu haben kann daher entscheidend für eine erfolgreiche Integration sein, doch der Einstieg in den Arbeitsmarkt ist of schwierig. Die Hürden sind vor allem für geflüchtete Frauen und Mütter schwieriger zu überwinden als für männliche Flüchtlinge. Das Bundesfamilienministerium und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) stellen einen Leitfaden für Unternehmen zur Verfügung, die genau diese Frauen bei ihrem Berufseinstieg unterstützen wollen.

Wenn es nach den Wiener Komplexitätsforschern Michael Szell und Stefan Thurner geht, sind Frauen Männern im Herstellen tragfähiger Verbindungen überlegen.

 Die Forscher analysierten das Verhalten von 300.000 Nutzern des sozialen Computerspiels „Pardus“ und kamen zu einem überraschenden Ergebnis. Spielerinnen knüpften schneller Freundschaften, die überdies länger hielten als jene der männlichen Mitstreiter. Darüber hinaus legten sie Wert darauf, ihre Bekanntschaften auch untereinander zu vernetzen. Eine herausragende Fähigkeit – im sozialen Bereich und dann, wenn es um die Zusammenarbeit auf der gleichen Hierarchieebene geht. Nach oben bringt einen dieses Verhalten allerdings leider selten. Das schafften Männer besser, die ziel- und zweckorientierter agierten als ihre Mitspielerinnen. Das bestätigt auch eine Studie des Karrierenetzwerks Xing. Männer suchen dort eher Kontakt zu Rädelsführern und Multiplikatoren und können dadurch ein Drittel mehr nützliche Kontakte generieren als Frauen.

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