Geflüchtete aus Afrika in Berlin

Görlitzer Park: Auch Menschen ohne Dokument haben Rechte Der Fixpunkt-Verein bietet afrikanischen Flüchtlingen aus Görli Gesundheitsdienstleistungen an. Ein Sozialarbeiter und ein Kulturvermittler erklärten, wie sie arbeiten.

Berlin – Moro Yapha sitzt auf einer Bank im Görlitzer Park, die Kopfhörer im Ohr. Moro Yapha kommt selbst aus Gambia, er hat deshalb einen besonderen Zugang zur Zielgruppe. Der Sozialarbeiter Ralf Köhnlein leitet das Projekt.

Vorher war ich oft im Görlitzer Park, um mit den Jungs abzuhängen. Ich hatte ein gutes Verhältnis zu den früheren Kollegen von Fixpunkt. Neben Moro gibt es einen weiteren Sprach- und Kulturmittler aus Gambia, einen Sprach- und Kulturmittler aus dem Sudan, einen Arzt aus dem Sudan, eine Gesundheitspädagogin aus Kenia und einen Anwalt, der einmal wöchentlich kommt. 2015 hat Fixpunkt im Kleinen Tiergarten vor dem Lageso begonnen, mit Geflüchteten zu arbeiten, und die Sprach- und Kulturmittlung in die interdisziplinären Teams mit reingenommen.

2016 haben wir diese Idee dann mit in den Görlitzer Park genommen.

Projekt anschauen: pasumi.info/fixpunkt-e-v/

Was genau ist Ihre Aufgabe als Sprach- und Kulturmittler?

Die Zielgruppe hält sich nicht nur im Görlitzer Park auf, sondern an verschiedenen Orten im Wrangelkiez. Wir arbeiten in einem solidarischen System mit anderen Stellen zusammen, ein Zahnarzt arbeitet zum Beispiel auch mal für lau.

Die Afrikaner kommen wegen der Community in den Görlitzer Park, nicht nur, um Drogen zu verkaufen. Ich habe zum Beispiel nicht gedealt, aber bin gerne in den Görlitzer Park gegangen.