Gesetzeslage THC

Kiffen Wo und Wann 

Wie ist die aktuelle Rechtslage?

Der Besitz, Handel und Anbau von Cannabis sind in Deutschland verboten. des Betäubungsmittelgesetzes führe der Besitz von Cannabis zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder zu einer Geldstrafe. «Manche Hanfprodukte kann man im Handel legal kaufen, zum Beispiel Hanfsamenriegel oder Tee», erklärt die BzgA.

Was ist Cannabis?

Die Cannabis- oder Hanfpflanze ist eine der ältesten Nutz- und Heilpflanzen weltweit. Wie das Portal «Cannabisprävention» erklärt, wirkt die weibliche Pflanze durch sogenannte Cannabinoide. Die meiden Stoffe wirken sich unterschiedlich auf den Körper aus. «Enthält Cannabis viel THC und wenig CBD, ist die halluzinogene Wirkung viel stärker.

« Wahnvorstellungen und Halluzinationen sind bei hohem THC-Gehalt viel wahrscheinlicher», erklärt das Portal der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung.

Was passiert beim Cannabis-Konsum im Körper?

Wie genau Cannabis im Körper wirkt, wissen auch Forscher nicht. Die Cannabinoiden «produziert der Körper normalerweise selbst und schüttet sie eigentlich nur dann aus, wenn die Neurochemie das Gehirn und den Körper im Gleichgewicht halten muss», erklärt die BzgA.

Welche Langzeitfolgen hat Cannabis?

Mediziner wissen seit langem, dass der Wirkstoff THC aus der Cannabispflanze die Hirnfunktion beeinträchtigen kann – zumindest, wenn die Kiffer früh mit dem Konsum anfangen, regelmäßig relativ viel und über längere Zeit zu Marihuana oder Haschisch greifen. Demnach habe es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen dem Cannabis-Konsum zweier verstorbener Männer und ihrem Herztod gegeben.

Darauf hatte unlängst der Heidelberger Psychiater Christian Wolf in der Debatte um die Legalisierung von Cannabis hingewiesen.

Jugendliche sind besonders gefährdet

Von Menschen, die mindestens einmal die Woche oder öfter Cannabis konsumierten, entwickelten im Schnitt 30 Prozent der Fälle eine Abhängigkeit. Besonders Jugendliche sind gefährdet, Langzeitfolgen zu erleiden, wie die BZgA erklärt.

Uneinigkeit über Legalisierung von Cannabis

Bei Cannabis handle es sich um eine gefährliche Substanz, eine Legalisierung sei daher nicht angezeigt, sagte er. In bestimmten medizinischen Fällen könne allerdings die Verwendung von Cannabis helfen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich hingegen dafür ausgesprochen, in einem möglichen Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP eine Legalisierung von Cannabis festzuschreiben. In einem Interview mit der «Rheinischen Post» am Mittwoch plädierte er dafür, eine kontrollierte Abgabe an Erwachsene zu erlauben, um dem Handel von mit Heroin versetztem Cannabis einen Riegel vorzuschieben.