Forschungsuntersuchungen haben gezeigt, dass auch bei Cannabiskonsumierenden – besonders bei denen, die lange Zeit täglich gekifft haben – Entzugssymptome auftreten können, wenn sie ihren Konsum einstellen. Entzugssymptome sind Anzeichen für eine körperliche Abhängigkeit, die aber wesentlich milder ausgeprägt als beispielsweise bei Opiat- oder Alkoholabhängigen. Die Symptome treten meist 24 bis 48 Stunden nach dem letzten Konsum auf und dauern in der Regel bis zu einer Woche an, im Höchstfall bis zu 14 Tage.

Häufige Entzugssymptome nach dem Absetzen sind:

  • Nervosität, Unruhe
  • Schlafprobleme und wirre Träume
  • verminderter Appetit
  • Aggressivität
  • Depressionen
  • Angst
  • Muskelzittern, Schwitzen, erhöhte Temperatur
  • Durchfall, Magenprobleme, Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen

Es können auch mehrere Symptome gleichzeitig auftreten. Die Symptome sind ein Zeichen dafür, dass der Organismus daran gewöhnt war, Cannabis regelmäßig zu verarbeiten und jetzt damit beschäftigt ist, sich umzustellen.

Diese Entzugssymptome können sehr unangenehm sein, aber sie stellen in der Regel keine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit dar. Und eines ist sicher: sie werden vergehen. Allerdings verspüren viele Aufhörwillige in dieser Phase ein starkes Bedürfnis, wieder zu kiffen, denn die psychische Abhängigkeit kann sehr hartnäckig sein.

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