Hanfanbau in Deutschland auf Rekordstand: Lohnt sich das für Bauern?

In den letzten 7 Jahren hat die Anbaufläche von Nutzhanf in Deutschland um das fünfzehnfache zugenommen. Allein von 2020 bis 2021 wuchs der Hanfanbau um 20 Prozent.

Im Vergleich zu anderen Kulturen und so genannten „Handelsgewächsen“ ist die Anbaufläche von Nutzhanf mit 6.443 Hektar dennoch verschwindend klein. Knapp 900 Landwirte beschäftigen sich derzeit mit Hanf – ein erheblicher Teil von ihnen sind Biobauern.

Wegen der berauschenden Wirkung seiner Blüten war der Anbau von „Cannabis sativa“, dass ist der botanische Name von Hanf, in Deutschland zwischen 1982 und 1996 verboten. Erst seit 1996 darf Nutzhanf wieder angebaut werden. Die Auflagen für den Anbau sind jedoch sehr hoch. Zugelassen sind in Deutschland nur Hanfsorten, deren THC-Gehalt unter 0,2 Prozent liegt.

THC ist das Kürzel für den psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol. Dieser ist für die berauschende Wirkung verantwortlich. Die in Deutschland zugelassenen Nutzhanfsorten sind nicht für die Herstellung von Marihuana oder Haschisch geeignet.

Wer in Deutschland Hanf anbauen darf, ist gesetzlich klar geregelt. So ist der Anbau von Nutzhanf nur Unternehmen der Landwirtschaft erlaubt, die nach dem Gesetz über eine Alterssicherung für Landwirte (ALG) verfügen also auch wirklich Landwirte sind.

Alle anderen Betriebsformen der Landwirtschaft, wie etwa Gärtnereien, dürfen keinen Hanf anbauen. Privatpersonen ist der Anbau ebenfalls verboten.