Hanfbauern unterliegen Strengen Auflagen und scharfe Kontrollen

Der Nutzhanfanbau wird durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) kontrolliert. Für den Hanfanbau gelten zusätzlich die Bestimmungen des Gesetzes über den Verkehr mit Betäubungsmitteln. Jeder Landwirt der Nutzhanf anbauen will, muss dies anmelden und umfassend dokumentieren. Dazu müssen in einem Formular der BLE Angaben zur Größe der Anbaufläche, der Lage und der verwendeten Sorte gemacht werden. Zusätzlich muss der BLE rechtzeitig der Beginn der Blüte gemeldet werden.

Dann kommt es durch die BLE zu einer Kontrolle und Probenahme auf dem Feld, um den THC-Gehalt der Pflanzen zu messen. Mit der Ernte des Nutzhanfs darf erst begonnen werden, wenn eine entsprechende Freigabe von der BLE vorliegt. Der Vorteil von Hanf ist: Er ist eine relativ anspruchslose Kultur und unterdrückt auch Unkraut gut, berichtet das Portal Ökolandbau. An die Vorfrucht stellt Hanf offenbar keine großen Ansprüche. Aufgrund des relativ hohen Nährstoffbedarfs bietet sich jedoch der Leguminosen oder Kleegras an.

Wegen seiner tiefreichenden Pfahlwurzel hat Hanf aber ebenfalls einen hohen Vorfruchtwert, heißt es weiter. Dabei kann die Pflanze vielseitig verwertet werden: Aus Hanfsamen wird Speiseöl gepresst, die Fasern eignen sich für die Herstellung von Seilen, Papier, Verbundwerkstoffen, Dämmstoffen oder auch Textilien.

Und auch die Schäben – das sind die holzigen Teile des Hanfs – lassen sich verwerten – zum Beispiel als Tiereinstreu oder Bestandteil von Bau- und Dämmstoffen. „Hanf ist also die ideale Kultur für den Öko-Landbau“, ist das Portal Ökolandbau überzeugt.