Hanftextil Unterteilung der Gattungen und Sorten

Die Unterteilung der Gattung ist umstritten und kann auch anders erfolgen ( Small, 1979; Reuter, 1987 ). Beim Hanf werden südliche Rassen (lang und spätreif) und nördliche Rassen (niedrig und frühreif) unterschieden, wobei die nördlichen Hanftypen photoperiodisch Langtagsformen und die südlichen Kurztagsformen sind ( Hoffman u.a., 1985).

Der Hanf stellt eine in Kultur genommene Wildpflanze dar. Veränderungen gegenüber der Wildpflanze hinsichtlich Fasergehalt und -ertrag, Strohertrag, Qualität sowie bezüglich anderer Werteigenschaften wurden vorgenommen, was sich in einer Vielzahl von den von Züchtern geschaffenen Hanfsorten niederschlägt. Hanf ist einjährig. Als ursprüngliche Form gilt die diözische Form. Beim Hanf ist das weibliche Geschlecht homogametisch, das männliche dagegen heterogametisch.

Die beiden Geschlechter sind im Wuchstyp deutlich zu unterscheiden. Die männliche Hanfpflanze hat den Genotyp XY, wobei das Y-Chromosom sowohl den Habitus als auch das Geschlecht bestimmt. Es treten recht häufig monözische Pflanzen und andere intersexuelle Typen auf. Monözisten haben wie weibliche Pflanzen nach von Sengbusch (1952) zwei X-Chromosomen.

Während in vielen älteren Untersuchungen beim diözischen Hanf überhaupt kein oder nur bei einzelnen Rassen ein heteromorphes Chromosomenpaar gefunden wurde, berichten eine Reihe von Autoren übereinstimmend, dass stets ein heteromorphes Paar vorhanden ist ( Hirata, 1929; Sinoto, 1929; Breslavetz, 1932, Mackay, 1939; Nishiyama, 1940, 1941; Nishina et al., 1940; Yamada, 1943; Hoffmann, 1938, 1947,Rizet, 1946; Postma, 1946; Nishiyama et al., 1947; Takenaka, 1951; Tischler, 1953).