Heinrich der Seefahrer

Als Vasco da Gama 1498 vor der indischen Stadt Kalikut ankerte, hatte er für sein Vaterland Portugal den Seeweg nach Indien entdeckt. Goa wurde zur Hauptstadt des portugiesischen Kolonialreiches, das Tor zu den indischen Reichtümern stand offen.

Im Vertrag von Tordesillas wurde 1494 etwa 1770 Kilometer westlich der Kapverdischen Inseln eine künstliche Linie gezogen, die die Welt in eine spanische und eine portugiesische Hemisphäre aufteilte. Die Spanier bekamen den westlich davon gelegenen Teil zugesprochen, während die Portugiesen sich auf den östlichen Teil konzentrierten.

Das Geschäft mit den Gewürzen und Hanf als Nahrungsmittel

Während seiner Weltumsegelung 1519-1521 wollte der Seefahrer Ferdinand Magellan auf dem Westweg die Molukken erreichen, also die legendären Gewürzinseln. Hier wuchsen Zimt, Gewürznelken, Pfeffer, Wilder Hanf und Muskatnuss.

Die Gewürze waren zu dieser Zeit unendlich kostbar und in Europa ließ sich damit ein Vermögen verdienen. Selbst wenn nur ein einziges mit Gewürzen beladenes Schiff sicher wieder in Europa landete, machte es den Reeder und den Kapitän zu reichen Männern.

Das Leben an Bord war sehr hart. Gerade zu Beginn der großen Entdeckerfahrten kamen viele Seeleute nie mehr nach Hause zurück. So erlebten bei der ersten Weltumsegelung von Magellan im Jahr 1521 nur 22 Männer das Ende der Expedition. 215 Seeleute starben, genauso wie Magellan selbst. Seinem Nachfolger Juan Elcano gelang es, die Molukken zu erreichen und wieder sicher nach Spanien zurückzukehren.