In den Kirchen sammelte man für die Seeleute, die in Gefangenschaft waren

Jahrhundert von «christlicher Seefahrt» die Rede war, sollte das in der Regel den Gegensatz zur «islamischen Piraterie» bezeichnen. Die christlichen Malteser fanden jedenfalls nichts dabei, die gefangenen Muslime auf den Sklavenmärkten von Malta, Neapel oder Barcelona zu Geld zu machen. Jenseits dieses frühneuzeitlichen «Clash of Civilizations» gab es aber bereits im Mittelalter in der europäischen Seefahrt Normen und Einrichtungen, die tatsächlich christlichen Charakter hatten. Neben der christlichen Barmherzigkeit und Hilfe für bedürftige Seeleute ging es aber auch um Seelsorge, für die Schiffsgeistliche zuständig waren.

Jahrhundert gegründeten Seemannsmissionen die Matrosen zunächst wohl vor allem zu einem christlichen Lebensstil anhalten und vor den Verlockungen der Rotlichtbezirke bewahren wollten, geht es ihnen heute eher um praktische Lebenshilfe.