Kleidung der Frau in der Romanik

Old Rags

Romanik war die Kleidung der Frau

In der Romanik war die Kleidung der Frau bis ins 11. Jahrhundert nicht sehr körperbetont. Sie trug ein leinenes, fußlanges Untergewand mit langen Ärmeln. Darüber wurde ebenfalls ein knöchellanges Obergewand mit weiten, kurzen oder spitz endenden Ärmeln angezogen. Ab dem 11. Jahrhundert wurde das Obergewand wesentlich körperbetonter, vermutlich über der Taille geschnürt. Das Unterkleid wurde stärker durch Keile geweitet und bodenlang verlängert.

Im 12. Jahrhundert nimmt die Formenvielfalt bei den Oberkleidern weiter zu: Neben langen, weiten Obergewändern wird weiterhin der seitlich geschnürte Bliaut getragen.

Kleines nautisches Flapperkleid in Dunkelblau und Halbweiß, Great Gatsby Kleid, 1920er Jahre Flapperkleid, Art Deco Kleid, Charleston Kleid

Es gibt aber auch Darstellungen von oberschenkellangen „Schlauchkleidern“. Die Ärmel sind beim Adel weit, bei niedrigeren Ständen eng anliegend. Zusätzlich kann ein Mantel getragen werden, der über der Brust geschlossen wird. Verheiratete Frauen trugen das Haar bedeckt.

Modetrends im Wandel

Als Kopfbedeckung dominiert im 11. Jahrhundert eine Art Schleiertuch und im 12. Jahrhundert ein langer Stoffstreifen, der in verschiedenen Varianten um Kopf und teilweise auch den Hals geschlungen wird.

An der Wende zum 13. Jahrhundert kommt das Gebende (oder Gebände) auf, eine drei bis sechs Zentimeter breite Leinenbinde, die die Wange und das Kinn bedeckte. Darauf setzte man kleine flache Hauben, das Schapel oder Schleier. Adlige Frauen trugen meist reich verzierte Kopfreife.

Die Mode im 15_ Jahrhundert

Die Schuhe der Frauen unterschieden sich nicht wesentlich von denen der Männer. Die Haare hatte man immer noch gerne blondiert, wie es schon im alten Rom üblich war. Es wurde glatt oder geflochten getragen, später dann gelockt und aufgelöst. Schmuck wurde im 11. Jahrhundert vom Adel noch reichlich getragen. Neben Fibeln wurden insbesondere Ketten, Ohr- und Fingerringe getragen.

Im 12. Jahrhundert nimmt der Schmuck deutlich ab, d.h., es werden nur noch Fibeln/Fürspane (d.h. kleine Textilhalter ähnlich mit Broschen) und gelegentlich Fingerringe getragen. In hochadeligen und kirchlichen Kreisen kommen dafür vermehrt Handschuhe auf.