Können Tätowiermittel krebserzeugende Stoffe enthalten?

In der Vergangenheit wurden schwarze Tätowierfarben untersucht und polyzyklische aroma-tische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen. Da einige Vertreter dieser Gruppe von Che-mikalien als krebserzeugend eingestuft sind, empfiehlt das BfR, PAK in Tätowiermitteln auf technisch unvermeidbare Gehalte zu reduzieren. Dies wurde in dem Restriktionsdossier für gefährliche Stoffe in Tätowiermitteln, das im Rahmen der REACH-Verordnung erstellt wurde und an dessen Erstellung das BfR beteiligt war, berücksichtigt. Chronische Gesundheitsaus-wirkungen wie Krebs treten in der Regel erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Belastung oder Einwirkung auf und sind daher schwer mit Tattoos oder bestimmten Tattooinhaltsstoffen zu verknüpfen. Ohne epidemiologische Daten, die jahrzehntelang große Kohorten verfolgen, untersuchen und abbilden sowie die Tätowierung von Menschen erfassen, kann ein Zusam-menhang zwischen Tattooinhaltsstoffen und chronisch schädlichen Effekten kaum aufge-deckt werden. Dies gilt auch für die Pigmente und toxischen Elemente, die in der Studie zum Nachweis von Tattoo-Farbpigmenten als Nanopartikel in Lymphknoten gefunden wurden. Bisher wurde keine gesundheitliche Risikobewertung dieser Verbindungen hinsichtlich ihrer Anwendung in Tattoo-Farbpigmenten durchgeführt. Somit kann die Frage, inwieweit die ana-lysierten Elemente die Gesundheit tätowierter Personen schädigen können, derzeit nicht be-antwortet werden. Die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Ablagerung sind bislang unbekannt. Weitere Informationen enthält die BfR-Stellungnahme „Tätowiermittel können krebserregende PAKs enthalten“:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/taetowiermittel-koennen-krebserregende-pak-enthalten.pdf