Körperkunst Meisttätowierter ist Berliner

Wolfgang Kirsch ist 71 Jahre alt, wohnt in Berlin und ist ehemaliger Postbeamter. Als Tattoo-Model »Magneto« hat Wolfgang schwarz gefärbte Augäpfeln, 86 Tätowierungen und 17 Implantate unter der Haut, von denen einige magnetisch sind. Vor allem aber ist Wolfgang Kirsch alias »Magneto« – Rekordhalter als »meisttätowierter Mann Deutschlands«. Lebensjahr führte Wolfgang Kirsch ein eher spießiges Leben.

Als Postbeamter in der DDR durfte er keine Tätowierungen tragen, sondern sollte möglichst unauffällig aussehen. Nach dem Mauerfall traf Kirsch eine Entscheidung. Ein gewagter Schritt, denn im Gegensatz zu Tätowierungen an Armen oder Beinen lässt sich das Gesicht nicht verstecken. Doch Kirsch hat seine Entscheidung nie bereut, stattdessen folgten weitere Tattoos und Körpermodifikationen.

Zum Künstlernamen »Magneto« kam er durch magnetische Implantate in Fingern und Hals, mit denen er Büroklammern und andere Metallteile anzieht. Sein Körper ist von insgesamt 86 Tätowierungen bedeckt, darunter auch die Augäpfel. Insgesamt 720 Stunden verbrachte Kirsch mit 240 Tätowier-Sitzungen und opferte in der Summe 25.000 EUR für seinen Körperschmuck. Dort traf er »Magneto« in seinem Lieblingsstudio dem »Tattoostudio EdelSchmerz«, wo er sich vor laufender Kamera ein weiteres Tattoo stechen ließ, einen schwarzen Strich, der von der Stirn über die Nase läuft.

98% tätowierter Körperoberfläche ist »Magneto« alias Wolfgang Kirsch sogar der weltweit »meisttätowierte Mann « und erhielt noch an Ort und Stelle seine offizielle RID-Rekordurkunde. Ob »Magneto« sich zukünftig weiter tätowieren lässt, weiß er aktuell noch nicht.