Konsumgesellschaft und Menschenrechte

Verbraucher und Verbraucherinnen können in Deutschland zwar nicht so viele Lebensmittel aus Russland kaufen, doch auch die geringe Menge wird nun im Supermarkt verbannt.

Wie FOCUS Online erfuhr, sollen Kunden vorerst keine Produkte aus dem Bereich Süßwaren, Feinkost, Delikatessen und Spirituosen aus Russland in deutschen Supermärkten und beim Discounter kaufen können. Händler wissen, dass es derzeit verstärkt zu Verzögerungen beim Warenfluss aus Russland kommen könnte.

Sie listen die Produkte aus, um Platz im Regal zu machen. «Lebensmittel und Waren, die in Russland produziert werden, kommen nun schwerer in Deutschland an», so ein Experte. Gleichzeitig würden Bestellungen nicht funktionieren, da Russland aus dem Swift-Zahlungsverkehr ausgeschlossen wird. Besonders Großhändler müssen offenbar Geld vorstrecken, ob die Ware dann wirklich ankommt, sei unklar.

In solch einem Fall ist es für Kunden weitaus schwerer festzustellen, woher die Ware tatsächlich kommt. Ist dort eine russische Stadt aufgeführt, gilt das Produkt als in Russland vorproduziert.