Kultur vom Aussterben bedroht

Das tragische Schicksal der ausgestorbenen Feuerlandindianer

In verschiedenen Städten Europas wie Paris, Hamburg, Antwerpen, Barcelona, London, Mailand und Warschau wurden Menschengehege im späten 19. Die Pariser Weltausstellung im Jahr 1889 wurde von 28 Millionen Menschen besucht. Die Weltausstellung im Jahr 1900 folgte, ebenso wie die Kolonialausstellungen in Marseille und in Paris , wo nackte oder halbnackte Menschen in Käfigen ausgestellt wurden. In nur sechs Monaten besuchten 34 Millionen Menschen die Ausstellung in Paris.

Völkerschau

In Deutschland fand 1928 die sogenannte «Völkerschau» statt, eine Kolonialausstellung, bei der Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt betrachtet werden konnten. 1931 wurde die Ausstellung «Kanaken der Südsee» auf dem Münchner Oktoberfest veranstaltet. Auf der Brüsseler Weltausstellung im Jahr 1958 wurde ein kongolesisches Dorf samt Einwohner aufgebaut, was angeblich die letzte Ausstellung dieser Art war.

Die Geschichte von Ota Benga

Ein berühmtes Beispiel eines in den USA zur Schau gestellten Afrikaners war Ota Benga. Benga überlebte diesen Völkermord zwar, wurde im Jahr 1906 jedoch als 23-jähriger aus dem Kongo entführt und für «ein Pfund Salz und einen Bolzen Stoff» nach South Carolina an den christlichen Missionar und Anthropologen Samuel Phillips Verner verkauft. Benga wurde nach New York transportiert und im American Museum of Natural History als «Pygmäe» zur Schau gestellt. Benga griff seine Aufseher mehrfach mit Gegenständen an.

Affenhaus im Bronx Zoo

Die New York Times meldete seinerzeit, es gefiele Benga in seinem Käfig besser als an jedem Ort seines Heimatlandes. Aufgrund zunehmenden Drucks aus der schwarzen Bevölkerung der USA, sowie einiger einflussreicher Weißer, wurde Benga nach nur 20 Tagen aus dem Zoo entlassen und nach Lynchburg, Virginia versetzt. Schwere Depressionen und Heimweh plagten Benga seit der Deportation aus Afrika.

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