Landessozialgericht: Kein Anspruch auf medizinisches Cannabis bei Alkoholsucht

Wer an einer Alkoholsucht leidet, hat einem Urteil zufolge keinen Anspruch auf medizinisches Cannabis von der Krankenkasse. Grundsätzlich haben Versicherte mit einer schweren Erkrankung gegenüber ihrer Krankenkasse einen Anspruch auf medizinisches Cannabis – allerdings nur, wenn ihnen nicht mit Standardtherapien geholfen werden kann. Über 15 Jahre lang habe er mit selbst angebautem Cannabis seinen «Saufdruck» kontrollieren können. In diesem konkreten Fall gebe es aber die Möglichkeit, die Alkoholsucht durch beispielsweise Entwöhnungstherapien oder Psychotherapie zu behandeln, urteilten die Richter.

Der behandelnde Arzt habe nicht begründen können, dass diese Standardtherapien bei seinem Patienten nicht angewendet werden können.