Cannabis und Cannabidiol als Lebensmittel

Lebensmittel, denen Hanf oder Cannabidiol liegen im Trend.                      Bei Cannabidiol handelt es sich jedoch um ein neuartiges Lebensmittel, weshalb es nicht nach Belieben Lebensmitteln beigegeben werden kann.

Hanf (Cannabis sativa)

Der Hanf (Cannabis sativa) ist eine einjährige Pflanze innerhalb der Familie der Cannabaceae.

Hanf (Cannabis sativa): Kein neuartiges Lebensmittel

Cannabis sativa kann grundsätzlich ohne Bewilligung in Lebensmitteln eingesetzt werden, da es gemäss Novel Food Catalogue der EU nicht als neuartiges Lebensmittel gilt. Daher wird es weder von den Novel Food-Bestimmungen erfasst, noch in der Liste der Pflanzen, Pflanzenteile und daraus hergestellter Zubereitungen, deren Verwendung in Lebensmitteln nicht zulässig ist, aufgeführt (siehe Anhang 1 der Verordnung des EDI über Lebensmittel pflanzlicher Herkunft, Pilze und Speisesalz [VLpH]).

Voraussetzung für die Verwendung

Grundvoraussetzung für die Verwendung von Cannabis sativa ist jedoch, dass das jeweilige Produkt als Lebensmittel eingestuft wird und nicht z.B. von der Heilmittelgesetzgebung erfasst wird. Bei cannabishaltigen Lebensmitteln müssen zudem die zulässigen Höchstgehalte von Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) beachtet werden (vgl. Kontaminantenverordnung [VHK]).

Cannabidiol (CBD)

In der Hanfpflanze (Cannabis sativa) finden sich von Natur aus über 80 so genannte Cannabinoide. Die wichtigsten sind das psychotrope Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und das nicht psychotrope Cannabidiol (CBD).

Cannabidiol (CBD): Ein neuartiges Lebensmittel

Aus Hanfpflanzen extrahiertes oder synthetisch hergestelltes CBD kann nicht ohne Bewilligung als Lebensmittel verwendet werden, da es gemäss Novel Food Catalogue der EU immer als neuartiges Lebensmittel gilt. Aus diesem Grund ist für das Inverkehrbringen von CBD als Lebensmittel eine Bewilligung durch das BLV respektive eine Zulassung der europäischen Kommission notwendig.

Fälle mit und ohne Bewilligungspflicht

Wird in einem Lebensmittel Cannabis sativa mit erhöhtem CBD-Gehalt eingesetzt, das mittels einer neuartigen Züchtungsmethode gemäss Artikel 15 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (LGV)gewonnen wurde, besteht ebenfalls eine Bewilligungspflicht. Diese betrifft dann jedoch die neuartig gezüchtete Hanfpflanze und nicht CBD als extrahierten bzw. synthetisch hergestellten Wirkstoff. Sofern hingegen für Lebensmittel Cannabis sativa als Zutat verwendet wird, deren CBD-Gehalt im Rahmen eines natürlichen Gehaltes liegt (bei Anwendung konventioneller Züchtungsmethoden), besteht keine Bewilligungspflicht. Dies ist z.B. bei Cannabis sativa-Tee der Fall. 

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