Veränderung schaffen aber nur Gemeinsam

Kinder und Jugendschutz

Integrationsprojekt für Traumatisierte Kinder ,Jugendliche und Erwachsene aller Welt.

Wir haben es selbst erlebt wie man mit Kindern und Jugendlichen nicht umgehen sollte.

( Alte Ziegelei Rädel ) Gildegriff.

Viele fanden selbst ihren Weg, doch andere hingen, in einer endlosen schleife voll qual und folter.

Ob Körperlich oder Seelisch.

Das was den Kindern in vielen Internaten oder Heimen passiert ist, macht die Zeit nicht Weg.

Man sagt zwar die Zeit heilt alle wunden, aber anscheinend nicht alle.

Viele Kinder, Jugendliche bis hin in das Erwachsenen alter leiden unter Erinnerungen und können nur schlecht damit Leben.

Wie einige Jugendliche / Erwachsene aus der Alten Ziegelei Rädel, leiden wir immer noch an den Erinnerungen.

Wir haben uns wieder zusammen gefunden obwohl es einige leider nicht schafften und sich das Leben nahmen.

Wir möchten die retten die unter solch einer Folter leiden.

Aufgaben: Integrationsprojekt für Traumatisierte Kinder ,Jugendliche und Erwachsene aller Welt

Ursache: Zur Entstehung von Traumafolgestörungen

Erlebnisse: Krieg, Familie, Internet, Heim, Sucht…

  • Einflussfaktoren, die Ereignisse zu einem Trauma machen:
  1. Unausweichliche Lebensbedrohung für sich selbst oder eine nahestehende Personen
  2. Unvorhergesehene, plötzlich eintretende Bedrohung
  3. Zwischenmenschliche Gewalterfahrung
  4. Lang anhaltendes Geschehen
  5. Keine Hilfe von außen
  6. Versagen des Schutzes durch Erwachsene, Eltern
  7. Bedrohung durch einen nahestehenden Menschen
  • Folgen: die Wahrnehmung der Person und typische Reaktionen
  1. Existenzielle ( Lebens- ) Angst
  2. Hilfloses Ausgeliefert sein
  3. Eine nicht zu bewältigende Situation für die Person
  4. Versagen von biologische festgelegten Flucht oder Kampfreaktionen
  5. Akute Ohnmacht und Erstarren
  6. Akute Bewusstseinsabspaltung in der Situation
  • Kritische Phase
  1. Schockreaktion oder realer Stress bleiben erhalten

Folgen:

– PTBS – Posttraumatische Belastungsstörung

– Kindliche Formen von Traumafolgestörungen

  1. Andauernder oder oft wiederholter Extremstress

Folgen:

– Chronische/komplexe Traumafolgestörungen

Traumastörungen im Überblick nach ICD – 10

  1. Akute Belastungsreaktion F 43.0
  2. Posttraumatische Belastungsstörung F43.1
  3. Anpassungstörung F 43.2
  4. Dissoziative Störung F 44
  5. Andauernde Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung F 62.0
  6. Traumaassoziiere Störungen

Symptome:

  • Depression
  • Angst
  • Sucht
  • Somatisierung
  • Essstörung
  • Borderline- Persönlichektisstörung
  • Bindungsstörung
  • koplexe Trauerreaktion
  • selbstverletzendens Verhalten
  • sexualisiertes Verhalten

Kriterien der Posttraumatischen Belastungsstörung nach ICD – 10

A. Traumatisches Ereignis

B. Anhaltende Erinnerung oder Wiedererleben ( flashbacks )

  • sich wiederholende Träume
  • innere Bedrängnis in Situationen welche Belastung ähneln

C. Vermeidung der belastenden Situation / ähnliche Situationen

D. 1. Unfähigkeit, sich zu erinnern oder

2. psychische Sensitivität und Erregung

E. B,C, D innerhalb von 6 Monaten

differenzierung der Symptome eines PTBS

A. Trauma

– Traumatisches Ereignis muss vorliegen

B. Wiedererleben ( min. ein Symptom )

1. Posttraumatisches Spiel: Zwanghafte Wiederholung von Themen und Aspekten des Traumas, kein Angstabbau durch das Spiel, Kein kreatives, elaboriertes Spiel

2. Nachspielen bestimmter Aspekte des Traumas ohne zwanghaftes Wiederholen und anderen Charakteristika des posttraumatischen Spiels

3. Wiederholte Erinnerung des traumatischen Ereignisses außerhalb des Spiels, ohne notwendige offensichtliche psychische Belastung

4. Alpträume mit Bezug zum Trauma oder mit zunehmender Frequenz ohne wieder erkennbaren Inhalt

5. Episoden mit objektiven Anzeichen eines Flashbacks oder von Dissoziation

6. Psychische Belastung bei der Konfrontation mit Hinweisreizen

C. Abflachung der Reagibilität (mind. ein Symptom)

1. Einengung des Spielverhaltens

2. Sozialer Rückzug

3. Eingeschränkte Bandbreite des Affekts

4. Verlust erworbener Fähigkeiten, insbesondere im Bereich der Sprache und der Sauberkeitserziehung

D. Erhöhtes Arousal (mind. ein Symptom)

1. Nächtliche Angstzustände

2. Einschlafschwierigkeiten

3. Nächtliches Erwachen (nicht wegen Alpträumen oder Angstzuständen)

4. Schlechtere Konzentrationsfähigkeit im Vergleich zu vor dem Trauma

5. Übertriebene Wachsamkeit (Hypervigilanz)

6. Übertriebene Schreckreaktion

E. Neue Ängste und Aggression (mind. ein Symptom)

1. Neu auftretende Aggression

2. Neu auftretende Trennungsangst

3. Angst, alleine auf die Toilette zu gehen

4. Angst vor der Dunkelheit

5. Andere Ängste vor Dingen oder Situationen, die offensichtlich traumabezogen sind

F. Dauer Länger als einen Monat

Man unterscheidet zwei Typen von Traumata

  • Typologie traumatischer Ereignisse

Typ I Traumata einmalig akute Lebensgefahr unerwartet

– Akzidentelle (zufällige) Traumata

  • Verkehrsunfälle
  • berufsbedingte Traumata (Polizei, Feuerwehr)
  • Arbeitsunfälle
  • kurzdauernde Naturkatastrophen

Man Made (zwischenmenschliche) Traumata

Körperliche Erlebnis Ereignisse: Vergewaltigung, Folter, Einsperren, Festhalten, Drauf setzen

kriminelle und körperliche Gewalt

Vergewaltigungen

zivile Gewalterlebnisse (z.B. Banküberfall)

Typ II Traumata

wiederholt langandauernd teils vorhersehbar oder unvorhersehbarer Verlauf

langdauernde Naturkatastrophen (Erdbeben)

technische Katastrophen (z.B. Giftgas)

sexuelle und körperliche Misshandlungen

Geiselhaft • Kriegserlebnisse

Folter und politische Inhaftierung

Massenvernichtung (KZ-Vernichtungslager)

Risiko- und Schutzfaktoren

Faktoren, die die Ausbildung einer Traumafolgestörung wahrscheinlicher machen

  • Mangelndes Selbstbewusstsein
  • Niedrige Intelligenz
  • (aktuelle) Trennungsereignisse (z.B. Umzug)
  • Eigene psychische oder körperliche Erkrankung (oder der Eltern)
  • Erhebliche Konflikte innerhalb der Familie
  • Eigene unbewältigte Traumageschichte der Eltern
  • Aktuelle Todesfälle
  • Belastungen der Familie durch Arbeitslosigkeit, Armut, räumliche Enge
  • Zusammentreffen mehrerer Belastungsfaktoren

Seelische Erlebnisse Ereignisse:

  • Einfluss mit druck von außen
  • Angst , von den Eltern getrennt zu werden
  • Häufiges Zittern ausgelöst durch Stress und Druck
  • Extremer Sozialer Rückzug / Kontaktabbruch
  • Ängstliche Gesichtsausdrücke

Hinweis: Verhaltensanalyse eigene Person

  • Person nicht zum reden zwingen
  • nicht nachbohren ( Gefahr von flashbacks )

Altersabhängige Reaktionen von Kindern und Jugendlichen

Hinweis: Verhaltensanalyse betroffene Person

Unter 5 Jahren

Angst, von den Eltern getrennt zu werden

Schreien, Wimmern

Erstarren und/oder ungezielter Bewegungsdrang

Zittern

Ängstlicher Gesichtsausdruck

Extremes Anklammmerungsbedürfnis, distanzgemindertes Verhalten, Bindungsauffälligkeiten

Regressives Verhalten wie Daumenlutschen, Bettnässen und Angst vor Dunkelheit

6-11 Jahre

Extremer sozialer Rückzug, Kontaktabbruch

Aufmerksamkeits- u. Konzentrationsschwierigkeiten

Alpträume, Schlafprobleme

Reizbarkeit, Wutausbrüche, Prügeleien

Schulverweigerung

Psychosomatische Beschwerden (z.B. Magenschmerzen)

12-17 Jahre

Flashbacks

Alpträume

Vermeidung von allem, was an das traumatische Ereignis erinnert

Depression

Drogenmissbrauch

Probleme mit Gleichaltrigen und antisoziales Verhalten

Suizidgedanken

Nachlassen der Schulleistungen

Rachephantasien gegen Täter

Was können Bezugspersonen tun?

Umsetzung/ Reaktionen:

– Günstige Reaktionsstile

Bewusstheit: Über die Bedürfnisse des Kindes (5 Strategien)

Fragen, wie sich das Kind bezogen auf das Ereignis fühlt

Verhaltensweisen des Kindes vor und nach dem Trauma vergleichen

Einschätzen der Reaktionen des Kindes auf Grundlage seiner Persönlichkeit

Vergleich der Verhaltensweisen des Kindes mit dem Verhalten seiner Geschwister

Austausch mit anderen Erwachsenen, die das Kind gut kennen

– Günstige Reaktionsstile



Reagieren auf die Bedürfnisse des Kindes (9 Strategien)

1. Gelegenheiten zum Sprechen schaffen

2. Fragen des Kindes im Tempo des Kindes beantworten

3. Begleitete Konfrontation mit Triggern

4. Schutz vor unnötiger Bedrohung

5. Vermeiden eigenen Stresses

6. Hilfe suchen

7. Positive symbolische Aktivitäten ermöglichen

8. Tägliche Routine aufrecht erhalten

9. Freudvolle Aktivitäten ermöglichen

– Ungünstige Reaktionsstile

Rückzug/ Vermeidung

Überprotektion

Angstmachende Reaktionsweisen

Ziel:

– Erfolg zum Ziel

  • Normales Leben ermöglichen
  • Selbstbewusstsein schaffen

Im Gespräch mit betroffenen Personen:

  • Zeit haben
  • Zeit nehmen
  • Zeit geben
  • nicht ausweichen
  • da sein
  • nicht Sie sind wichtig, sonder die Betroffene Person
  • bei immer wieder kehrenden Fragen: Geduld
  • nichts verschweigen
  • nicht lügen ( Klarheit, Ehrlichkeit, keine unnötigen Informationen geben
  • eigene Unsicherheit zugeben , nicht allwissend sein
  • keine ausführlichen ,langen Erklärungen: klare, einfache Antworten oder Fragen

Hintergrundwissen für Bezugspersonen

  • Kind nicht zum Erzählen zwingen
  • nicht nachbohren: Gefahr von flashbacks
  • Kind erzählt Trauma wie normale Geschichte (evtl. lachen): Schutzreaktion vor Überflutung
  • Oftmals Besserung der Symptome alleine durch eine heilsame Beziehung zu einer Bezugsperson
  • Lernen und Spielen können zu traumatischen Erfahrungen eine heilsame Distanz herstellen
  • Bei Beziehungsgewalt (z.B. sex. Missbrauch) „schützt“ die Übernahme von Schuld die Beziehung zum wichtigen Erwachsenen
  • Traumatisierte Kinder zeigen oft regressives Verhalten (z.B. erneutes Einnässen): Zurückfallen in eine frühere, bereits überwundene Entwicklugsstufe
  • Körperliche Symptome (z.B. Einnässen, Einkoten, Kopfschmerzen): „Wenn die Seele nicht sprechen kann, spricht der Körper“
  • Auf die eigene Psychohygiene achten!
  • Achtung: Vermeidung vs. Überidentifikation!
  • Aushalten des Traumas des Kindes
  • traumatisierte Kinder fallen oft erst durch nachlassende Schulleistungen oder Änderungen im Verhalten auf
  • Wenn möglich: Einbezug der Eltern in die Arbeit

Im Gespräch mit dem Kind:

  • Zeit haben
  • Zeit nehmen
  • Zeit geben: nicht ausweichen
  • da sein
  • Aushalten immer wiederkehrender Fragen: Geduld
  • nichts verschweigen
  • nicht lügen: Klarheit, Ehrlichkeit, keine unnötigen Informationen geben
  • Fragen ehrlich und empathisch beantworten: bereit für die Geschichte des Kindes sein
  • eigene Unsicherheiten zugeben, nicht “allwissend” sein
  • auf die Vorstellungswelt des Kindes eingehen: anpassen
  • keine ausführlichen, langen Erklärungen: klare, einfache Antworten

 

 

 

 


Regelung für den Schutz von Kindern und Jugentlichen

Kinder und Jungenhilfeeinrichtungen

KJHE Alte Ziegelei Rädel

Die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung (KJHE) Alte Ziegelei Rädel war eine brandenburgische anthroposophienahe Jugendhilfeeinrichtung, an der es laut Aussagen von ehemaligen Mitarbeitern, Eltern betroffener Kinder und des RBB-Fernsehens zu Kindesmisshandlungen gekommen ist. Der Verband der Waldorfschulen Berlin-Brandenburg bestreitet die Vorwürfe allerdings und vermutet ein „Komplott unzufriedener Ehemaliger“ sowie die „Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Mehrere Eltern erstatteten Strafanzeige gegen die pädagogische Leiterin Angelika Gilde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts der Misshandlung Schutzbefohlener in mehreren Fällen gegen die anthroposophische Einrichtung. Gilde wurde zunächst untersagt, sich mit Kindern allein in einem Raum aufzuhalten. Nach weiteren Hinweisen und Aussagen sprach das Landesjugendamt ein Beschäftigungsverbot aus. Zudem haben Ermittler die Einrichtung wegen des Verdachts der Untreue durchsucht.

An der KJHE Rädel wurde in Kooperation mit der Waldorfschule Potsdam Schulunterricht erteilt.

Vorwürfe

Kinder litten laut eigenen Aussagen, die von ehemaligen Angestellten der KJHE bestätigt wurden, unter psychischen Qualen und auch unter physischen Misshandlungen. Schüler der Einrichtung machten selbst Tonaufnahmen, die vom RBB wiedergegeben wurden. Den erhobenen Vorwürfen zufolge sollen Kindern über längere Zeit die Arme nach hinten um den Hals geschlungen und dort von der beschuldigten Pädagogin zusammen gehalten worden sein, während diese ihr Knie in den Rücken der Kinder gebohrt habe. Unter den Heimkindern sei der Griff nach der Heimleiterin als „Gilde-Griff“ bezeichnet worden. Außerdem sollen Kinder gezwungen worden sein, allein und ohne Matratze auf dem Steinfußboden im Keller zu schlafen. Ein Mädchen soll mehrere Tage und Nächte in einem Kellerraum ohne Licht und Schlafgelegenheit eingesperrt worden sein. Ein Junge berichtete, von der pädagogischen Leiterin mit einem Stuhl derart heftig am Kopf getroffen worden zu sein, dass er ohnmächtig geworden sei. Yesha Karmeli, ehemaliger Heiltherapeut der KJHE, sagte aus, in einem Fall hätten drei Mitarbeiter des Heims, darunter die pädagogische Leiterin, ein Kind zwei Stunden lang am Boden liegend festgehalten.

Die KJHE hatte gegen diese Vorwürfe eine einstweilige Verfügung erwirkt, weshalb der Beitrag vom RBB eine zeitlang vom Server genommen werden musste. In der Verhandlung konnte die Journalistin Gabi Probst ihre Vorwürfe aber belegen. Seitdem darf der RBB den Beitrag wieder in voller Länge zeigen.

KJHE

Zunächst wurde das Kinderheim von der Hofgut Alte Ziegelei Rädel GmbH betrieben, die im Oktober 2012 aufgelöst wurde. Geschäftsführer waren Erwin Roth und Marcus Sperlich. Anfang 2009 hat die Gemeinnützige Kinder- und Jugendhilfe am Gohlitzsee GmbH die Einrichtung übernommen, eine Gründung des Vereins zur Förderung und Entwicklung anthroposophischer erweiterter Heilkunst e.V. aus Berlin. Pädagogische Leiterin des Kinderheims war bis zur Entlassung 2008 Angelika Gilde. Das brandenburgische Bildungsministerium gab bekannt, dass 4 von 16 Erziehern der KJHE keine vorgeschriebene Qualifikation besaßen. Trägerverein ist der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Alte Ziegelei Rädel e.V.(Amtsgericht Potsdam VR 3220). 

„Racheakt von Ehemaligen“

Die anthroposophische Einrichtung und der Verband der Waldorfschulen Berlin-Brandenburg weisen die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher der Einrichtung sagte, diese stammten überwiegend von „unzufriedenen Ehemaligen“, man könne ein Komplott gegen die KJHE nicht ausschließen. 

Lügenpresse

 

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