Mit Hanf ist gut zu Bauen

Häuser aus Hanf

Wir werden nicht nur mit der Notwendigkeit konfrontiert, Häuser für die wachsende Bevölkerung zu bauen, sondern üben auch immer mehr Druck auf unsre Ökosysteme aus, da wir unsere natürlichen Ressourcen mit einer unaufhaltsamen Geschwindigkeit ausbeuten.

Gebauter Sondermüll

Tatsächlich werden heutzutage in der Baubranche Materialien verbaut, die weder getrennt noch wiederverwertet werden können, sondern teilweise als Sondermüll entsorgt werden müssen. Hanf in Kombination mit Naturkalk bietet hier eine ideale Lösung sowohl in bauphysikalischer als auch ökologischer Sicht. Heraus kommen Hanfsteine in diversen Stärken, die nach einem Monat Trocknungszeit verbaut werden können. Die Produktion benötigt zwar eine große Maschine, ist wegen der natürlichen Trocknung aber äußerst schonend für die Umwelt.

Klimahaus mit Hanfsteinen

Die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Hauses in Europa beträgt etwa 30 Jahre, danach ist es Sondermüll. Der Grund, weshalb Häuser gedämmt werden, liegt außer im Komfort hauptsächlich in der Schonung der Umwelt durch Energieersparnis.

Schutz gegen Schimmel, Feuer und Insekten

Hanfsteine dämmen Wärme, speichern und reflektieren sie. Dadurch bringen sie behagliche Wärme im Winter und Kühle im Sommer. In der Wirkung auf die Raumluft sind Hanfsteine dem Lehm sehr ähnlich. Durch die Kondensationsenergie entsteht eine natürliche Klimaanlage, die im Winter Wärme und im Sommer Kühle freisetzt.

Im Gegensatz zu den meisten konventionellen Dämmmaterialien brauchen Hanfsteine keine synthetischen Brandhemmer. Da der Kalk in die Hanfschäben eindringt und mineralisiert, brennen Hanfsteine nicht . Hanfsteine sind resistent gegen Insekten und Ungeziefer, sehr leicht im Gewicht und diffusionsoffen. Hanfsteine vs.

Nur hochwertige Naturkalke mit besonderer Zusammensetzung in Kombination mit natürlichen Additiven ergeben ein hochqualitatives Produkt. Der Unterschied von Hanfbeton und Hanfsteinen ist – sofern die Mischung gut ist – nur der zeitliche Faktor. Hanfsteine sind schon vorfabriziert und trocken, Hanfbeton muss erst trocknen. Nicht zu unterschätzen ist beim Hanfbeton der Arbeitsaufwand.

Erfahrungsgemäß ist dies machbar, wenn der Bauherr ohne externe Baufirma arbeitet und Zeit hat. bei einer sehr schiefen, alten Steinmauer oder bei der Ausfachung von alten Fachwerkhäusern, ist Hanfbeton die ideale Lösung, auch weil es nur wenige gute Alternativen gibt.

Einhaltung neuer EU-Standards

Für den Landwirt hat dies den Vorteil, dass er die ganze Pflanze verwertet und damit mehr Geld verdient. Die EU will mit den Nearly zero-energy buildings ab 2020 bei jedem Bau die Produktion und Entsorgung der Materialien in die Ökobilanz einberechnen. In den skandinavischen Ländern ist dies heute vorgeschrieben.