Museumsdorf Düppeln Berlin

Das Museumsdorf Düppel in der Stiftung Stadtmuseum Berlin zeigt ein mittelalterliches Dorf inmitten von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Landschaft, wie es vor rund 800 Jahren tatsächlich ausgesehen haben könnte. Auf einer Fläche von etwa 8 Hektar wurde versucht, die Bebauung anhand archäologischer Funde sowie einfache Handwerke und Landwirtschaft nach zeitgenössischen Quellen zu rekonstruieren.

Das Museumsdorf zeigt verschiedene historische Häuser die zum Wohnen, Brot backen oder Arbeiten genutzt wurden. Gärten und Viehweiden dürfen natürlich auch nicht fehlen, obwohl die damaligen Dorfbewohner ihr Vieh wohl hauptsächlich auf dem Dorfplatz hielten.

Ein Gefühl vom Leben vor mehr als 800 Jahren kann man schon bekommen, wenn man unter lauter mittelalterlich gekleideten Bauern steht, die ihr Tagwerk verrichten. Doch die Bauern haben sich nicht nur um den Acker und das Vieh gekümmert. Die Düppeler haben Teer produziert (wobei man ihnen heute sogar zuschauen kann), außerdem musste Keramik hergestellt werden und viele andere Dinge des täglichen Lebens – es gab ja noch nichts im Supermarkt zu kaufen. Daneben gibt es in Düppel heute auch Schmiede, auch wenn diese früher das mittelalterliche Dorf wohl nur selten besucht haben.Neben der Wissensvermittlung werden mittelalterliche Fertigungstechniken erforscht und durch Fachpublikationen regelmäßig dokumentiert, so dass das Museumsdorf Düppel als ein anerkanntes Zentrum für experimentelle Archäologie gilt.

Museumsdorf Düppeln Berlin