Plastikmüll statt Mode – Ersticken wir in Billig-Altkleidern?

„Geiz ist geil“ war gestern. Plötzlich ist in der Werbung alles grün, langlebig und nachhaltig. Andere Unternehmen werben offensiv mit Diversität. Das Problem: Nicht alle Konzerne können ihre Versprechen auch halten.

Ein Bericht von Matthias Schwarzer

Hannover. Noch vor ein paar Jahren sahen Werbespots für Textilunternehmen alle gleich aus. Superhip, superlässig und immer mit atemberaubend schönen Models. Die Frauen rank und schlank, die Männer mit mehr Bizeps und Sixpack als eigentlich nötig.

Auch bei H&M war das so. Noch 2013 beispielsweise stolzierten Frauen in Werbespots des Unternehmens in hippen Alltagsklamotten durch Großstadtstraßen, mal rekelten sie sich in Dessous auf Holzliegen oder spazierten durch verwunschene Burgruinen. Auf den Hüfen: nie ein Gramm zu viel.

Doch Zeiten ändern sich. Schaut man sich heute aktuelle Werbespots im Fernsehen an, so scheint die Branche in den Weltverbesserungsmodus geschaltet zu haben. Und eines der Trendthemen der vergangenen Wochen ist ohne Zweifel dieses: „Diversity“.

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