Qualzucht

Was versteht man unter Qualzucht?

Laut §11b des Deutschen Tierschutzgesetzes ist eine Qualzucht gegeben, wenn „… bei Wirbeltieren die durch Zucht geförderten oder die geduldeten Merkmalsausprägungen (Form-, Farb-, Leistungs- und Verhaltensmerkmale) zu Minderleistungen bezüglich Selbstaufbau, Selbsterhaltung und Fortpflanzung führen und sich in züchtungsbedingten morphologischen und/oder physiologischen Veränderungen oder Verhaltensstörungen äußern, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind.“

Es gibt Hunderassen, die als Sinnbild für Qualzucht gelten. Dazu gehören beispielsweise die Französische und Englische Bulldogge sowie der Mops. Doch was weniger bekannt ist: Auch viele andere beliebte Hunderassen leiden unter Gendefekten, die bei der Zucht in Kauf genommen werden. Bei strenger Auslegung des Tierschutzgesetzes ist bei Hunden, denen extreme Merkmale angezüchtet sind, die ihre Gesundheit gefährden und einschränken, bereits eine Qualzucht gegeben. Eine offizielle Liste mit Hunderassen, die als Qualzucht gelten, gibt es nicht. Orientieren kann man sich an dem am 2. Juni 1999 im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft veröffentlichten Gutachten zur Auslegung von §11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen). Die Liste enthält diverse Merkmale bzw. Gendefekte, die als Qualzucht einzustufen sind. Unsere Liste enthält 10 Hunderassen, die beispielhaft für diese Merkmale genannt werden. Die Liste erhebt keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit.

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