Rund um Dreadlocks

Anleitung zum selber machen

Dreadlocks sind für viele Menschen ein Ausdruck einer speziellen Einstellung. Auch wenn die Dreads in vielen Kulturen eine religiöse Bedeutung haben, sind hierzulande die Dreadlocks oder sogenannten Rastazöpfe einfach nur eine besonders coole Frisur.

Echte Dreadlocks dauern Jahre, da die nachwachsenden Haare nicht gekämmt werden und so mit der Zeit verfilzen. Die Rastafaris haben durch die Reggae-Musik diese Frisur der Rastazöpfe besonders publik gemacht.

Bob Marley ist auch noch Jahrzehnte nach seinem Tod der Inbegriff für lässige Dreadlocks. Wer sich für diese Frisur entscheidet, sollte sich darüber klar sein, dass Dreadlocks mehr als eine Frisur sind, sie sind ein Lebensgefühl.

Sie erfordern eine gewisse Pflege und auch Geduld, denn je älter die Dreadlocks sind, desto schöner werden sie. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, den Verfilzungsvorgang etwas zu beschleunigen, sodass niemand, der Dreads haben möchte, Jahre warten muss.

Dreadlocks selber machen – Anleitung

Für diesen Vorgang brauchen Sie unbedingt viel Zeit, denn haltbare Dreadlocks entstehen nur durch präzises Arbeiten. Die Haare sollten nicht frisch gewaschen sein und natürlich trocken.

Nun werden die Haare gut durchgekämmt und einzelne Strähnen abgeteilt. Je dicker die einzelnen Strähnen sind, desto dicker werden nachher auch die Dreadlocks. Jede Strähne muss einzeln bearbeitet werden.

Je nach Haardicke und Menge ist dies ein stundenlanger Aufwand. Die Hilfe von einer Freundin kann hierbei sehr sinnvoll sein.

Jede einzelne Strähne wird erst einmal glatt gezogen und dann mithilfe eines Metallkamms toupiert. Allerdings wird hier immer nur zentimeterweise gearbeitet.

Das heißt, Sie fangen ca. 2 cm unterhalb des Haaransatzes an und schieben den Kamm Richtung Kopfhaut. Dabei immer die Haarspitzen mit etwas Spannung glatt halten.

Toupieren Sie so lange an einer Stelle, bis sich Knoten bilden. Zwischendurch die Strähne immer wieder etwas straffen, damit die Dreadlocks haltbar werden.

Erst, wenn die ersten Zentimeter gut verfilzt sind, wird der Kamm tiefer angesetzt und die nächsten 2 cm werden toupiert. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis Sie die Spitzen der Haarsträhne erreichen.

Die letzten Millimeter werden dann umgeklappt und mit feinen Haargummis an der entstandenen Filzlocke befestigt. Diesen Vorgang mit allen Strähnen wiederholen.

Die kleinen Haargummis gibt es in vielen verschiedenen Farben, sodass sie entweder passend zur Haarfarbe gewählt werden können oder farbige Akzente setzen.

Wenn die Haare etwas gewachsen sind, werden die Gummis abgemacht und die Haare wieder mit der Filztechnik bearbeitet. So werden die Rastazöpfe langsam aber sicher immer länger.