Sicherheit geht vor

Alle Informationen die es zu einer der aufgeführten Substanz gibt, werden in diesem Bereich in der Übersicht dargestellt.

Chemisch betrachtet gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Alkohole, doch nur Ethanol (älter: Äthylalkohol) mit der chemischen Formel C2H5OH ist für den Menschen in kleinen Mengen verträglich. Andere Alkohole wie Methanol oder Glycol sind schon in geringen Mengen hochgiftig.

Der Trinkalkohol wird durch Vergärung von Zucker aus verschiedenen Grundstoffen gewonnen. Unter anderem werden Getreide, Früchte und Zuckerrohr zu seiner Herstellung verwendet …

Zu hoher Konsum bei Alkohol

Alkohol ist die meist verwendete und am weitesten verbreitete psychoaktive Droge in unserem Land.

Welchen Alkohol trinken die Deutschen am liebsten? Wer trinkt wie viel? Und wie viel ist eigentlich zu viel? Der erstmals herausgegebene Alkoholatlas liefert jede Menge Zahlen und Fakten zum Thema Alkohol. Ein Nachschlagewerk mit einer klaren Botschaft: Die Deutschen schauen zu oft zu tief ins Glas. 

Kurzfristige Auswirkungen

Alkohol wird im Magen absorbiert, tritt in den Blutkreislauf ein und durchläuft sämtliche Gewebe. Die Auswirkungen von Alkohol hängen von einer Reihe von Faktoren ab, wie dem Gewicht, dem Alter und dem Geschlecht der Person.  Auch die Nahrung, die zusammen mit dem Alkohol konsumiert wird, spielt eine Rolle. Die enthemmende Wirkung von Alkohol ist einer der Hauptgründe, weshalb er so häufig in gesellschaftlichen Situationen konsumiert wird. Wirkungen von gemässigtem Alkoholkonsum sind Schwindel und Gesprächigkeit. Die Auswirkungen von grösseren Alkoholmengen beinhalten lallende Aussprache, Schlafstörungen, Übelkeit und Erbrechen. Selbst geringe Mengen an Alkohol beschränken das Urteilsvermögen und die Koordination, welche erforderlich ist, um ein Auto sicher zu lenken. Alkohol kann auch das Auftreten einer Reihe von aggressiven Handlungen fördern, wie z.B. häusliche Gewalt oder Kindesmissbrauch. Ein „Kater“ ist eine weitere mögliche Auswirkung. Nach intensivem Alkoholkonsum besteht ein „Kater“ aus Kopfweh, Übelkeit, Durst, Schwindel und Müdigkeit.

Langfristige Auswirkungen

 Über eine längere Zeitdauer kann massiver Alkoholkonsum zur Abhängigkeit führen. Plötzliches Absetzen nach lang anhaltendem, intensivem Alkoholkonsum bewirkt voraussichtlich Entzugssymptome, wie z.B. ernsthafte Angstgefühle, Halluzinationen, körperliches Zittern und Krämpfe. Der langfristige Konsum von grossen Mengen an Alkohol, speziell wenn begleitet durch mangelhafte Ernährung, kann zu permanenten Organschäden führen, wie etwa dem Gehirn oder der Leber. Zusätzlich können Mütter, die während der Schwangerschaft Alkohol trinken, Säuglingen gebären, die von vornherein mit Alkoholsyndromen belastet sind. Diese Kinder können geistig behindert sein oder körperliche, irreversible Abnormalitäten aufweisen. Forschungsresultate zeigen stichhaltig auf, dass Kinder von Alkoholikern einer grösseren Gefahr ausgesetzt sind, selber Alkoholiker zu werden.


Marihuana ist eine grüne oder graue Mischung aus getrockneten, fein gehäckselten Blüten und Blättern der Hanfpflanze (Cannabis sativa). Die wesentliche aktive chemische Substanz in Marihuana, die auch in anderen Formen von Cannabis auftaucht, ist THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol).

Von den ungefähr 400 verschiedenen chemischen Substanzen, die in der Cannabis-Pflanze gefunden werden, beeinflusst THC das Gehirn am meisten. Es ist wahrscheinlich die am meisten illegal verwendete Droge auf der Welt. Sie ist auch als Gras oder Hasch bekannt.

Die meisten Konsumenten rollen das lose Marihuana zusammen mit Tabak in eine Zigarette, welche „Joint“ genannt wird. Es kann in der Wasserpfeife geraucht werden  „Bong“ genannt, in verschiedene Nahrungsmittel gemischt oder als Tee gebrüht werden. Es ist auch in Zigarren aufgetaucht, die „blunts“ genannt werden.

Kurzfristige Auswirkungen

 Probleme beim Lernen und Erinnern, verzerrte Wahrnehmung (Sehen, Klang, Zeit, Tastsinn), Schwierigkeiten beim Denken und Lösen von Problemen, Verlust der motorischen Koordination, erhöhter Herzschlag und Angstgefühle. Diese Auswirkungen sind noch stärker wenn andere Drogen mit Marihuana vermischt werden. Konsumenten können einen trockenen Mund und Hals empfinden.

Langfristige Auswirkungen

Der Rauch von Marihuana beinhaltet einige derselben Krebs verursachenden Bestandteile, wie in Tabak enthalten sind, manchmal sogar in höherer Konzentration. Studien zeigen, dass jemand, der fünf Joints in der Woche raucht, so viele Krebs verursachende Substanzen aufnimmt wie jemand, der täglich ein Paket Zigaretten raucht.

Cannabis gehört zur botanischen Gattung der Hanfgewächse (Cannabaceae) mit psychoaktiven Wirkstoffen. Die stärkste Wirksubstanz ist Tetrahydrocannabinol (THC). Es gibt eine weibliche und eine männliche Form der Pflanze, selten zwittrige Varianten. Nur die weibliche Form der Gattung „Cannabis sativa“ enthält genügend THC, um einen Rausch zu erzeugen … 

Warum der Nachweis von Cannabis so lange möglich ist

Schon ein Milliardstel Gramm reicht aus. Wer mit einem Nanogramm THC pro Milliliter Blut im Straßenverkehr erwischt wird, muss mit dem Entzug des Führerscheins rechnen. Der Nachweis des Cannabiswirkstoffs ist aber häufig auch dann noch möglich, wenn der Rausch schon längst verklungen ist. 


Kurzfristige Auswirkungen

Erhöhte Gesprächigkeit, erhöhte Aggressivität, erhöhte Atmung, erhöhter Herzschlag, erhöhter Blutdruck, reduziertes Hungergefühl. Ein Indikator kann sein: erweiterte Pupillen, die sich auch bei hellem Licht nicht verändern. Dazu kommen visuelle Halluzinationen, akustische Halluzinationen, sich zwanghaft wiederholende Handlungen. Andere Auswirkungen von hohen Dosen können Fieber und Schwitzen beinhalten. Trockener Mund, Kopfweh, verschwommene Sehwahrnehmung, unregelmässiger Herzschlag, körperliches Zittern, Verlust des Gleichgewichtssinns, Kollaps (Nerven-Zusammenbruch).
 

Langfristige Auswirkungen

Mögliche langfristige Auswirkungen beinhalten Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben und Abhängigkeit. Gewalt und Aggressivität schaden dem gesunden Sozialverhalten, Fehlernährung durch Unterdrückung des Hungergefühls schaden der Person selber.


Kurzfristige Auswirkungen

Kurzfristige Auswirkungen von Kokain können sein: verengte Blutgefässe, erhöhte Temperatur, erhöhter Herzschlag, erhöhter Blutdruck, Schlaflosigkeit, Appetitverlust, ein Gefühl der Ruhelosigkeit, Reizbarkeit und Angstgefühle. Ein Indikator kann sein: erweiterte Pupillen, die sich auch bei hellem Licht nicht verändern. Die Dauer der unmittelbaren euphorischen Auswirkungen von Kokain, welche Energie, reduzierte Müdigkeit und geistige Klarheit beinhaltet, hängt davon ab, WIE es verwendet wird. Je schneller es absorbiert wird, desto intensiver ist das „High-Gefühl“. Das „High“ vom Sniffen kann zwischen 15 bis 30 Minuten anhalten, während beim Rauchen das „High“ zwischen 5 bis 10 Minuten dauern kann. Die stimulierende Wirkung von Kokain ist sehr kurzfristig und sobald die Droge das Gehirn verlässt, kann der Konsument einen „Coke Crash“ erleben, was Depression, Reizbarkeit und Müdigkeit beinhaltet.

Langfristige Wirkungen

Hohe Dosen von Kokain und/oder langanhaltender Gebrauch davon kann Verfolgungswahn auslösen. Das Rauchen von Crack kann beim Konsumenten ein extrem aggressives, paranoides Verhalten bewirken. Wenn abhängige Personen den Gebrauch von Kokain beenden, werden sie oft depressiv. Fortdauerndes Sniffen von Kokain kann zu Geschwüren in den empfindlichen Membranen der Nase führen.


  • LSD

LSD (Lysergsäurediethylamid,) ist eine der bedeutendsten Drogen in der Klasse der Halluzinogene. LSD wurde 1938 entdeckt und ist eine der stärksten,  Stimmungs verändernden Chemikalien. Es wird aus Lysergsäure hergestellt, welche im Mutterkornpilz gefunden wird. Dieser Pilz wächst auf Roggen und anderem Getreide.

LSD, normalerweise als „Acid“ bezeichnet, wird in Form von Tabletten, Kapseln, und gelegentlich in flüssiger Form auf der Strasse verkauft. Es ist geruchlos, farblos, hat einen etwas bitteren Geschmack und wird gewöhnlich durch den Mund eingenommen. Oft wird LSD auf saugfähiges Papier, wie zum Beispiel Löschpapier, gegeben, welches dann in kleine dekorierte (meist bedruckt mit einem kleinen Bild) Quadrate aufgeteilt wird, wobei jedes Quadrat einer Dosis entspricht.

Die amerikanische Drogenbehörde (DEA) berichtet, dass die Stärken von LSD Proben, die aus illegalen Quellen stammen, zwischen 20 bis 80 Mikrogrammen pro Dosis variieren. Dies ist beträchtlich weniger als die Dosierungen die während der 60er und der frühen 70er Jahre berichtet wurden, als die Dosierungen von 100 bis 200 Mikrogrammen, oder höher, pro Einheit, reichten.

Gesundheitliche Risiken

Die Auswirkungen von LSD sind nicht voraussagbar. Sie sind abhängig von der Dosis, von der Persönlichkeit des Konsumenten, seiner Stimmung, seiner Erwartungen und von der Umgebung, in der die Droge benutzt wird. Gewöhnlich fühlt der Konsument die ersten Wirkungen der Droge zwischen 30 bis 90 Minuten nach der Einnahme. Die physischen Wirkungen beinhalten erweiterte Pupillen, erhöhte Körpertemperatur, gesteigerten Herzschlag und Blutdruck, Schwitzen, Verlust des Appetits, Schlaflosigkeit, einen trockenen Mund und Zittern.

Empfindungen und Gefühle ändern sich viel dramatischer als die physischen Anzeichen. Der Konsument kann mehrere verschiedene Gefühle zur selben Zeit empfinden, oder schnell von einem Gefühl zu einem anderen schwanken. Wenn in genügend hoher Dosis eingenommen, erzeugt LSD Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Die Empfindung für Zeit und Selbst verändert sich. Empfindungen scheinen „sich umzudrehen“, und geben dem Konsumenten das Gefühl, Farben hören und Klänge sehen zu können. Diese Verwechslungen können erschrecken und Panik verursachen.

Einige Konsumenten bezeichnen ihre Erfahrung mit LSD als eine „Reise“ (Trip) und akute, ungünstige Reaktionen als eine „schlechte Reise“ (bad Trip). Diese Erfahrungen dauern sehr lange an, typischerweise beginnen sie sich erst nach ungefähr 12 Stunden aufzulösen.

Einige LSD-Konsumenten erfahren schwere, angsteinflössende Gedanken und Gefühle, ein Gefühl des Verlierens der Kontrolle, Angst vor Wahnsinn und Tod, sowie Verzweiflung während dem Konsum von LSD. Einige tödlichen Unfälle haben während dem Zustand des LSD Rausches stattgefunden.

Viele LSD Benutzer erfahren sogenannte „flashbacks“, das heisst die Wiederkehr gewisser Aspekte der Erfahrungen einer Person, ohne dass die Person die Droge wieder einzunehmen braucht. Eine „flashback“ findet plötzlich, oft ohne Vorwarnung statt und kann innerhalb von ein paar Tagen oder mehr als einem Jahr nach dem LSD Gebrauch stattfinden. Flashbacks finden gewöhnlich bei Leuten statt, die Halluzinogene chronisch benutzen oder bereits ein grundlegendes Persönlichkeitsproblem haben; aber auch sonst gesunde Leute, die LSD gelegentlich benutzen, können Flashbacks haben. Schlechte „Trips“ und Flashbacks sind nur Teil der Risiken des LSD-Konsums. LSD Benutzer können verhältnismässig dauerhafte Psychosen, wie zum Beispiel Schizophrenie oder schwere Depression manifestieren. Es ist schwierig, den Umfang und den Mechanismus zu bestimmen, den LSD an diesen Krankheiten einnimmt.

Die meisten LSD-Konsumenten reduzieren oder stoppen auf Dauer die Einnahme freiwillig. LSD wird nicht als eine zur Abhängigkeit führende Droge betrachtet, da es kein zwanghaftes Verlangen erzeugt, wie dies bei Kokain, Amphetamin, Heroin, Alkohol, und Nikotin der Fall ist. LSD erzeugt jedoch, gleich wie abhängig machende Drogen, eine Gewöhnung an die Auswirkungen der Drogen, weshalb einige Konsumenten, die immer wieder LSD nehmen, zunehmend höhere Dosen brauchen, um die selbe Berauschungsstufe zu erreichen, die sie vorher hatten. Dies ist eine äusserst gefährliche Praxis, angesichts der Unberechenbarkeit von LSD. NIDA (das amerikanische Institut gegen Drogenmissbrauch) finanziert Studien, die sich auf die neurochemischen und die verhaltenssteuernden Eigenarten von LSD konzentrieren. Diese Forschung wird ein grösseres Verständnis über die Mechanismen der Droge LSD ermöglichen.


  • Heroin

Heroin ist eine sehr stark abhängig machende Droge, ein Derivat aus Morphium welches wiederum aus der Mohnpflanze gewonnen wird.

Es ist ein weisses oder bräunliches Pulver, oder eine teerähnliche Substanz. Es ist eine „drückende“ Droge, welche auf das Genuss-Systems des Gehirns wirkt und die Schmerzwahrnehmung des Gehirns beeinflusst.

Heroin kann auf verschiedene Arten verwendet werden, je nach Benutzerpräferenz und der Reinheit der Droge. Heroin kann in die Venen injiziert werden („mainlining“), oder  in einen Muskel injiziert werden. Geraucht, in einer Wasserpfeife, in einem Marihuana-Joint oder in eine gewöhnliche Zigarette gemischt, und mittels einem Röhrchen inhaliert ist die Einnahme als „den Drachen jagen“ bekannt. Heroin wird auch (wie Kokain) als Puder in die Nase eingezogen.

Kurzfristige Auswirkungen

Die kurzfristigen Auswirkungen des Heroinmissbrauchs tauchen nach einer einzigen Dosis auf und verschwinden in ein paar Stunden. Nach einer Heroinspritze berichtet der Konsument über einen Anstieg der Euphorie („Rush“), welche von einem warmen Durchströmen der Haut begleitet wird, einem trockenen Mund und schweren Extremitäten. Der anfänglichen Euphorie folgt, ein Zustand der als „on the nod“ bekannt ist, wo man zwischen wachen und schläfrigen Phasen wechselt. Die mentalen Funktionen werden durch Depressionen des zentralen Nervensystems eingeschränkt. Andere Auswirkungen sind langsames und belegtes Sprechen, schleppender Gang, verengte Pupillen, zufallende Augenlider, behinderte Sehwahrnehmung bei Dunkelheit, Erbrechen und Verstopfung.

Langfristige Auswirkungen

Chronische Konsumenten können verstopfte Venen bilden, an Infektionen der Herzkranzgefässe, an Abszessen, Cellulitis und Leberkrankheiten leiden. Atmungskomplikationen einschliesslich verschiedener Arten von Lungenentzündungen können aufgrund des schlechten gesundheitlichen Zustandes des Abhängigen entstehen, dies vor allem aufgrund der einengenden Wirkung des Heroins auf die Atmung. Zusätzlich zu diesen Auswirkungen der Droge kann auf der Strasse gehandeltes Heroin, Zusätze beinhalten, welche sich nicht auflösen lassen und in verstopften Blutgefässen resultieren, welche sich auf die Lunge, die Leber, die Galle und das Gehirn auswirken. Dies kann zu Infektionen oder sogar zum Tod von kleinen Zellgruppen in lebenswichtigen Organen führen. Durch den regelmässigen Heroinkonsum entwickeln sich Empfindungslosigkeiten. Das bedeutet, dass der Heroinabhängige mehr Heroin verwenden muss, um dieselbe Intensität oder Auswirkung der Droge zu erleben. Sowie höhere Dosen über eine Zeit hinweg genommen werden, entwickelt sich eine physische Abhängigkeit.

Mit der physischen Abhängigkeit passt sich der Körper der Präsenz von Drogen an und Entzugssymptome können auftreten, wenn die Einnahme reduziert oder gestoppt wird. Entzug von Heroin, der bei regelmässig Konsumierenden innerhalb weniger Stunden nach der letzten Verabreichung auftreten kann, erzeugt ein verlangen nach weiterem Heroin. Begleiterscheinungen sind Unruhe, Muskel- und Knochen-Schmerzen, Schlaflosigkeit, Durchfall und Erbrechen, Kälte-Gefühle („Gänsehaut“, welche als „cold turkey“ bezeichnet wird), zuckende Bewegungen („kicking the habit“), und andere Symptome. Die bedeutendsten Entzugssymptome erreichen den Höhepunkt innert 48 bis 72 Stunden nach der letzten Dosis und halten während ungefähr einer Woche an. Plötzlicher Entzug bei schwerabhängigen Personen, die einen schlechten Gesundheitszustand aufweisen, kann tödlich verlaufen.


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