Erstes Tattoo:

Tattoo Convention Feedback : Tätowierer sagen Was zu beachten ist

Egal ob man sich zum ersten Mal tätowieren lässt,  oder es sich um ein der vielen Male handelt, ist es dennoch für viele eine aufregende Zeit. Dennoch gibt es ein paar kleine Dinge zu berücksichtigen.

Hier ein paar Verhaltensregeln die befolgt werden sollten:

1. Trinke keinen Alkohol vor dem Tätowieren

Trinke keinen Alkohol vor dem Tätowieren

Grund

Alkohol verdünnt das Blut, wer während des Tätowierens unter Alkoholeinfluss steht blutet viel stärker. Wer stark blutet weil er Alkohol konsumiert hat vor dem taättovieren der braucht sich nicht wundern wenn der Körper die Farbe nicht richtig annimmt da bei dem vielen Bluten automatisch die Farbe mit rausgeschwemt wird. Alkohol macht die Sinne stumpf und verursacht, dass Du eine falsche  Entscheidung treffen könntest.

2. Vor dem tätowieren eine anständige Mahlzeit essen

Esse eine anständige Mahlzeit bevor du dich tätowieren lässt.

Du wirst dich wohler fühlen.  Wenn Du  keine Zeit für eine richtige Mahlzeit hast, essen mindestens einen Snack, er wird deinen Blutzuckerspiegel erhöhen.

3. Richtige Kleidung, die dem Tattoowierer Zugang zum Bereich gibt, wo du dich tätowieren lassen möchtest

Es ist notwendig die richtige Kleidung, die dem Tattoowierer Zugang zum Bereich gibt, wo du dich tätowieren lassen möchtest zu tragen. Tattoowierer geben immer ihr Bestes um, dass keine Tinte auf deine Kleidung kommt.

Deshalb ist es eine gute Idee, Kleidung  zu tragen, worauf du verzichten kannst, falls die Tinte drauf landet. Trage bequeme Kleidung,  wenn du ein großes oder kompliziertes Tattoo hast trage weite nicht reibende Kleidung.

4. Begleitung schafft vertrauen, ein guter Freund

Man kann sich immer viel besser an unbekannten Orten entspannen, wenn eine vertraute Person z.B ein guter Freund dich zum tätowieren begleitet, am besten eine Person die das tätowieren schon kennt und dem man sich mit einen netten Plausch zum Tattoo Studio noch die Zeit zum entspannen nehmen kann. 

5. Ausgeschlafen zum Tätowieren 

Schlaf ist eine ganz wichtige Sache. Nicht nur das wir uns am nächsten morgen besser fühlen nein unser ganzer Organismus muss sich in der Nacht erholen. Ganz besondern wichtig ist ein guter Nachtschlaf, bevor du zum tätowierer gehst. 

Es entspannt die Muskeln was besonders wichtig ist vor dem tätowieren.

Verspannte Muskulatur großer Schmerzfaktor

6. Solarium und Sonnenbad nach dem tätowieren

Vermeide die Sonne und das Solarium, bevor du dich tätowieren lässt.

Auf einem Sonnenbrand zu tätowieren ist nicht Ratsam und extrem schmerzhaft.

Auch nach einer tatowierung ist es nicht ratsam in die Sonne zu gehen oder in das Solarium.

Grund

Wer ein Tattoo auf der Haut trägt muss es pflegen wie ein paar Schuhe.

Sonst pellt sich die Haut, reist auf und entzündet sich.

7. Keine Medikamente einnehmen, bevor du dich tätowieren lässt

Schmerzlindernde Medikamente verstärken die Blutung.

Wie bei Alkohol ist es nicht Ratsam sich Kopfschmerztabletten oder Schmerzlindernde Medikamente einzunehmen.

Wenn Sie diese Art von Medikamenten bekommen, klären sie es vorher mit ihrem tätowierer ab. 

7.1 Keine Schmerzstillenden Drogen einnehmen

Auch bei Drogen wie Kokain und Methamphetamin wird es Probleme mit der Blutung geben. Genau wie das ruhig liegen bleiben oder gar stillzuhalten, wird während des tätowierens sehr anstrengend.

Bei rauchen von Cannabis/Marihuana wird das Blut nicht verdünnt, aber der Schmerz vergrößert

8. Vor dem Tätowieren keinen Kaffee

Es ist nicht ratsam vor dem tätowieren Kaffee zu trinken. Es verdünnt das Blut, beschleunigt den Puls damit den Blutfluss vermindert deine Fähigkeit, mit dem Schmerz umzugehen.

9. Nicht jeder Bereich ist ideal zum tätowieren wähle sorgsam

Schmerzempfinden auf verschiedenen Körperteilen Nicht jeder empfindet Schmerz wie der andere.

Jeder hat ein unterschiedliches Schmerzempfinden an verschiedenen Teilen seines Körpers. Wenn du dich das erstes Mal tätowieren lässt, lasse dich vorher Beraten wo du dich tätowieren lassen möchtest. Und ob es eine geeignete stelle vor allem für das erste mal ist.
Das Gesundheitsrisiken, was mit einem Tattoo in Verbindung steht sollte wohl überlegt sein.

10. Ein Tattoo ist immer mit Gesundheitsrisiken verbunden

Solltest du eine durch Körperflüssigkeiten übertragbare KRANKHEIT haben (wie z.B. HIV oder Hepatitis), darf ich dich leider NICHT tätowieren. Ich würde nicht nur mich sondern auch andere Menschen gefährden. Fairness ist hier wichtig!

Wenn du an EPILEPSIE leidest oder Bluter bist, solltest du ebenfalls aufs Tätowieren verzichten. Es kann sonst zu einem Kollaps oder Blutverlust kommen.

SCHWANGERE und junge Müttter sollten bis zum Abstillen auf das Tätowieren verzichten, da die möglichen Auswirkungen durch das Tätowieren (Endorphin und Adrenalinausschüttung) auf den Fötus nicht bekannt sind.

Informiere dich vor dem Tätowieren über eventuelle Allergien oder noch besser, bringe gegebenenfalls . deinen Allergiepass mit.

Solltest du aufgrund eines besonderen gesundheitlichen Zustandes aktuell in Ärztlicher Behandlung sein, ist eine zu vorige Absprache mit deinem Arzt vorteilhaft. Er kann dir am besten sagen, wie du dich auf einen invasiven Eingriff wie das Tätowieren vor- und nachbereiten kannst.

Du solltest dich immer auf einem Bereich tätowieren lassen, der optimale hygienische Bedingungen dafür hat. Die Nadeln, die der tätowierer verwendet, sollten immer wegwerfbar sein, sonst gehst du das ernste Infektions- und Krankheitsrisiko wie Hepatitis C, Tetanus, Aids, Lepra und Hautinfektionen ein.
Auch wenn es selten ist, erleben einige Menschen allergische Reaktionen gegen Farbstoffe, die besonders in einigen Rot- und Grüntönen verwendet werden, die metallische Elemente enthalten. Reaktionen können das Jucken, den Ausfluss und in äußerst seltenen Fällen anaphylaktischen Schock verursachen.

11. Pflege dein Tattoo

Wer sein Tattoo auf der Haut Pflegt hat länger etwas davon.

Wer es nicht pflegt riskiert das sich die Haut pellt, aufreißt oder sich entzündet. Vom Motiv mal ganz abgesehen.

Ratsam ist es den Bereich mit der Folie ungefähr drei Stunden bedeckt zu halten. Nicht in die Sonne oder Solarium zu gehen.

Später die Folie entfernen, die Tätowierung mit PH neutraler Seife und leichten Warmen Wasser, leicht abwaschen und mit einem weichen Tuch abtupfen.

Nicht reiben sonst reibst du dir die Farbe wieder raus.

Waschen täglich dein Tattoo und Schütze es vor dem Sonnenlicht. Schorf der sich auf dem Tattoo formt darf nicht entfernt werden.

Auch ein kratzen und stechen auf dem Tattoo ist nicht ratsam es bleiben Narben.

Verwende keine Alkoholischen Pflegemittel auf deinem Tattoo. 

Vermeide nach dem tätowieren für Zwei Wochen den ganz in eine Sauna, Dampfbad oder Zuhause zu Baden.

 Sorgen dafür, dass jede Kleidung, die den Bereich berühren wird, sauber und weich ist.

Lasse etwas Luft an die Tätowierung bevor du sie eincremst.

Es ist ratsam sein Tattoo dauerhaft zu Pflegen und in der ersten zeit mit Entzündungshemmenden Cremes oder ölen zu pflegen.

Auch für die dauerhafte Pflege für Tattoo gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Cremes, Salben und Ölen.

Hier zeigen wir euch einige unserer Empfehlungen zur Tattoo Pflege.

Pflege während des Tätowierens

Pflege nach der Tätowierung 

12. Tattoo Studios und Hygiene 

Oberste Priorität eines guten Tattoostudios sollte Gesundheits- und Hygienestandards sein.

Der erste Blick

  • Sterile Nadel noch verpackt lass es dir zeigen
  • ein neues Paar Latexhandschuhe während jedes Verfahrens verwenden
  • Wenn ein Tattoo Studio auch Piercing stechen anbietet, sollte dieses in einem getrennten Raum vom Tätowierungsbereich ausgeführt werden. Die Tätowiertinte muss vom Behälter genommen und dann in eine einzelne Gebrauchstasse gestellt werden, die entsorgt werden muss, sobald das Tattoo vollendet ist
  • Wenn Sie ein Tattoo Studio wählen, vergewissere dich, wie lange er oder sie schon tätowiert. Zu empfehlen die Tattoo Convention Berlin oder andere Tattoomessen

13. Schadet Röntgenstrahlung meinem Tattoo?

Wenn du zum Röntgen gehst musst du keine Angst haben.

Regelmäßige Röntgenstrahlen haben keine Auswirkung auf Tattoos.

Ein Scan der mit Kernspinresonanz verbunden ist, wird  Auswirkung darauf haben.
Die Art der Tomografie kann die Tinte im Tattoo erhitzen und das kann zu Verbrennung der Haut führen.

Bei dieser Anwendung ist es besonders wichtig bei dieser Art der Tomografie, dass das Tattoo mit einem kalten nassen Tuch bedeckt ist. 

Bei MRI Aufnahme kann es  Auswirkung haben; sorgen Sie dafür, dass Sie ihrem Arzt darüber in Kenntnis setzen das sie ein Tattoo haben.

14. Tätowierer sind keine Ärzte

 Zögere nicht dir medizinische Hilfe zu suchen, falls du eine  Hautinfektion oder andere Komplikation hast, die sich aus einer Tätowierung ergeben.


Diese fünf Phasen durchläufst du, wenn du dir ein Tattoo stechen lässt

Der Weg zu einem Tattoo und die erste Zeit danach sind emotional aufwühlend.

Hier sind fünf Tipps, die dir durch diese Zeit helfen.

Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem ich mein erstes Tattoo bekam. Es war ziemlich heiß draußen – und ich bei Weitem nicht die Erste in meinem Bekanntenkreis, die sich ein Stück Kunst für die Ewigkeit unter der Haut bewahren wollte. Wenn wir uns über Tattoos unterhielten, ging es meist um die Wahl des Studios, um unterschiedliche Techniken, Stile und Motive. Im Sommer malten wir Zeichnungen mit Kugelschreiber auf unterschiedlichen Stellen vor, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es später aussehen könnte – auch wenn das Ergebnis selten der Realität entsprach.

Irgendwann wusste ich über alles Mögliche vom Stechschmerz bis zur Heilung Bescheid, ohne dass ich mich auch nur einmal mit den psychischen Konsequenzen einer Körpermodifikation konfrontiert hätte. Niemand teilte seine*ihre Gefühle darüber, wie er*sie sich am nächsten Morgen nach dem Stechen wirklich fühlte. Kaum jemand sprach über die Momente, in denen er*sie realisierte: Dieser fette schwarze Fleck auf meinem Unterarm wird nie wieder weggehen. Egal, wie gut er gestochen ist. Das möchte ich ändern.

1. Der Bammel vor dem Gang zum Tattoo-Studio

Kleiner Tipp zu Beginn: Die meisten Tätowierer*innen – zumindest die, die ich kennengelernt habe – mögen es nicht, wenn man Freund*innen zum Fotografieren oder Händchen halten mitbringt, weil es die Künstler*innen nicht nur von der Arbeit ablenkt, sondern Kameras und Gelächter unnötig Wirbel im Studio verursachen. Von den Hygienebestimmungen mal abgesehen.

Es hilft alles nichts: Am Ende musst du da alleine durch. Du solltest dir auch am Besten schon vorher ganz klare Gedanken über Motiv und Stelle gemacht haben, sodass du am großen Tag bedenkenlos Ja sagen kannst, ohne dich später über eine Kurzschlussreaktion zu ärgern.

Lass dich nicht unterkriegen. Es ist angsteinflößend, über die lebenslangen Konsequenzen einer etwa zweistündigen Handlung nachzudenken – ganz klar. Es ist normal, sich nicht zu hundert Prozent sicher zu sein. Aber mal unter uns: Wann ist das schon der Fall? Bei der Studienwahl? Bei der Hochzeit? Ich hoffe, aber bezweifle es.

Wenn du trotz dieser mentalen Vorbereitung vor Ort eine Panikattacke bekommst, dann sag es bitte deinem*r Künstler*in nach Wahl, bevor du etwas tust, das du später bereust. Termine kann man verschieben, schlechte Tage nicht.

2. Die Aufregung während des Stechens

Fragen wie „Was zur Hölle geschieht mit mir?“, „Tut das immer so weh oder ist das mein Knochen?“ oder „Was, wenn gerade etwas richtig Grauenhaftes mit meinem Unterarm passiert?“ sind ganz normal. Nicht jede*r ist so cool, um sich bedenkenlos zurückzulehnen und die Augen während der Prozedur zuzumachen wie bei einer Thai-Massage.

Ein bisschen Genuss ist dennoch nicht schlecht. Liebe Angst-Patient*innen: Es wird Zeit, loszulassen und zu genießen. Ihr habt euch vorher Gedanken gemacht, ihr habt das zu unterschiedlichen Zeitpunkten in eurem Leben gut durchdacht und es gibt keinen Grund zur Sorge, wenn ihr den*die Tättowierer*in nicht nach Google-Zufallsprinzip ausgesucht habt, um euch „irgendetwas mit Totenköpfen“ auf den Rücken stechen zu lassen, ohne vorher Mamas Erlaubnis einzuholen.

3. Der erste, kritische Blick in den Spiegel

Bereit? Ich hoffe doch. Denn, Überraschung: Jetzt lässt sich nur noch schwer etwas am Motiv ändern. Ich kann mich noch genau an jeden einzelnen Blick im Studio erinnern, den ich danach auf die gesäuberte Stelle geworfen habe. In den meisten Fällen spiegelte er ganz gut das Gefühl wider, das ich dem Tattoo gegenüber behalten würde.

Und ja, es kann mitunter ganz schön seltsam sein, festzustellen, dass da auf diesem Stück Haut, das man 28 Jahre ohne kannte plötzlich ein Motiv sichtbar ist, das sich auch mit ganz viel Seife nicht runterwaschen lassen wird.

Wie auch immer das Gefühl ausfällt: Gib deinem neuen Tattoo ein bisschen Zeit und glaube an deinen guten Geschmack, okay? Es ist normal, dass du noch nicht daran gewöhnt bist. Schließlich ist es ganz, ganz neu. Manchmal ist es mit einem neuen Tattoo wie mit einer neuen Haarfarbe auch. Am Anfang erschreckt man sich ein bisschen, mit der Zeit aber wäscht sie sich aus und in sechs Monaten kann man sich nicht mehr vorstellen, jemals kein Redhead gewesen zu sein. Richtig?

4. Zu Hause und allein, allein

Alles okay bei dir? Ob die Antwort darauf jetzt mit „gut“ oder „schlecht“ ausfällt: Die ersten Tage kann es schon mal passieren, dass du mehr Zeit vor dem Spiegel verbringst, als du normalerweise für dein Party-Make-up aufwendest und jede Stelle des gestochenen Neugeborenen aufs Genaueste inspizierst, als ob es sich dabei um eine seltsame Krankheit handeln würde.

Ist da vielleicht eine Linie, die nicht überall hundertprozentig gleichmäßig gestochen ist? Ist der Kreis wirklich bis auf den letzten Strich gerade? Ich muss dich enttäuschen: Ein Tattoo ist keine Bleistiftzeichnung, sondern eine mit tausenden Nadelstichen unter deine Haut gebrachte Kunstform.

Ist da vielleicht eine Linie, die nicht überall hundertprozentig gleichmäßig gestochen ist?“

Wird zu tief gestochen, ergeben sich kleine, an den Außenlinien spürbare aber ansonsten nicht sichtbare Narben. Wird zu leicht gestochen, verlieren die Linien und Schattierungen schon bald ihre Beständigkeit. Dann heißt es: nachstechen. Und doch ist jetzt, alleine, zu Hause, nicht der richtige Zeitpunkt, um sich voreilig über jeden noch so kleinen vermeintlichen Fehler zu bestrafen. Dein Tattoo ist einzigartig – und dazu gehören auch kleine Unebenheiten.

Ich spreche dabei natürlich nicht von fettem Narbengewebe, das an herausgerissene OP-Nächte erinnert und Strichen, die komplett verlaufen sind. Da ist dann tatsächlich etwas schiefgegangen. Zum Glück gibt es inzwischen viele Artists, die sich auf Cover-ups spezialisieren.

5. Die nächsten Wochen

In den nächsten Wochen wird dein neues Kunstwerk Stück für Stück tiefer in die Haut sinken und sein Dasein schon bald nicht mehr als frische Wunde fristen. Es wird deine Freund*innen und deine schicken Klamotten kennenlernen und zu einem fixen Bestandteil deines Looks werden.

  • Neben der Akzeptanz bedarf es dann nur noch einer Sache, um die neue Tattoo-Grübelei schon bald der Vergangenheit angehören zu lassen: reichlich Pflege und eine Rolle Second Skin aus der Apotheke.

Was gibt es für Unterschiede

  • Länder
  • Gesetze
  • Kultur

Grund früher

Auslöser für das Gesetz waren diverse Hepatitisfälle in den 60zigern. Damals vielleicht begründet, heutzutage aber komplett überholt. In den meisten Bundesstaaten wurde dieses Gesetz daher schon längst wieder verworfen. Dass es in den 2 besagten Bundesstaaten noch Bestand hat, liegt heute mehr an der religiösen Überzeugung einiger Politiker 

Andere Länder andere Regeln

Es gibt kein Gesetz in der Europäischen Union verlangt, dass alle Länder, um einen Satz Alters tätowiert werden müssen, damit sie sich von Land zu Land. Die meisten Länder haben jedoch das Gesetz Satz auf 18 oder 16 mit Zustimmung der Eltern. Auch wenn es nicht eine Reihe Recht auf dem tatsächlichen Tätowieren gibt es Gesetze für EU-Staaten sollen folgen, dass die Arbeitsumgebung des Tattoo / Piercing Geschäfte und Vorschriften beeinflussen.

Gesetzregelung 16. und 18. Jahren 

  • Österreich

Sie können eine Tätowierung im Alter von 16 mit Zustimmung der Eltern und ohne Zustimmung der Eltern ab dem Alter von 18 nach oben zu bekommen.

  • Kroatien

Sie können ein Tattoo oder Piercing im Alter von 16 mit Zustimmung der Eltern und ohne Zustimmung der Eltern ab dem Alter von 18 nach oben zu bekommen.

  • Zypern

Sie müssen 18 Jahre alt sein, um eine Tätowierung in Zypern zu bekommen, obwohl es wird gemunkelt, dass vielerorts nicht für ID fragen, und nehmen Sie nicht die Vorschriften „zu ernst“.

  • Dänemark

Die dänische Tattoo-Gesetz gilt ab 15. Juni 1966. Es ist rechtswidrig, jemanden unter 18 Jahren tätowieren Darüber hinaus ist es rechtswidrig, jemanden auf den Kopf, Hals und Hände tätowieren.

  • Finnland

Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um eine Tätowierung in Finnland zu bekommen, jedoch können Sie in der Lage, um eine Genehmigung zu erhalten, um eine Tätowierung unter dem Alter von 18 zu erhalten.

  • Frankreich

Das gesetzliche Mindestalter ist 16 in Frankreich.

  • Deutschland

Sie müssen über 18 Jahre alt sein, um eine Tätowierung frei ohne Zustimmung der Eltern zu erhalten. Sie müssen sich Eltern oder Erziehungsberechtigten Zustimmung im Alter von 16 und 17 haben.

  • Griechenland

Das Mindestalter ist 18 Jahre.

Griechische Tattoo-Gesetz deckt nur Tätowierungen und nicht die Permanent Make-up.

Weitere wichtige Bestimmungen:

  • Nur Tattoo Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind. Personen unter 18 Jahren dürfen nur in Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten, die die erforderliche schriftliche Zustimmung gegeben hat tätowiert werden.
  • Nicht raten Zustand der körperlichen Gesundheit des Kunden oder bieten eine ärztliche Meinung.
  • Keine Auswirkungen auf jede medizinische Verfahren, sei es über die Empfehlung, unter der Leitung oder mit Hilfe von jeder Form der Facharzt.
  • Nicht gehen, gleich welcher Art, eine Tätowierung zu entfernen.  
  • Irland

„Es gibt keine Rechtsvorschriften für Piercings und Tätowierungen. Als Ergebnis gibt es keine gesetzliche Mindestalter bei dem Sie einen Body Piercing oder Tattoo zu bekommen.“ Allerdings werden viele Tattoo-Shops weigern, Personen unter 18 Jahren, oder jemand 16+, der nicht über ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter mit ihnen zu tätowieren. Kinder, die 14 sind, können Tätowierungen oder Piercings mit Zustimmung der Eltern zu erhalten.

  • Italien

In Italien eine spezifische Gesetzgebung für Tätowierungen und Piercing-Verfahren gibt es nicht.

  • Malta

Das Mindestalter ist 18 Jahre.

  • Niederlande

In den Niederlanden ist das Alter, in dem Personen können für sich selbst entscheiden, um ein Tattoo und Piercing ist 16 Jahre. Diese Altersgrenze für Ohrläppchen Piercing ausgesetzt, sondern bezieht sich auf alle anderen Bereiche. Einverständniserklärungen, mit Informationen über Gesundheit muss vorhanden sein und muss vom Kunden unterschrieben werden. Im Falle von Kindern unter 16 Jahren muss ein Elternteil oder Erziehungsberechtigten unterschreiben. Wenn sie unterzeichnet haben, sind nicht mit dem Client vorhanden, aber muss der Tätowierer oder Piercer ihre Zustimmung per Telefon zu überprüfen. Unterzeichnet Einverständniserklärungen müssen von dem Studio in einer gesperrten Datei für zehn Jahre aufbewahrt werden.

  • Portugal

Berichten zufolge die Altersgrenze ist 18 Jahre.

  • Rumänien

Das Mindestalter ist 18 Jahre.

  • Spanien

16 mit Zustimmung der Eltern oder 14 in einigen Regionen /

  • Schweden

Das Mindestalter ist 18 Jahre.

  • Vereinigtes Königreich

Tätowieren von Minderjährigen Act 1969

1969 KAPITEL 24

Ein Gesetz, das Tätowieren von Personen unter achtzehn Jahren zu verbieten. 16. Mai 1969

1 Verbot von Tätowierungen von Minderjährigen.

Es gilt eine Straftat, um eine Person unter achtzehn Jahren, außer wenn das Tattoo aus medizinischen Gründen von einem entsprechend qualifizierten Arzt practioner oder durch eine Person, die unter seiner Leitung durchgeführt tätowieren sein, aber es muss eine Verteidigung für eine Person in einem zu zeigen, dass zu der Zeit die Tätowierung durchgeführt wurde er Grund zu der Annahme, dass die Person tätowiert war oder über das Alter von achtzehn Jahren, und in der Tat, so glauben.

Keine Gesetzgebung gefunden für

  • Tschechien
  • Bulgarien
  • Estland
  • Ungarn
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Polen
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Belgien

Dieses Tattoo kann Leben retten

Im Notfall zählt für Diabetiker jede Sekunde. Damit Ärzte den Betroffenen schneller helfen können, sticht ein Straubinger Tätowierer ab sofort das „Lebensretter-Tattoo“ – und zwar völlig kostenlos!

Straubing. Anfang des Jahres sorgte Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin mit einer spektakulären Aktion für Aufsehen: Der Hauptstadtclub vergab unter seinen treuen Anhängern die „Dauerkarte Deines Lebens“. Der Clou: Das Super-Ticket gab es als Tattoo, neben den Berliner Stadtgrenzen, dem Vereinsemblem und der Silhouette des Olympiastadions wurde ein QR-Code tätowiert – eine Dauerkarte, die wirklich unter die Haut geht.

Was in Berlin ein genialer PR-Gag war, könnte in Straubing vielleicht sogar Leben retten. Im Studio „Toa Tattoo“ in der Heerstraße wird derzeit eine Aktion für Menschen angeboten, die an Diabetes (Typ I oder II) leiden.

Die Zuckerkrankheit kann bei Betroffenen zu schweren Komplikationen führen. Im Notfall ist für Ärzte vor allem Schnelligkeit gefragt. Genau hier setzt die Initiative an, die Toa-Tattoo-Chef Zoltán Törökgyörgy jetzt umsetzt. Ab sofort werden bei ihm sogenannte „Lebensretter-Tattoos“ gestochen – und zwar kostenlos!


Tattoo Beratung und Hilfe

Du bist dir nicht sicher ob dein Bild ärger machen könnte oder ob du in anderen Länder vielleicht auf Grund von einem Bild im Knast landen könntest.

Klären wir dich hier einmal auf und versuchen euch mit vielen Tipps zu helfen.

Tattoos im Beruf

Nicht in jedem Beruf ist es geduldet offen sein Tattoo zu zeigen.

z.B im Öffentlichen Dienst ist es Beamten untersagt ihre Tattoo öffentlich zu zeigen um damit zu verhindern das es ärger gibt.

Tattoos Abseits vom Beruf

Ob als Bademeister oder auf dem Bau spielen berufliche Bedenken natürlich keine Rolle. Manche Tattoos können aber auch abseits des Jobs Ärger bringen. Dann nämlich, wenn das Motiv nicht gezeigt werden darf. Zwar darf jeder Mensch seinen Körper gestalten, wie er möchte. Das fällt unter das Persönlichkeitsrecht. Nur darf man eben nicht alles öffentlich präsentieren. Das Strafgesetzbuch verbietet in Paragraf 86 a die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Und die können auch in Tattoos abgebildet sein. In Paragraf 130 ist zudem der Tatbestand der Volksverhetzung definiert, auch ihn können Tattoos erfüllen.

In aller Regel geht es um Motive aus dem rechtsextremen Umfeld, wenn sich die Justiz mit strafrechtlich relevanten Tätowierungen auseinandersetzt.

Tätowierung zur Kennzeichnung

Tätowierung eines Auschwitzüberlebenden

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden den Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz Häftlingsnummern eintätowiert.Mitglieder der SS besaßen eine Blutgruppentätowierung am linken, inneren Oberarm.

Berichtet werden auch Tätowierungen bei Zwangsprostituierten durch Zuhälter.

Die Tätowierung eines Identifikationscodes ist bei vielen Haus- und Zuchttieren insbesondere bei Reisen ins Ausland üblich, um Tier und Halter einander zuordnen zu können. Bei Nutztieren wurde lange Zeit das Brandzeichen dafür eingesetzt. Mit der zunehmenden Verwendung von Mikrochips, die unter die Haut implantiert werden, existiert eine praktikable Alternative zur Tätowierung.

Verbotenes muss verborgen werden

Verbotene Symbole müssen in der Öffentlichkeit abgedeckt werden. Wo kein Stoff hinkommt, helfen Klebeband oder Heftpflaster.

Der Tätowierer, der seinen Kunden auf deren Wunsch hin Hakenkreuze, Hitler-Porträts oder verfassungsfeindliche Symbole in die Haut ritzt, macht sich damit übrigens nicht strafbar. Und auch der Träger nicht, solange er seinen zweifelhaften Körperschmuck vor der Öffentlichkeit verbirgt. Eine Hakenkreuzfahne in den eigenen vier Wänden aufzuhängen, ist auch nicht verboten. Strafbar ist es allerdings, die Flagge so aufzuhängen, dass sie problemlos für alle sichtbar ist, also beispielsweise im Fenster.

Genauso verhält es sich mit strafrechtlich relevanten Tätowierungen. Sie in der eigenen Wohnung zu entblößen, kann einem niemand verbieten. Sobald man sich aber auf den Balkon stellt, zieht man sich besser etwas über. Auf öffentlichen Veranstaltungen, die unter besonderer Beobachtung stehen, werden kritische Tattoomotive, die sich nicht mit Kleidung verbergen lassen, oft mit Bandagen, Pflaster oder Klebestreifen abgedeckt.

Wer öffentlich ein Nazi-Tattoo zur Schau stellt, wird das womöglich bereuen, wenn es deswegen zum Prozess kommt. Auf das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen stehen Geldstrafen oder bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe – die kann einen übrigens auch dann treffen, wenn die jeweilige Organisation erst im Nachhinein als verfassungsfeindlich eingestuft wird. Bei Volksverhetzung sind Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und fünf Jahren möglich.

Zum Entfernen der fragwürdigen Tätowierung kann einen das Gericht übrigens nicht verdonnern. Das wäre ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Wer irgendwann wieder unbehelligt kurze Hosen tragen möchte oder ohne T-Shirt baden gehen will, muss den Schandfleck auf eigene Kosten lasern oder überdecken lassen.


Bedeutung und Funktion 

Tätowierungen können sehr unterschiedliche Funktionen und Bedeutungen haben. Die Literatur nennt u. a. Funktionen als Mitgliedszeichen und rituelles oder sakrales Symbol. In der heutigen Zeit dienen Tätowierungen auch als Ausdrucksmöglichkeit für Exklusivität, Selbstdarstellung, Geltungssucht und Abgrenzung(siehe auch Bourdieu). Weiterhin auch als Mittel zur Verstärkung sexueller Reize, Schmuck, Protest (Punk) und nicht zuletzt die der politischen Stellungnahme. Mit sogenannten Knast-Tätowierungen können Rangfolgen und „Kastenzugehörigkeiten“ etwa durch das Kreuz der Diebe dargestellt werden, sowie Funktionen, die der Häftling während der Gefangenschaft innehatte, wie beispielsweise „Schläger“, „Rowdy“, „Aufrührer“ oder „Boss“. Darüber hinaus gibt es Kennzeichnungen für Mörder oder „Lebenslängliche“, und auch die Meinung zur Justiz bis hin zu offenen Drohungen oder gar erfolgreich ausgeführte Rache können als Tätowierung kundgetan werden. Auch sexuelle Einstellungen werden durch Tätowierungen ausgedrückt. Angaben, in welchen Gegenden man bereits inhaftiert war, die Sehnsucht nach Freiheit oder der Vorsatz auszubrechen sind ebenso Themen wie die Anzahl der abzusitzenden Jahre, die in der Anzahl der Holzscheite unter einem Feuer oder der Stacheln am Stacheldraht ausgedrückt werden können. Die so genannte Knastträne unter dem Auge lassen sich Gefangene stechen, die mehr als zehn Jahre in Haft verbringen.

Adolf Loos bezeichnete in seiner Schrift Ornament und Verbrechen die Tätowierung als Ornament.

Tattoos als Kulturelles Symbole 

 Gesellschaftliche Bedeutung in Japan

Eine sehr lange Tradition haben Tätowierungen in Japan, wo sie Irezumi (jap. 入(れ)墨, wörtlich: „Tinte einbringen“) bzw. Horimono (彫(り)物, wörtlich eigentlich: „Bildhauerei, Schnitzerei“) genannt werden. Die früheste Erwähnung findet sich im chinesischen Geschichtswerk Weizhi Worenchuan, in dem das Japan des 3. Jahrhunderts beschrieben wird. Daneben lassen sich Tätowierungen (Anci-Piri) auch bei den Ainu, der nordjapanischen Urbevölkerung, nachweisen.

Zu Beginn der Edo-Zeit (1603 bis 1868) waren Tätowierungen unter anderem bei Prostituierten und Arbeitern sehr beliebt. Ab 1720 wurde die Tätowierung als eine Art Brandmarkung für Kriminelle eingesetzt, weshalb sich „anständige“ Japaner nicht mehr tätowieren ließen. Wer als Krimineller gezeichnet war, konnte sich nicht mehr in die Gesellschaft eingliedern, was zur Bildung einer eigenen Schicht führte: den Yakuza. Unter der Meijiregierung wurde 1870 diese Praxis abgeschafft, Tätowierungen wurden komplett verboten, was erst 1948 aufgehoben wurde.

Obwohl stilistisch sehr einheitlich, gibt es eine große Vielfalt an Motiven, die oft der Mythologie entnommen sind, wie Drachen oder Dämonen, die häufig aus Sagen stammen und eine ganze Geschichte erzählen. Oder es gibt Symbole wie Kirschblüten (Schönheit und Freude, aber auch Vergänglichkeit) und Kois (Erfolg, Stärke und Glück). Ein Stil mit blutigen und grausigen abgehackten Köpfen entwickelte sich, als gegen Ende des 19. Jahrhunderts Gruselgeschichten in Japan äußerst populär wurden. Eine japanische Sitte ist es, sich zeitlebens von einem einzigen Künstler tätowieren zu lassen; oftmals entstehen daraus über Jahre hinweg großflächige Gemälde auf dem ganzen Körper, die schließlich vom Künstler signiert werden.

Tätowierungen sind in Japan noch immer stigmatisiert und werden oft als Verstrickung ins kriminelle Milieu interpretiert. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Yakuza-Kultur (vor allem die den kompletten Torso einnehmenden, sogenannten Bodysuits). In manchen öffentlichen Bädern wird Menschen mit großflächigen Tätowierungen der Eintritt verweigert. Aber ebenso wie im Westen werden Tätowierungen gerade bei jungen Japanern immer beliebter und dadurch einer breiteren Gesellschaftsschicht vertraut. Heutzutage gibt es in Japan viele weltweit bekannte Tätowierer (zum Beispiel Horiyoshi III), die ihr Können an ihre Schüler weitergeben. Andererseits geht die Verbreitung von Tätowierungen unter Gangmitgliedern zurück, da diese keine Aufmerksamkeit wecken wollen. Somit löst sich in Japan die Verbindung zwischen Kriminalität und Tätowierung.

In letzter Zeit erfreuen sich auch in westlichen Kulturen Tätowierungen im japanischen Stil wachsender Beliebtheit.

Gesellschaftliche Bedeutung in der westlichen Welt

Tätowierungen hatten ursprünglich im Westen das Stigma des Matrosen oder Sträflings, erfreuen sich aber spätestens seit den 1990er Jahren größerer Beliebtheit. Was vorwiegend als Ausdruck einer Jugendkultur begann, die auch Piercing und Branding umfasst, ist heute in breiten Gesellschaftsschichten vorzufinden. Zahlreiche Prominente, die sich öffentlich mit Tätowierungen zeigten, trugen zu einer zunehmenden Akzeptanz bei. Dennoch werden Tätowierungen nach wie vor auch als Code und Sprache innerhalb krimineller Banden verwendet. So sind beispielsweise unter Anhängern der russischen Gruppe Diebe im Gesetz den tätowierten Motiven begangene Straftaten, abgesessene Gefängnisjahre oder die Hierarchie innerhalb der Gruppe zu entnehmen.

In Deutschland sind, unter anderem bei ehemaligen Häftlingen, Spinnen am Hals oder Hinterkopf, Tränen an den Augenrändern („Knasttränen“) oder drei Punkte zwischen Daumen und Zeigefinger gelegentlich anzutreffen.

Kinder nutzen Abziehtattoos, die sich leicht wieder entfernen lassen, aber unter dem Begriff Tattoo oder Tätowierung firmieren. Analog dazu finden sich auch sogenannte Hennatätowierungen, die nicht in die Haut gestochen, sondern aufgemalt werden. Hier wird nur die Hornschicht der Oberhaut eingefärbt. Da diese verhornten Zellen kontinuierlich abschuppen, verschwindet die vorgebliche Tätowierung nach einigen Wochen.

Diese Entwicklung zeigt die Annäherung des Tätowierens an den Mainstream, ermöglicht sie doch eine Tätowierung als Modeaccessoire. Auch die Bio-Tätowierung verschwindet angeblich nach einigen Jahren von selbst, weil nicht so tief gestochen wird. In Wirklichkeit geschieht das aber nur sehr selten, wenn überhaupt, da es quasi unmöglich ist, so genau zu arbeiten, dass weder zu flach gestochen wird (die Tätowierung verschwindet schon während der Heilung) noch zu tief (die Tätowierung bleibt). Mindestens Teile oder ein Schatten der Tätowierung bleiben zumeist erhalten. Daher wird von seriösen Tätowierern davor gewarnt. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat eine Tätowiererin zur Zahlung von Schadensersatz und Schmerzensgeld verurteilt, weil sie der Kundin zugesichert hatte, die Bio-Tätowierung würde nach drei bis sieben Jahren verschwinden – was nicht geschah.

Der Anteil der Tätowierten an der deutschen Bevölkerung nimmt zu. So stieg der Anteil der tätowierten Männer im Alter zwischen 25 und 34 Jahren von 22,4 % (2003) auf 26 % (2009), der der tätowierten Frauen zwischen 25 und 34 Jahren verdoppelte sich sogar beinahe von 13,7 % (2003) auf 25,5 % (2009). Die beliebtesten Stellen waren dabei die Arme und der Rücken. In Deutschland trägt inzwischen fast jeder fünfte Erwachsene eine Tätowierung (Stand: April 2018).Insbesondere stieg der Anteil der tätowierten bei Frauen und älteren Menschen. 2017 war rund die Hälfte aller Frauen zwischen 25 und 34 Jahren tätowiert. Damit stieg in dieser Frauengruppe allein zwischen 2009 und 2017 um mehr als 19 Prozent an. Bei 35- bis 44-Jährigen Frauen gab es einen Zunahme der tätowierten um 15 Prozent.

In Österreich hat das IMAS-Institut April/Mai 2016 Österreicher über 16 Jahre befragt: Fast ein Viertel davon sind tätowiert, von den unter 35-Jährigen sogar 40 Prozent.

Bei russischen Kriminellen wie den sogenannten Dieben im Gesetz fungieren als Tätowierungen als Erkennungszeichen.

Religion und Tätowierung

Innerhalb des Judentums stoßen Tätowierungen teilweise nach Lev 19,28 EU auf Ablehnung. Tätowierungen, zu denen Juden gezwungen wurden (beispielsweise Nummern-Tätowierungen in Konzentrationslagern), werden toleriert (da sie unter Zwang passierten). Allerdings dürfen solche zwanghaften Tätowierungen nicht durch weitere Tätowierungen verändert oder unsichtbar gemacht werden.

Bis 1890 wurden in Bosnien katholische Mädchen tätowiert, um einen Übertritt zum Islam zu verhindern. Armenische Christen hielten die Tradition der Pilgertätowierung bis zum Ersten Weltkrieg bei; so lange wurde diese Form der Markung in Jerusalem angeboten. Koptische Christen in Ägypten tragen ein Kreuz an der Innenseite des rechten Handgelenkes, um sich vom Islam zu distanzieren. Unter den Tigray in Äthiopien und in Eritrea ist unter anderem das Tragen eines tätowierten Kreuzes aus dem orthodoxen Christentum auf der Stirn verbreitet. In früheren Zeiten war Christen das Tragen von Tätowierungen verboten.

Eine besondere Form der religiösen Tätowierung stellt die in Südostasien verbreitete Yantra-Tätowierung dar.

Tattoos Stil in der Moderne

Tätowierungen sind in der Gesellschaft angekommen. Das beweisen nicht nur etwa acht Millionen tätowierte Deutsche, sondern auch die diversen Tattoo Stilrichtungen und -arten. Konnte man getintete Haut früher fast ausschließlich sich prostituierenden, in See stechenden oder kriminellen Machenschaften nachgehenden Menschen zuteilen (liebstes Gegenargument vieler besorgter Eltern), sind heute beinahe alle und auch ihre Mütter mit permanenter Körperkunst verschönert.

Viel Rumgesteche bedeutet natürlich auch Ergebnisse unterschiedlicher Qualität: Von beschämenden Gurken bis positiv aufmerksamkeitserregenden Meisterwerken hat so ein alltäglicher Schwimmbad-Besuch im Sommer eigentlich alles zu bieten. Ob besonders willige Menschen sich nun beim talentfreien Cousin der Bekannten der Kollegin ihres Vaters auf dem Ecksofa verschandeln lassen oder sich doch lieber auf die Suche nach einem talentierten Profi begeben, können wir leider nicht beeinflussen. Macht doch, was ihr wollt.

KEIN SEEMANNSGARN: DIE POPULÄRSTEN TATTOO STILRICHTUNGEN

Generell gilt: Ein voller Terminkalender und eine gutgläubige Horde Fans bei Facebook sind kein Zertifikat für gute Tätowierer/innen. Wer für immer schön sein will, muss leiden, recherchieren und ein gutes Auge für echte Ästhetik haben. Zumindest in Sachen Kunstrichtungen und artistisches Fachwissen helfen wir euch heute in äußerst seriöser Weise und im wohlwollenden Bildungsauftrag auf die Sprünge. Die Sammel- und Bewertungsseite Tattoo Chief hat eine Infografik über die zehn beliebtesten Tattoo Stilrichtungenerstellt, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

1. OLD SCHOOL

Old School oder American Traditional ist im Grunde genommen das, woran eure ruhelose Mama denkt, wenn sie euch mit bärtigen Matrosen vergleicht. Dicke Konturen, zweidimensionale, bunte Innenflächen und simple Motive. Simplizität macht die Schwalben, Meerjungfrauen, Anker und Rosen dabei aber keineswegs weniger ansehnlich – wir sehen es als Ode an die traditionelle Kunst des Tätowierens und die vernarbten Kleinkriminellen der ersten Tattoo-Generation.

2. NEW SCHOOL ODER NEO TRADITIONAL

New School orientiert sich mit breiten Konturlinien an den Techniken des Old School, ist durch mehr Farbe, mehr Motivauswahl und mehr Schattierungen aber deutlich krasser unterwegs – die rebellische kleine Schwester des Traditional, oder so.

3. TRASH POLKA

Angeblich kommt Trash Polka aus Deutschland und auch wenn es sehr nach SLEAZE klingt, haben wir damit nicht zu tun (ischschwöre). Trash Polka als Stilrichtung im Tattoo-Business vereint geometrische Aspekte, fotorealistische Abbildungen und setzt durch rote Farbeinsätze einen bunten Kontrast zur Basis in Black and Grey. Wir würden es als schöne Formvollendung schöpferischer Unentschlossenheit beschreiben.

4. BLACKWORK

Eigentlich fast alles mit schwarzer Tinte auf Haut.

5. DOTWORK

Schwarze (und bunte) Tinte in Punktform auf Haut. Dotwork ist eine weniger schmerzvolle Art, eine Tätowierung mit Schattierungen auszufüllen, hat im Internet aber ein bisschen den Ruf, dem Hipstertum verfallen zu sein. Den haben wir allerdings auch und wir sind ziemlich großartig.

6. GEOMETRISCH

Wo wird gerade bei Hipstern sind: Wenn ihr euch ein umgedrehtes Dreieck zwischen die Brüste tätowieren lassen wollt, dann ist das offensichtlich ein geometrisches Tattoo.

7. SKIZZEN

Skizzenhaft oder eben Sketch Work, sind Tattoos dann, wenn sie spontan und unfertig aussehen (und das vom Künstler oder der Künstlerin auch so gewollt war).

8. AQUARELL ODER WATERCOLOR

Wenn wir Tribals den 1990ern zuordnen können, dann können unsere Nachfahren Tätowierungen in Aquarell-Optik definitiv mit 2015 verbinden. Das It-Girl unter den Tattoos hat keine Konturen und arbeitet mit verträumt dahin geklecksten Wasserfarbenklecksen. Kritische Stimmen äußern sich gespannt auf die weitere Entwicklung: Haut lebt, Tätowierungen verblassen, und eventuell ist die Aquarell-Katze mit 80 nichts weiter als ein blauer Fleck am Schulterblatt. Wer weiß das schon – Stay tuned.

9. SURREALISMUS

Eine reale Hommage an Magritte, Miró, Dalí und Co. und definitiv das anspruchsvolle Pendant zu Unendlichkeitsschleifen, Vögeln in Pusteblumen und sonstigen Tumblr-Tattoo-Motiven.

10. ILLUSTRATIV

Illustrativ, so sagt man, ist ein Tattoo, wenn es realistische und zeichnerische Aspekte vereint. Quasi wie eine realistische Zeichnung auf Papier, nur halt auf Mensch. Ceci n’est pas un tatouage, oder so.


 Rechtsgrundlagen

China

In China ist es Musikern und Prominenten nicht erlaubt mit sichtbaren Tätowierungen in Fernsehshows aufzutreten. Seit 2018 gilt das Verbot ebenso für Profisportler.

Deutschland

Das Tätowieren von minderjährigen Personen ist bedingt möglich, fordert jedoch eine Einverständniserklärung der Eltern. Da vielen Tätowierern die schriftliche Einverständniserklärung nicht ausreicht, verlangen diese, dass mindestens ein Elternteil während der gesamten Sitzung anwesend ist.

Gemäß § 294a SGB V sind Ärzte und Krankenhäuser verpflichtet, den Krankenkassen Komplikationen bei Tätowierungen zu melden. Außerdem besteht bei Arbeitsunfähigkeit kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung, denn der Arbeitgeber hat nur das normale Krankheitsrisiko des Arbeitnehmers zu tragen.

Seit 2018 ist laut Polizeidienstvorschrift das Tragen von sichtbaren Tätowierungen bei Beschäftigten der Polizei in Berlin zulässig.

Österreich

Das Tätowieren von minderjährigen Personen ist nach § 2 Absatz 1 Satz 4 der Verordnung über die „Ausübungsregeln für das Piercen und Tätowieren“ ab 16 möglich. Es müssen jedoch sowohl der Minderjährige, als auch die mit der Pflege und Erziehung des Minderjährigen betraute Person schriftlich einwilligen.

Tattoo Convention

Tattoo Festival

Tattoo Magazine

Tattoos und Kultur – von der Handarbeit zur Maschine

 

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