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Vielversprechende Inhaltsstoffe

Um den Inhaltsstoffen dieses Bernsteins auf die Spur zu kommen, mahlte das Team Proben des Bernstein extrem fein und analysierte das Pulver dann chemisch mittels Gaschromatografie-Massenspektroskopie.

Die Analysen identifizierten Dutzende chemischer Verbindungen, von denen vor allem Abietinsäure, Dihydroabietinsäure und Palustrin ins Auge stachen, wie die Forschenden berichten. Um das herauszufinden, führten Ambrose und McDermot zunächst erste Tests mit reinen Extrakten der identifizierten Substanzen durch.

Wirksam gegen grampositive Bakterien

«Das wichtigste Resultat ist, dass diese Verbindungen gegen grampositive Bakterien aktiv sind, darunter auch resistente Stämme von Staphylococcus aureus», berichtet McDermot. Wie genau die Bernstein-Inhaltsstoffe ihre Wirkung erzielen, muss allerdings noch untersucht werden.

Wie Ambrose und McDermot feststellten, kann dieser Pflanzeninhaltsstoff unter bestimmten Bedingungen zu den im Bernstein nachgewiesenen bioaktiven Substanzen reagieren. «Wir freuen uns schon darauf, auf diesen Ergebnissen basierend weiterzuforschen», sagt Ambrose. «Abietinsäure und ihre Abkömmlinge sind eine noch unerschlossene potenzielle Quelle neuer Wirkstoffe – vor allem für die Bekämpfung grampositiver resistenter Bakterien».

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