Sollte man ein bereits gestochenes Tattoo aus gesundheitlicher Sicht wieder entfernen?

Derzeit gibt es einige Verfahren, um Tattoos weitgehend zu entfernen. Allerdings sind auch diese Methoden mit gesundheitlichen Risiken wie Narbenbildung, Hautveränderungen und allergischen Reaktionen verbunden. Während die Entfernung mittels Laser zu toxischen Spaltprodukten führen kann, ist bei der chirurgischen Entfernung des entsprechenden Haut-areals die Infektionsgefahr sehr hoch. Pigmente und Trägersubstanzen sowie entstehende Spaltprodukte, die aus dem Tattoo in den Körper gewandert sind, können auch nach Entfer-nung des Tattoos im Körper verbleiben.

Das BfR rät, Tattoo-Entfernungen nur mittels medizinisch anerkannter Verfahren und von ge-schultem Personal in entsprechenden Einrichtungen vornehmen zu lassen. Verbraucherin-nen und Verbraucher sollten in jedem Fall über die möglichen gesundheitlichen Risiken der Tattoo-Entfernung umfassend aufgeklärt werden. Seit dem 31.12.2020 steht die Tattooent-fernung mittels Laser unter Arztvorbehalt, das heißt, dass nur approbierte Ärzte mit der ent-sprechenden Weiterbildung Tattoos entfernen dürfen. Weitere Informationen dazu sind hier zu finden:

https://www.bfs.de/DE/themen/opt/anwendung-medizin-wellness/tattoo/tattoo-entfer-nung.html

Dem BfR liegt keine umfassende Liste der Verfahren vor, mit denen Tattoos entfernt werden können. Es werden immer wieder neue Methoden entwickelt, eine Meldepflicht an Behörden oder eine behördliche Prüfung dieser Methoden gibt es nicht. Das BfR nimmt anlassbezogen eine gesundheitliche Bewertung dieser Verfahren vor. So wurde beispielsweise ein chemi-sches Verfahren mit flüssigem Tattoo-Entferner in der Stellungnahme Nr. 033/2011 vom 1.
August 2011 bewertet:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/tattoo_ent-fernung_einsatz_waessriger_milchsaeure_ist_mit_gesundheitlichen_risiken_verbunden.pdf

Eine Beschreibung verschiedener Methoden zur Entfernung von Tattoos und damit verbun-dene gesundheitliche Risiken enthält auch die BfR-Stellungnahme Nr. 013/2013 „Anforde-rungen an Tätowiermittel“ vom 28. August 2012 unter Punkt 6:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/anforderungen-an-taetowiermittel.pdf