MEDIZINISCHES CANNABIS FÜR HAUSTIERE 

Medizinisches Cannabis für Haustiere? Was erst etwas seltsam klingt, macht beim genaueren Hinsehen durchaus Sinn. Hunde etwa haben mehr Cannabinoid-Rezeptoren als jedes andere Tier. Das birgt Chancen und Risiken. Wir haben uns für euch umgesehen in der Welt von „pot for pets“.

Gleich vornweg: Seinem Tier berauschende Substanzen wie THC-haltiges Cannabis zu füttern, das Ganze vielleicht noch zu filmen und anschließend auf YouTube zu teilen ist kein Spaß, sondern Tierquälerei! Im Gegensatz zu Menschen können Tiere an einer Überdosis sterben. Tatsächlich besteht ein trauriger Zusammenhang zwischen der Anzahl Cannabis-Vergiftungen und dem Legalitätsstaus.

Noch gefährlicher wird es, wenn Koffein und Schokolade im Spiel sind. Auch wenn es offensichtlich scheint, soll hier noch einmal mit aller Deutlichkeit gesagt werden, dass Cannabis außerhalb der Reichweite von Haustieren aufbewahrt werden muss.

Warum CBD auch Tieren helfen könnte

Genau wie Menschen produzieren Säugetiere eine Reihe von chemischen Verbindungen, die als (Endo)cannabinoide bezeichnet werden. Weil sie unter anderem das Schmerzempfinden, den Appetit und die Reaktionen auf Stress beeinflussen, sind sie essenziell für die Gesundheit.

 Cannabis und Tiere? Ja, aber mit Vorsicht!

Mehr Forschung ist nötig, den Akteuren bleiben aber die Hände gebunden

Hunde verfügen über mehr CB1-Cannabinoid-Rezeptoren als alle anderen Tiere. Das macht sie für eine Behandlung mit Cannabis besonders interessant. Leider sind veterinärmedizinische Studien zu dem Thema noch immer rar.

Was bisher bekannt ist, stimmt positiv. So haben israelische Wissenschaftler bereits 1988 herausgefunden, dass CBD antiepileptische und antikonvulsive Eigenschaften aufweist. 2012 konnte eine italienische Studie der Universität Pisa nachweisen, dass Cannabinoide Hunde vor allergischen Störungen und Hautproblemen schützen.

Selbst CBD-Extrakte ohne THC bleiben auf nationaler Ebene verboten. 

 

 

 

Tierhalter warten nicht auf die Wissenschaft

Man muss nicht lange suchen, um Erfahrungsberichte von Tierhaltern zu finden, die ihren Vierbeinern medizinisches Cannabis verabreichen. Die Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten scheint dabei ebenso groß zu sein wie bei Menschen: Verdauungs- und Hautprobleme, Epilepsie, Arthritis, Trennungsängste, Phobien, Appetitlosigkeit ­– CBD könnte eine mächtige Waffe sein im Kampf gegen diese Leiden. Und das ohne Nebenwirkungen.

Angeregt von den Erfolgsgeschichten über medizinischen Cannabis bei Krebspatienten begann sie zu experimentieren. Nachdem sie Sampson eine Mischung aus fein gemahlenen Cannabisblüten und Kokosnussöl verabreicht hatte, begann er wieder zu essen, nahm zu und sprang herum wie ein junger Hund. „Cannabis hat das Leben meines Hundes gerettet.“

Medizinisches Cannabis für Tiere

Auch wenn CBD und die anderen Inhaltsstoffe von Cannabis kein Allheilmittel sind, machen die vielen positiven Erfahrungsberichte Mut. Wer sein Tier mit medizinischem Cannabis behandeln möchte, sollte sich zuvor ausführlich informieren und mit einem aufgeschlossenen Arzt sprechen. Gehen Sie eine Behandlung langsam an, beginnen Sie also immer erst mit einer niedrigen Dosis und beobachten Sie, wie das Tier reagiert.

Im Prinzip können Sie Ihrem Haustier CBD-Öl ins Futter mischen oder direkt in den Mund tröpfeln.

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