Tiere und Tattoos

Haustier-Tattoos in Mexiko immer beliebter

Kritik an Tier-Tattoos wird lauter

Was für eine unnötige Quälerei! In Mexiko werden immer mehr Haustiere tätowiert und gepierct. Tierrechtsaktivisten fordern jetzt lautstark ein Verbot für Tattoos und Piercings bei Tieren. Ein Gesetz soll dem ganzen Spuk nun ein Ende bereiten. Im Video zeigen wir die unglaublich aussehenden Tiere.

Tier-Tattoos sollen mit 1.000 Euro bestraft werden

Gegen den verrückten Tattoo-Trend bei Tieren ist in Mexiko derzeit ein Gesetz geplant, das Tätowieren oder Piercen von Tieren mit umgerechnet mehr als 1.000 Euro bestrafen soll, wie der mexikanische Fernsehsender „TV Azteca“ berichtete. Das Gesetz werde in der Hauptstadt Mexiko-Stadt angesichts der zunehmenden Beliebtheit der Tier-Tätowierungen heftig diskutiert. Tierrechtsaktivisten prangerten die Praxis als Tierquälerei an. Sie fordern laut „TV Azteca“, dass das Tätowieren oder andere körperliche Veränderungen aus ästhetischen Gründen, beispielsweise an Hunden oder Reptilien, verboten werden sollen.

Tattoos und Piercings zur Registrierung weiterhin erlaubt

Ausgenommen von dem Gesetzesvorschlag seien allerdings Tätowierungen oder Piercings, die zur Registrierung oder Überwachung der Tiere dienen. Diese müssten demnach aber unter Aufsicht eines Tierarztes durchgeführt werden. Bislang waren Tattoos und Piercings erlaubt. Jetzt solle ein klarer Unterschied gemacht werden. Die Umweltschutzkommission des Kongresses von Mexiko-Stadt habe das neue Verbot bereits einstimmig gebilligt. Bleibt zu hoffen, dass die armen Tiere in Mexiko bald endlich in Ruhe gelassen werden.

Tattoos für Tiere – das klingt zunächst wie ein Aprilscherz, doch es ist bittere Wahrheit. Eine größere Fläche Haare am rechten hinteren Oberschenkel des Ponys war wegrasiert. Eine etwa 15 Zentimeter große Vorlage der „Rolling-Stones-Zunge“ schon vortätowiert. Der Pferdehalter wollte das Pony „individuell verschönern.“

Tattoos gegen Tierschutz

Dieses Vorhaben erklärte das Gericht jetzt für tierschutzwidrig. In den Gründen des Beschlusses heißt es unter anderem: Die Tätowierung eines warmblütigen Wirbeltieres stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Dieses verbiete es, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen zuzufügen. Auch wenn Tätowierungen am Menschen im Regelfall ohne Betäubung erfolgten, bedeute dies nicht, dass der mit derartigen Eingriffen in die Haut verbundene Schmerz bei einem Tier zu vernachlässigen sei. Tattoos für Tiere seien daher nicht zulässig.

Unnötige Schmerzen durch Tattoos

Bei der Frage nach der Vergleichbarkeit müssten sowohl die physiologischen Eigenschaften des Tieres als auch seine Angst und seine Unfähigkeit, den Sinn des Schmerzes einzusehen und dessen zeitliche Dimensionen abzuschätzen, bedacht werden. Im Gegensatz zu einem Tier könnten sich Menschen auf die mit einer Tätowierung verbundenen Schmerzen einstellen. Anders als ein Tier könnten sie die Prozedur jederzeit unter- oder gar abbrechen lassen. Das Tier sei jedoch dem Willen des Tätowierers unterworfen.

Keine Tattoos für Tiere

Das erklärte Motiv des Antragstellers, „sein Pferd individuell verschönern“ zu lassen, stelle keinen vernünftigen Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes dar. Die Tätowierung diene hier nicht einer Kennzeichnung des Ponys, sondern allein einem individuellen und wirtschaftlichen Interesse des Antragstellers, der, wie sich aus der vorliegenden Gewerbeanmeldung ohne weiteres ersehen lasse, mit einem „Tattooservice für Tiere“ Geld verdienen wolle. Dieses Interesse sei nicht grundrechtlich geschützt. Daher gilt weiterhin: Keine Tattoos für Tiere.