Tiere vom Aussterben bedroht

Naturwunder tropischer Regenwald

Die zunehmende Zerstörung des Lebensraumes ist für viele Arten tödlich. Besonders gefährdet ist der tropische Regenwald im Amazonas-Gebiet, in Zentralafrika und in Südostasien. Hier exisitieren schätzungsweise 70 Prozent aller tierischen und pflanzlichen Landlebewesen.

Doch das grüne Naturwunder ist bedroht – und mit ihm das Weltklima und viele Arten. Jährlich werden enorme Flächen des Regenwaldes abgeholzt und in Industrieland oder – schlimmer noch – in Brachen umgewandelt. Das Holz wird an die Möbel- und Papierindustrie verkauft. Die in den Wäldern lebenden Arten werden immer weiter verdrängt, die Populationen schrumpfen oder sterben ganz aus. Was aber einmal vom Erdboden verschwunden ist, ist für alle Zeiten verloren.

In den Ozeanen sieht es nicht viel besser aus. Die Meere bedecken 71 Prozent der Erdoberfläche. Angefangen von Bakterien und Plankton über Garnelen, Krabben und Krebse bis hin zu gigantischen Kraken vermutet man über zehn Millionen Arten von Meeresbewohnern. Doch auch hier droht der Mensch durch Überfischung und Verschmutzung vielen Arten den Garaus zu machen.

Trophäenjäger und „Volksmediziner“

Andere Tiere und Pflanzen sind in ihrer Existenz bedroht, weil Urlauber gefährdete Arten vom ihren Reisen mitbringen – lebend, ausgestopft oder „verarbeitet“.

Allein die Zollfahnder am Frankfurter Flughafen beschlagnahmen jedes Jahr Zehntausende bedrohte Tierarten wie Schlangen, Wasserschildkröten oder Leguane. Jäger, die nur auf Felle, Hörner oder Geweihe der getöteten Tiere aus sind, tun ein Übriges bei der Ausrottung bedrohter Tierarten.

Auch die so genannte „Volksmedizin“ fügt der Natur großen Schaden zu. Vielen exotischen Tieren werden beispielsweise in asiatischen Ländern bestimmte Heilkräfte zugeschrieben. Tigerknochen sollen gegen Rheuma helfen, Schlangenfett gegen Asthma und Schildkrötenpanzer bei Heiserkeit.

Die meisten dieser Tiere sind vom Aussterben bedroht. Dennoch werden sie teilweise gegen sehr hohe Prämien gejagt, denn mit ihnen lässt sich eine Menge Geld verdienen.

Aber es gibt auch Licht im dunklen Kapitel des Artensterbens. Viele Staaten haben erkannt, dass die Artenvielfalt, die sogenannte Biodiversität, erhalten werden muss und haben Programme zum Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen aufgelegt.

Bildungsmaßnahmen in armen Ländern und Schutzabkommen sollen der Ausrottung einen Riegel vorschieben. Nicht zuletzt die gezielte Aufklärung der Verbraucher trägt ebenfalls dazu bei, die Artenvielfalt der Erde zu erhalten – oder zumindest das Aussterben zu verlangsamen.